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BUND Landesverband Bremen

Ohne Sorge raus in die Natur

25. Juni 2018 | Lebensräume, Stadtnatur, Tiere und Pflanzen

BUND gibt Tipps zu Zecken, Wespen und Fuchsbandwurm

Zecken lassen sich nicht fallen, sondern lauern im Unterholz.  (pixabay.com)

Jetzt im Sommer und ganz besonders in der Ferienzeit drängt es die Menschen verstärkt zu Freiluftaktivitäten in die Natur. Der BUND Bremen gibt jetzt Tipps, wie man sich gegen Zecken, Wespen und Fuchsbandwurm wappnen und trotzdem die Natur unbeschwert genießen kann.

„Bei einer Tour durchs Unterholz oder in hochgewachsenen Wiesen sollte auf jeden Fall dicht schließende Kleidung getragen werden“, rät Dr. Georg Wietschorke vom BUND Bremen. „Denn Zecken, die nicht an die Haut kommen, können dort auch nicht stechen.“ Die Spinnentiere lassen sich übrigens nicht von Bäumen fallen, sondern lauern in der Regel an bis zu 1,50 Meter hohen Pflanzen auf ihren nächsten Wirt. Sollte es eine Zecke auf die Haut geschafft haben, sucht sie zunächst nach einer geeigneten Einstichstelle. „Diese Zeit können wir nutzen, das Tier zu entfernen“, gibt Wietschorke einen Tipp. „Es lohnt sich also, immer wieder zwischendurch gut zugängliche Körperteile abzusuchen.“ Wenn dann doch eine Zecke gestochen hat, sollte das Tier, ohne den Hinterleib zu quetschen, nach oben aus der Haut gezogen werden – am besten mit einer Zeckenpinzette. „Je schneller dies getan wird, desto geringer ist die Gefahr einer Infektion mit den Erregern von Borreliose oder Hirnhautentzündung“, erklärt der Biologe. Bleibt beim Herausdrehen der Kopf der Zecke in der Wunde, sei dies kein Grund zur Sorge. Mit dem Entfernen des Zeckenkörpers habe man die Gefahr einer Infektion gebannt. Um eine Fremdkörperreaktion zu vermeiden, sollte man sich den Kopf der Zecke vom Hausarzt entfernen lassen.

„Wenn Wespen aufdringlich und lästig werden, hilft nur eins“, ist Wietschorke überzeugt. „Ruhig bleiben und auf keinen Fall um sich schlagen!“ Denn die Insekten stechen nur, wenn sie sich angegriffen fühlen. Eventuell helfe es zu versuchen, Wespen mit Spritzwasser aus einer Sprühflasche zu verscheuchen. Letzteres simuliere Regen, weshalb die Wespe flüchtet. Wichtig ist es, süße Speisen und Getränke im Freien abzudecken, um zum Beispiel Wespen gar nicht erst anzulocken. Sinnvoll ist es auch, im Freien Strohhalme zu benutzen statt aus der offenen Flasche zu trinken. „Wer Kindern die Reste von Süßigkeiten aus dem Mundbereich abwischt, vermindert das Risiko eines Stichs. Ebenso, wer vermeidet, auf Wiesen mit Fallobst barfuß zu laufen.“, empfiehlt er.

Der Fuchsbandwurm agiert eher versteckt. Er ist ein Parasit, der in erster Linie zwischen Füchsen und Nagetieren wie Mäusen zirkuliert, in seltenen Fällen aber auch Menschen befallen kann. Diese erkranken dann an der „alveolären Echinokokkose“, die erst Jahre später auftritt und unbehandelt zum Tode führen kann. „Bei uns im Norden ist das Infektionsrisiko aber vergleichsweise gering“, beruhigt Wietschorke. „Wer allerdings seinen Urlaub in Süddeutschland, der Schweiz, Österreich oder in Frankreich verbringt, sollte einige Verhaltensregeln beachten.“ Die Übertragung erfolgt wahrscheinlich über Erde, Pflanzen, bodennahe Wildbeeren, Gemüse oder Fallobst, die mit dem Kot infizierter Füchse verunreinigt sind. Über Hände und andere Hautstellen könnten die Eier dann in den Mund und den Darm gelangen. „Deshalb ist es das Einfachste, alle Nahrungsmittel, auf denen sich Kot von infizierten Tieren befinden könnte, vor dem Essen gründlich zu waschen oder noch besser zu kochen“, gibt der Biologe Tipps. „Nach der Gartenarbeit sollten außerdem in gefährdeten Regionen die Hände gewaschen werden.“ Er empfiehlt darüber hinaus, Hunde und Katzen regelmäßig zu entwurmen.

Weitere Infos gibt es unter www.BUND-Bremen.net

Bei Rückfragen: Dr. Georg Wietschorke, Tel.  0421 79 002 22

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