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BUND Landesverband Bremen

Ökostrom trägt zum Ausbau der Erneuerbaren Energien bei

15. Januar 2008 | Energie

BUND Bremen empfiehlt den Wechsel

Seit einigen Tagen wird in den Medien der angebliche „Etikettenschwindel“ bei Ökostrom diskutiert. Der BUND Bremen warnt jedoch davor, den Bezug von Ökostrom generell in Frage zu stellen. „Ökostrom-Angebote haben einen positiven Effekt, wenn sie den Anteil an Strom aus Erneuerbarer Energien und umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung an der Stromerzeugung tatsächlich erhöhen“, sagt Anne Schierenbeck vom BUND Bremen. Zu empfehlen seien Ökostrom-Angebote, die den Bau neuer Kraftwerke zur Nutzung Erneuerbarer Energien und der umweltfreundlichen Kraft-Wärme-Kopplung wirksam fördern. Durch die neuen Anlagen wird fossile und atomare Stromerzeugung verdrängt und somit ein Beitrag zu Klimaschutz und Versorgungssicherheit geleistet. Andere Produkte, bei denen Kunden lediglich aus Alt-Anlagen beliefert werden, haben dagegen keinen zusätzlichen Nutzen für die Umwelt.

Der BUND Bremen empfiehlt aus diesem Grund das Ökostrom-Angebot proNatur des regionalen Versorgers swb, bei dem jährlich mindestens 80.000 Euro für die Förderung von neuen Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien verwendet werden. Der BUND ist im Beirat vertreten, der über die Verwendung der Mittel entscheidet. Empfehlenswerte überregionale Anbieter sind Naturstrom, Lichtblick, Greenpeace Energy und EWS Schönau. Ein Wechsel zum Ökostrom-Anbieter ist sehr einfach. Für die Formalitäten braucht man nur wenige Minuten. Die Verträge können auch direkt aus dem Internet herunter geladen werden.

Physikalisch bekommt jeder Ökostrom-Kunde den gleichen Strom wie vorher – schließlich hängen alle Erzeuger und Abnehmer am gleichen Stromnetz. Doch jede verkaufte Kilowattstunde Ökostrom muss erzeugt werden. Bei den vom BUND empfohlenen Anbietern ist der Anteil des Ökostroms aus neuen Anlagen hoch.

Jede Kilowattstunde Strom aus erneuerbaren Energien vermeidet im Vergleich zum konventionellen Bremer Strommix 856 g CO2-Emissionen. „Wer als Bremer einen Stromverbrauch von 1.500 kWh pro Jahr hat, kann durch einen Wechsel zum Ökostrom-Anbieter seine persönliche CO2-Bilanz um 1,2 Tonnen entlasten“, rechnet Anne Schierenbeck vor. „Bei durchschnittlichen CO2-Emissionen von 10 Tonnen pro Kopf und Jahr im Bundesdurchschnitt stellt dies einen erheblichen und wirksamen Beitrag zum Klimaschutz dar.“


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