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BUND Landesverband Bremen

Regio-Saatgut-Tauschbörse am 7. März läutete die Gartensaison ein

10. März 2020 | BUND

Bündnis aus Stadtgärtner*innen und Klimaschützer*innen freut sich über große Resonanz zum Thema Saatgut

Etwa 80 Interessierte besuchten am Samstag, den 7. März, die Regio-Saatguttauschbörse in der Grünen Oase im Mädchen_kulturhaus, die schon zum siebten Mal durch die Stadtgärtner*innen von „Ab geht die Lucie!“ aus der Bremer Neustadt initiiert wurde. In diesem Jahr organisierte ein Bündnis aus „Ab geht die Lucie!“, „Bremen im Wandel“ und dem Verbundprojekt „Grüne Oase im M_KH“ des BDP und des BUND Bremen die Börse.

„Saatgut ist ein Jahrtausende altes Kulturgut, welches durch die Monopolisierung des Saatgutvertriebs stark bedroht ist. Es heißt, dass bereits 75 Prozent der weltweiten Kulturpflanzenvielfalt verloren gegangen sind“, sagt Stadtgärtnerin Lena Kahne vom Projekt „Ab geht die Lucie!“ „Umso wichtiger ist es, regionales, ökologisches Saatgut zu bewahren und zu vermehren, auch um in Zukunft noch aus einer breiten Sortenvielfalt schöpfen zu können.“

Bei der Saatguttauschbörse hatte das Publikum Gelegenheit, an verschiedenen Ständen Saatgut für Wildblumen und Bienenweiden, aber auch für regionales Gemüse zu ertauschen oder gegen Spende mitzunehmen. „Der Vertrieb von Saatgut ist etwas, das erst durch Konzerne und besonders durch die Züchtung nicht samenfester Hybride zu einem lukrativen Geschäft geworden ist“, weiß Wildblumenliebhaberin Rike Fischer von „Bremen im Wandel“. „Pflanzen produzieren Samen im Überfluss. Wenn diese samenfest sind, daraus also Pflanzen mit denselben Eigenschaften wie bei den Elternpflanzen wachsen, braucht Saatgut nicht teuer verkauft zu werden. Es kann verschenkt oder getauscht und regionale Sorten durch den Gebrauch vor Ort erhalten werden.“

Neben dem Saatguttausch, konnten sich die Besucher*innen bei Kaffee und Kuchen an Infoständen über weitere Gartenprojekte und Blühpflanzen für Insekten austauschen. Zum Programm gehörte außerdem ein interaktives Angebot der gelernten Gärtnerin Rosa Schubert aus dem Projekt „Grüne Oase im M_KH“, die über das Gärtnern in Zeiten des Klimawandels informierte und mit der das erste Gemüse im neu entstehenden Gemeinschaftsgarten des Projektes ausgesät wurde. Monica Zöpfgen von „Arbeit und Ökologie“ rundete den Tag damit ab, dass sie in einem Vortrag erklärte, wie sich Saatgut aus dem eigenen Garten ernten und vermehren lässt, auf dass auch im nächsten Jahr wieder viel regionales Saatgut von Privatpersonen und Initiativen getauscht werden kann.

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