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BUND Landesverband Bremen

#Solarcity #Bremen jetzt!

16. Mai 2019 | Energiewende, Energie, Klimaschutz

BUND-Mitglieder fordern #Solarisierung des #Stadtstaats

Klaus Prietzel  (Jörg Sarbach)

Die Mitglieder des BUND Bremen verabschiedeten auf ihrer Jahreshauptversammlung am 15. Mai 2019 einstimmig die Resolution „Solarcity Bremen“. Darin fordern sie den zukünftigen Bremer Senat auf, sich stärker und auf allen Ebenen für die Gewinnung von Strom und Wärme aus Sonnenenergie einzusetzen. Das Ziel müsse die Entwicklung Bremens hin zu einer Solarcity sein, so der BUND. Bei den diesjährigen Vorstandswahlen wurden Klaus Prietzel, Heidi Schirmer, Beatrix Wupperman und Joachim Seitz in ihren Ämtern bestätigt. Der Bremer Landesverband des BUND zählt bei kontinuierlichem Zuwachs derzeit etwa 8.400 Mitglieder.

„Wir brauchen im Rahmen des Klima- und Energieprogramms als nächstes Etappenziel bis 2030 einen solaren Anteil von mindestens 25% bei der Versorgung von Haushalten und Gewerbe“, gibt Klaus Prietzel, Vorsitzender des BUND Bremen die Richtung für den zukünftigen Bremer Senat vor. „Als erste Schritte sollten alle geeigneten landeseigenen Dachflächen zügig solar genutzt werden. Schwerpunkte wären dabei u.a. die Schulen. Aber auch Krankenhäuser, Hochschulen und natürlich die Dächer der kommunalen Wohnungsbaugesellschaften Gewoba, Brebau und Stäwog böten sich hierfür an. Letztere sollten für ihre Gebäude solare Mieterstrommodelle entwickeln.“ Darüber hinaus muss bei allen Neubaugebieten eine solare Baupflicht gelten, die regulatorisch gut zu verbinden ist mit der zukünftig vorgesehenen Vergabe nach Erbbaurecht. „Zusätzliche sonnige Spielräume ergäben sich durch Freiflächenanlagen z.B. durch Erweiterung der großen Photovoltaikanlage auf der Blockland-Deponie“, zeigt Prietzel weitere Ideen auf. „Die hohe solararchitektonische Kunst liegt außerdem in der Fassadenintegration. Erste spannende Objekte könnten die Libeskind-Türme am Brill oder die Zechbauten am Europahafen werden, bei denen bisher in der politischen Diskussion energetische Aspekte noch keine Rolle gespielt haben.“ Der BUND fordert, für die Nutzung von Solarpotentialen insbesondere bei öffentlichen und öffentlich beeinflussten Immobilien in den künftigen Haushalten ein energetisches Investitionssonderprogramm in einer Größenordnung von mindestens 100 Mio. Euro aufzulegen.

Eine wesentliche Säule der Energiewende und für den Klimaschutz ist die Transformation der fossilen Energieversorgung mit Kohle, Erdöl und Erdgas hin zu erneuerbaren Energien für die Versorgung mit Wärme, Strom und Mobilität. In Deutschland sind das vor allem Solar- und Windenergie sowie in begrenzterem Umfang Biomasse, Wasserkraft sowie Oberflächengeothermie. „Bremen ist vom Ziel einer weitgehend regenerativen Energieversorgung in allen Bereichen noch sehr weit entfernt und bedarf dringend deutlich verstärkter Anstrengungen“, kritisiert der BUND-Vorsitzende. „Während die Stromerzeugung aus Wind mittlerweile an Grenzen stößt, gibt es aber erhebliche Potenziale bei der Solarenergie-Nutzung.“ Übertragt man die Daten einer aktuellen Berliner Studie auf Bremen, so liegt das real nutzbare Bremer Solarstrompotenzial bei etwa 900 Mio. kWh. „Damit könnte ein Viertel des derzeitigen Bremer Stromverbrauchs ohne Stahlwerke gedeckt werden“, betont Prietzel. „Ein ähnlich großes schlummerndes Potenzial ergibt sich für die solarthermische Erzeugung von Heizenergie, Warmwasser und Kühlung. Bremen muss jetzt also endlich mit maximalem Einsatz aufbrechen, um schnellstmöglich zur Solarcity zu werden!“

Resolution „Solarcity Bremen“

Bei Rückfragen: Martin Rode, mobil 0171 3354 500

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