Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren. 

BUND Landesverband Bremen

Schüler*innen übergeben Klimaschutzmanifest

14. September 2018 | BUND, Energie, Energiewende, Kinder und Jugend, Klimaschutz, Kohle, Mobilität, Mobilität

Jugendklimakonferenz von Universität Bremen und BUND Bremen e.V. zeigt Dringlichkeit des Klimaschutzes

Schüler*innen überreichen Christina Kulmann vom Senator für Umwelt, Bau und Verkehr ihr erarbeitetes Klimaschutzmanifest  (BUND)

Die Universität Bremen und der BUND Bremen hatten Schulklassen und Kurse ab Klassenstufe 10 eingeladen, sich für den Klimaschutz zu engagieren. 200 Schüler*innen aus der Albert-Einstein- Oberschule, dem Hermann-Böse-Gymnasium, der Oberschule Findorff, der Oberschule Rockwinkel sowie dem Schulzentrum Rübekamp nahmen daran teil. In von Wissenschaftler*innen und Expert*innen durchgeführten Workshops arbeiteten sie zu unterschiedlichen Themen z. B. Klimaanpassung, klimafreundlicher Ernährung oder beschäftigten sich mit dem Thema Radverkehr. Aus den Workshops heraus erarbeiten die Schüler*innen Forderungen an die Entscheidungsträger*innen in Politik und Verwaltung Bremens. Diese wurden heute an Christina Kulmann vom Senator für Umwelt, Bau und Verkehr übergeben.  

„Die Folgen des Klimawandels sind jetzt schon in vielerlei Hinsicht sichtbar, sei es durch den Meeresspiegelanstieg oder durch Wetterextreme wie dieses Jahr“, sagt Katja Muchow, stellvertretende Geschäftsführerin beim BUND Bremen. „Die Schüler*innen haben nun umfangreiche Forderungen zum sofortigen Handeln an die Entscheidungsträger gestellt, damit endlich gehandelt und nicht nur geredet wird. Um ihre Zukunft geht es.“ Dr. Doris Sövegjarto-Wigbers von der Uni Bremen ergänzt: „Klimaschutz und Klimawandel sind mit die wichtigsten Probleme, die es augenblicklich zu lösen gibt. Es ist sehr komplex und wirkt in alle Gesellschaftsschichten sowie Fachdisziplinen hinein. Umso wichtiger ist es, das Thema stärker in unterschiedliche Bildungsprozesse zu verankern. Die Verknüpfung von Wissenschaft, Schule und Umweltverband bietet hier ein ideales Zusammenspiel, um die Komplexität darzustellen. Die Konferenz soll hierzu einen Betrag leisten.“

Auszug aus dem Manifest der Schüler*innen:

„Wir fordern, dass mehr finanzielle Mittel für den Ausbau von Radwegen zur Verfügung gestellt werden. Es muss ein verkehrspolitisches Umdenken stattfinden, so dass Fußgänger, Radfahrer und ÖPNV im Vordergrund stehen. Dies beinhaltet auch das Einrichten von autofreien Verkehrsbereichen in den Städten.“

„Wir fordern ein Umdenken der Konsumenten, der Wirtschaft und des Gesetzgebers bezüglich der Verwendung von umweltschädlichen Technologien (z. B. Verpackungsmaterial aus Plastik) und dem Einsatz von umweltfreundlichen Alternativen, z. B. die Subventionierung von regionalen Bio-Produkten.“

„Schon heute sind Folgen des Klimawandels in Bezug auf Wasser, Natur und Gesundheit zu spüren, die nicht mehr aufzuhalten sind. Damit das Wasser besser versickern kann, müssen mehr Grünflächen angelegt werden. Auch Straßen und Gehwege sollen so gebaut werden, dass das Wasser abfließen kann. Auch begrünte Flächen auf Dächern hilft, dass Wasser abfließen kann.“

„Von Politiker*innen fordern wir, dass sie den Verlust der Wälder stoppen und die-Emissionen drastisch senken, indem sie auf erneuerbare Energien umsteigen. Wir fordern von der Stadt Bremen, dass sie die öffentliche Aufklärung in Bezug auf den Klimawandel fördern, indem sie z. B. an Schulen aufklären.“

„Wir brauchen mehr Aufklärung über den Klimawandel. Schulen als Bildungseinrichtungen sollten mit gutem Beispiel vorangehen, z. B. Solarenergie nutzen, auf Plastik verzichten.“

„Wir fordern, dass eine nachhaltige Ernährung subventioniert wird und Massentierhaltung und lange Produktionswege stärker besteuert werden. Die Richtlinien sollten strenger sein. Tierlabel und ein Verbot von Antibiotika und un-fair produzierten Produkten sollen eingeführt werden.“

Das Projekt wird ermöglicht mit der freundlichen Unterstützung von BINGO! Die Umweltlotterie und dem Senator für Umwelt, Bau und Verkehr sowie hanseWasser.

Bei Rückfragen: Katja Muchow, Tel. 0421 79 00 245,

Dr. Doris Sövegjarto-Wigbers Tel.: 0421 218 63 376, soeve(at)uni-bremen.de

 

 

 

  

Zur Übersicht

BUND-Bestellkorb