BUND Landesverband Bremen

„Solarcity Bremen“ jetzt!

05. Juni 2020 | Klimaschutz

BUND begrüßt Senats-Initiative zur Solarisierung des Stadtstaats und fordert eine zügige und konsequente Umsetzung

Photovoltaikmodule auf einem Hausdach  (andreas160 / pixabay / CC0)

Der BUND Bremen begrüßt ausdrücklich, dass die rot-grün-rote Landesregierung endlich Fotovoltaikanlagen bei Neubauten vorschreiben will. Der Umweltverband fordert aber auch, dass das Bundesland und seine beiden Städte nun auch als Vorbild vorangehen und die Installation von Fotovoltaikanlagen auf den Dächern öffentlicher Gebäude vorantreiben. Bereits im Mai 2019 verabschiedete der BUND auf seiner Jahreshauptversammlung die Resolution „Solarcity Bremen“, die die Solarisierung des Stadtstaates zum Ziel hat.

„Es ist gut, dass der Bremer Senat nun endlich eine Fotovoltaik-Pflicht für Neubauten umsetzen will. Wir vermissen dabei aber eine klare Zielvorgabe für die Solarisierung Bremens. Aus unserer Sicht brauchen wir bis 2030 einen solaren Anteil von mindestens 25% bei der Versorgung von Haushalten und Gewerbe“, gibt Klaus Prietzel, Vorsitzender des BUND Bremen die Richtung für den Bremer Senat vor. „Neben der Pflicht muss Bremen jetzt auch alle geeigneten landeseigenen Dachflächen zügig solar ausstatten. Schwerpunkte wären dabei u.a. die Schulen. Aber auch Krankenhäuser, Hochschulen und natürlich die Dächer der kommunalen Wohnungsbaugesellschaften Gewoba, Brebau und Stäwog böten sich hierfür an. Letztere sollten für ihre Gebäude solare Mieterstrommodelle entwickeln.“ Zusätzliche sonnige Spielräume ergäben sich durch Freiflächenanlagen z.B. durch Erweiterung der großen Fotovoltaikanlage auf der Blockland-Deponie. Der BUND fordert, für die Nutzung von Solarpotentialen insbesondere bei öffentlichen und öffentlich beeinflussten Immobilien in den künftigen Haushalten ein energetisches Investitionssonderprogramm in einer Größenordnung von mindestens 100 Mio. Euro aufzulegen.

Weitere Infos gibt es in der BUND-Resolution „Solarcity Bremen“ vom 15. Mai 2019.

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