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BUND Landesverband Bremen

Veranstaltung am 02. Oktober im Übersee-Museum: Tiefseebergbau im Pazifik – Stimmen des Widerstands

27. September 2018 | Meere, Weser und Nordsee

In den Ozeanen lagern am Meeresgrund große Mengen wertvoller Rohstoffe. Industrie und Politik versprechen sich davon, den zukünftigen Rohstoffbedarf für neue und alte Technologien preisgünstig zu decken. Statt auf Recycling, Suffizienz und Nachhaltigkeit zu setzen, wird in Kauf genommen, die wenig erforschte und einzigartige Tiefseeökologie langfristig zu schädigen. Auch wenn international derzeit ein Regelwerk zum Abbau der Tiefseemineralien verhandelt wird, gibt es weltweit enorme Bedenken, das Risiko überhaupt einzugehen.

In den Ozeanen lagern am Meeresgrund große Mengen wertvoller Rohstoffe. Industrie und Politik versprechen sich davon, den zukünftigen Rohstoffbedarf für neue und alte Technologien preisgünstig zu decken. Statt auf Recycling, Suffizienz und Nachhaltigkeit zu setzen, wird in Kauf genommen, die wenig erforschte und einzigartige Tiefseeökologie langfristig zu schädigen. Auch wenn international derzeit ein Regelwerk zum Abbau der Tiefseemineralien verhandelt wird, gibt es weltweit enorme Bedenken, das Risiko überhaupt einzugehen.

Ohne diese Entscheidung über Regelungen abzuwarten, will sich das kanadische Unternehmen Nautilus Minerals im Südpazifik eine führende Stellung bei der Einführung des neuen Industriesektors sichern. Bereits 2019 plant das Unternehmen, in den Gewässern der Bismarcksee vor Papua-Neuguinea das weltweit erste kommerzielle Tiefseebergbau-Projekt mit dem Namen Solwara 1 zu starten. Vor Ort hat das zu breiten Protesten in den betroffenen Küstengemeinden geführt. Negative Auswirkungen auf die Küstenökosysteme und auf die Fischgründe, die für die Ernährung der Bevölkerung unverzichtbar sind, werden befürchtet. Im Rahmen einer Rundreise kommen Vertreter und Vertreterinnen von Partnerorganisationen von Brot für die Welt aus dem Pazifik nach Deutschland, um auf das Thema Tiefseebergbau und den Widerstand vor Ort aufmerksam zu machen.

Gäste aus Papua-Neuguinea diskutieren mit ExpertInnen aus Deutschland die unterschiedlichen Facetten der Hintergründe und Wirkungen des Tiefseebergbaus für Industrieländer und für die Bevölkerung in den vorgesehenen Abbaugebieten auf den Inseln des Südpazifiks.

Zur Sprache kommen soll dabei auch der Kontext unserer Rohstoffpolitik und alternative Wirtschafts- und Konsummodelle werden den immer wieder neuen Grenzüberschreitungen auf der Jagd nach neuen Ressourcenquellen gegenübergestellt. Hierbei wird ein Bogen gespannt zwischen dem Tiefseebergbau und den Konzepten zum Weltraumbergbau wie sie parallel auf dem 69. Internationalen Weltraumkongress in Bremen präsentiert werden.

 

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung

am 02.10.2018 um 19:00 Uhr

im Übersee-Museum Bremen, Ausstellungsbereich Ozeanien
Bahnhofsplatz 13, 28195 Bremen

 

Gespräch mit
Christina Tony, Kampagnenkoordinatorin der Bismarck Ramu Group, Madang/ Papua-Neuguinea
Kai Kaschinski, Fair Oceans
Dr. Christian Reichert, Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
Moderation: Christoph Spehr, Fair Oceans

 

Veranstalter: Heinrich-Böll-Stiftung, Brot für die Welt, BUND, Forum Umwelt und Entwicklung, Misereor, Fair Oceans, PowerShift, Pazifik-Netzwerk, Stiftung Asienhaus, Ozeanien-Dialog 

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