BUND Landesverband Bremen

PRESSETERMIN! Fledermäuse ohne Dach über den Füßen

01. Oktober 2020 | BUND

Im Stadtwald wird ein großes Ersatzfledermausquartier aufgestellt

Zwergfledermaus hängend  (Andreas Zahn)

Einladung an die Medien

  • Wann? Donnerstag, 8. Oktober 2020, 11 Uhr
  • Wo? Im Stadtwald beim Parkplatz an der Finnbahn
  • Wer? Rüdiger Zoch (Prokurist vom Berufsbildungswerk Bremen GmbH), Tim Großmann (Parkdirektor vom Bürgerpark und Stadtwald), Kai Thore Wolf (Arbeitskreis Fledermausschutz), Heike Schumacher (BUND Bremen)

Fledermäuse haben es schwer: Ihnen fehlt es nicht nur an Insektennahrung, sie leiden auch unter Wohnungsnot. Durch energetisch notwendige Sanierungen alter Gebäude werden häufig Fledermausquartiere verschlossen und gehen somit verloren. Alte Bäume mit Spechthöhlen, ausgefaulten Astlöchern und abstehender Rinde, die Fledermäusen Unterschlupf bieten können, werden immer seltener. Bäume fallen durch Stürme, Bebauungen oder weil sie die Auflagen der Verkehrssicherung nicht erfüllen. Für notwendige Erhaltungs- und Sicherheitsmaßnahmen bei Altbäumen fehlt leider oftmals das Geld.

Aufgrund des immer knapper werdenden Quartiersangebots für Fledermäuse haben sich der BUND Bremen und der Arbeitskreis Fledermausschutz entschieden, 10 Fledermaushöhlen an Bäumen anzubringen und ein freistehendes Ersatzspaltenquartier aufzustellen. Gelungen ist dies in Kooperation mit dem Berufsbildungswerk und dem Bürgerparkverein, die das Vorhaben tatkräftig unterstützt haben. Jugendliche Auszubildende beim Berufsbildungswerk haben unter fachkundiger Anleitung das Fledermausquartier gebaut, und der Bürgerparkverein hat das Spaltenquartier aufgestellt. Dies war gar nicht so einfach, denn das Spaltenquartier ist mit Ausmaßen von 100 cm x 60 cm und vier Metern  Höhe recht groß. Eine Untersuchung in Sachsen-Anhalt hat ergeben, dass bei großen Spaltenquartieren der Besiedlungserfolg sehr hoch ist.

Vor Ort haben Sie Gelegenheit, die Installation der neuen Fledermausquartiere fotografisch und filmisch zu begleiten und sich ausführlich über die Lebensweise und Gefährdung von Fledermäusen zu informieren. Die Fledermausschutzmaßnahmen im Rahmen des Projektes „Stadtnatur beflügelt“ werden von der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, der Karl Kaus Stiftung für Tier und Natur sowie der Stiftung NordWest Natur gefördert.

Bei Rückfragen: Heike Schumacher, Tel. 0421 / 7900256 (ab 5. Oktober!)

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