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BUND Landesverband Bremen

Was für Möwen gilt, hilft auch den Enten

12. Januar 2018 | Artenschutz, Flüsse & Gewässer, Lebensräume, Stadtnatur

BUND-Appell: Wasservögel den Tieren und Gewässern zuliebe besser nicht füttern!

Möwen und Wasservögel kommen in Massen, wenn sie gefüttert werden - mit schwerwiegenden Folgen für sie und die Gewässer.  (pixabay.com)

Anlässlich der aktuellen Debatte um die verbotene Fütterung von Möwen in Bremerhaven appelliert der BUND jetzt an die Bürgerinnen und Bürger, auch Wasservögel nicht zu füttern. Nicht nur die Fütterung der Möwen sei aus guten Gründen untersagt. Auch die Fütterung von Wasservögeln schade sowohl den Tieren selbst als auch den Gewässern, so der Umweltverband.

„Viele Menschen füttern an den Teichen in Parks und Grünanlagen Wasservögel wie Enten, weil sie vermuten, die Tiere wären auf menschliche Hilfe angewiesen“, erklärt Martin Rode, Geschäftsführer BUND Bremen. „Der Freizeitsport Entenfüttern ist zwar gut gemeint, schadet aber sowohl den Vögeln als auch den Gewässern.“ Viele vermeintliche Vogelfreunde verfüttern tütenweise oftmals altes, zum Teil sogar schimmeliges Brot an die Wasservögel. Nicht selten seien Vogelansammlungen von bis zu tausend Tieren auf Teichen zu beobachten, die natürlicherweise gerade mal weniger als hundert Tiere ernähren könnten. „Wenn die Tiere aber so eng zusammen leben, treten verstärkt Krankheiten auf, weil Futterreste im Wasser verderben und große Mengen von Kot ins Wasser geraten“, weiß der Biologe. „Die massive Konzentration der Wasservögel an den Fütterungsstellen führt aber auch zu einer Überdüngung des Gewässers.“ Infolge der damit einhergehenden hohen Nährstoffkonzentrationen vermehren sich die im Wasser schwebenden Algen massenhaft. Dadurch dringt zu den unteren Wasserschichten kein Licht mehr durch. Pflanzen und Algen sterben ab und sinken auf den Gewässergrund, wo sie zersetzt werden. Dies verbraucht Sauerstoff, der dann den übrigen Bewohnern der Gewässer, wie z.B. Fischen und Kleinlebewesen fehlt. „Wild lebende Tiere kommen in der Natur besser ohne uns zurecht“, so Rode. Brot stelle keine natürliche Nahrung für die Wasservögel dar. Ohne lokal konzentrierte Fütterungen verteilen sich die Wasservögel an den Gewässern und gehen dort ihrer Nahrungssuche nach. Der BUND-Sprecher appelliert daher an die Bürgerinnen und Bürger: „Bitte füttern Sie Wasservögel nicht zusätzlich mit trockenem Brot. Ein Verzicht auf die Fütterung hilft den Gewässern und den Tieren.“

Bei Rückfragen: Martin Rode, 0421 / 79 00 20

 

Hinweis zur Nutzung des mitgesandten Fotos:

Das Foto von Wasservögeln stammt von www.pixabay.com. Es ist entsprechend den Angaben auf der Pixabay-Website auch für kommerzielle Zwecke kostenfrei nutzbar.

 

 

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