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BUND Landesverband Bremen

Fahrradfreundliche Infrastruktur

  • Unser Ziel ist es bis 2025 den Radverkehrsanteil von 26% auf 40% zu erhöhen
  • Marode Fahrradwege müssen erneuert werden.
  • Fahrradstraßen müssen eindeutig und einheitlich als solche gekennzeichnet werden.
  • Fahrradstraßen gehören den Fahrrädern. Autos müssen die Ausnahme bleiben.
 (Catking / pixabay )

Mit dem Fahrrad, aber sicher!

Das Fahrrad stößt kein CO2 aus, nimmt wenig Platz auf der Straße ein und hält die Fahrenden fit.Aber wie kann man mehr Menschen zum Umstieg vom Auto auf Rad bewegen?
Wer sich nicht sicher fühlt, fährt nicht. Marode und gefährliche Radwege bergen unnötige Risiken und halten Leute vom Radfahren ab. Bremen hat ein gut ausgebautes Radwegenetz von 700km, doch an vielen Stellen bröckelt es. Bei der Aktion „Miese Radwege“ haben wir Bremer*Innen gebeten, schlechte Fahrradwege in einer Karte zusammenzutragen und haben so über 140 Stellen gezählt, an denen aus Sicht der Bremerinnen und Bremer Nachbesserungen nötig sind.
Um die Sicherheit von Fahrradfahrenden zu gewährleisten, setzt sich der BUND Bremen für eine bessere Infrastruktur ein. Kaputte, zu schmale und zugeparkte Radwege, Fahrradstraßen und Schutzstreifen sind uns ein Dorn im Auge.

 (2966152 / pixabay )

Fahrradfreundliche Straßenplanung

Weiter ist es wichtig den Radverkehr bei der Straßenplanung stärker mitzudenken. Ein Paradigmenwechsel ist nötig. Statt Straßen von innen nach außen zu planen, sollte der Verkehrsraum von außen nach innen entworfen werden: Zuerst wird der Platz an Radfahrende und Fußgänger*Innen vergeben und so geplant, dass ihnen ein sicheres und komfortables Vorankommen garantiert wird. Der Rest, das „Innere“ der Straße, wird dem Autoverkehr zugesprochen. Diese Priorität ergibt sich allein schon aus der besonderen Schutzbedürftigkeit von Fahrradfahrer*innen und Fußgänger*innen, sie sind bei Unfällen ungeschützt und erleiden daher oft den größten Schaden. Radfahrende sollen sich nicht länger dem Autoverkehr unterordnen müssen, sondern endlich als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer*innen gesehen werden.Zu einer attraktiven Fahrradinfrastruktur gehören aber auch ausreichend Abstellmöglichkeiten. Während Autos im Stadtraum unzählige öffentliche Parkplätze und –häuser zur Verfügung stehen, drängen sich oft viele Fahrräder um wenige Bügel, besonders um den Hauptbahnhof und im Innenstadtbereich muss die Situation verbessert werden.

Keine Fahrradstraßen in Light Version

Bremen bemüht sich mehr Platz im Straßenraum für Radfahrer zu schaffen. So ist in den letzten Jahren eine Reihe von neuen Fahrradstraßen entstanden, denen aber Stellenweise eine einheitliche und klar erkennbare Kennzeichnung als Fahrradstraße fehlt. Bei der Einfahrt in Fahrradstraßen muss dies für Autofahrende sofort sichtbar sein, denn hier haben mal die Radfahrenden Vorrang. Laut Straßenverkehrsordnung sind Autos in Fahrradstraßen nur ausnahmsweise (z.B. für Anlieger) zulässig. Von dieser Ausnahmeregelung wird in Bremen zu oft Gebrauch gemacht. In den Fahrradstraßen Bremens ist der Autoverkehr zugelassen – dies führt vielfach zu Konflikten zwischen Fahrradfahren und Autofahrern und verringert die Sicherheit der Radfahrenden in den Fahrradstraßen. In einem Eckpunktepapier nennt der BUND Maßnahmen für eine bessere Gestaltung der Bremer Fahrradstraßen

Hochwertige Premiumrouten für den Radverkehr

Mit der Entwicklung von Premiumrouten verfolgt Bremen das Ziel Hauptrouten für den Radverkehr zu schaffen auf denen Radfahrende auch weitere Strecken durch die Stadt komfortabel und sicher überwinden können. Der BUND Bremen sieht in den Premiumrouten die Gelegenheit das Radverkehrsnetz in Bremen weiter zu entwickeln. Dem Autoverkehr stehen in Bremen auf den Hauptachsen breite, bis zu vierspurige, Straßen zu Verfügung. Mit den Premiumrouten sollte das Ziel verfolgt werden ein qualitatives Gegenstück für den Radverkehr zu schaffen. Dabei sollten die Premiumrouten so gestaltet werden, dass sie das Prädikat Premium auch verdienen. Allen Verkehrsteilnehmern muss durch die Gestaltung vermittelt werden, dass sie hier auf einer speziellen Route für den Radverkehr unterwegs sind. Der BUND Bremen gibt eine Reihe von Empfehlungen zur Gestaltung der Premiumrouten.

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