So bitte nicht! Der BUND Bremen appelliert für mehr Lebensraum für Wildblumen und Insekten
(Eike Rachor
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bund-bremen.net
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Der BUND Bremen appelliert jetzt an Bürger*innen sowie an Unternehmen, ihre Hausgärten (beziehungsweise unbebauten Umgebungsflächen) nicht als Schottergärten anzulegen, sondern als Lebensraum für Wildblumen und Insekten wie Wildbienen und Schmetterlinge. Denn die ökologischen Folgen der Schottergärten seien gravierend, so der Umweltverband.
„In den Schottergärten wächst nichts mehr. Kaum ein Tier findet Unterschlupf. Jegliches Bodenleben werden durch dicke Steinschichten abgedeckt und schlimmstenfalls mit Unkrautvlies komplett zurückgehalten. Regenwasser kann oft nicht mehr versickern“, erläutert Katharina Fuchs, Expertin für Stadtnatur beim BUND Bremen. „Diese Steinwüsten tragen nicht nur zur Versiegelung der Böden bei, sondern schaden der biologischen Vielfalt und fördern das Artensterben. Tiere und Pflanzen finden weder Lebensraum, noch Nahrung!“ Dabei könnten Hausgärten und die Umgebungsflächen in Gewerbegebieten viele Möglichkeiten für den Umweltschutz bieten. Fuchs: „Gärten und unbebaute Gewerbeflächen mit bunten Blühpflanzen oder wilderen Ecken nutzen Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten gerne als Nahrungsquelle.“ Zudem kann Niederschlagwasser weitgehend im Boden versickern und die Verdunstungsleistung des Bodens steigt. Das kühlt vor allem an den heißen Sommertagen.
Sie empfiehlt, heimische Wildstauden zu wählen, die an den gewünschten Standort angepasst sind – so ist der ökologische Wert besonders hoch. Der Pflegeaufwand hält sich bei einem gut geplanten Vorgarten oder anderen Grünfläche in Grenzen. Ein Schnitt im späten Frühjahr der verblühten Stauden und ab und zu das Jäten der ungewünschten Beikräuter sind ausreichend.
Lieber Gänseblümchen & Co, als Steinwüste – das wirkt auch auf die meisten Menschen viel freundlicher. „Schottergärten verursachen darüber hinaus einen unnötigen Ressourcenverbrauch und schaden dem Klima durch überflüssige Transporte“ so die Umweltschützerin „denn das Steinmaterial stammt oftmals aus China oder Indien.“
Der BUND appelliert aber nicht nur an die Bürger*innen, sondern auch an Baubehörden und Bauämter, sich stärker für die Begrünung und Bepflanzung von Vorgärten und Umgebungsflächen von Unternehmen einzusetzen.
Mehr Infos zur biologischen Vielfalt gibt es auf der Seite der Stadtnatur.
Bei Rückfragen:
Katharina Fuchs, Tel.: 0421 7900251, eMail: Katharina.Fuchs@bund-bremen.net