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BUND Landesverband Bremen

Bremer #MasterplanGreenCity: ein Feigenblatt!

22. August 2018 | Mobilität, Mobilität

BUND: Nur eine echte #Verkehrswende zugunsten von #Rad und #ÖPNV und zulasten des #Autoverkehrs bringt eine spürbare Minderung des #Schadstoffausstoßes

 (Paulina101 / pixabay )

BUND-Landesvorsitzender Dieter Mazur kommentiert den Bremer Masterplan Green City wie folgt:

„Mit den von der Bundesregierung geförderten Masterplänen sollen weitere Grenzwertüberschreitungen bei Stickoxiden in den deutschen Großstädten verhindert werden. Das Land Bremen hat nun seinen Masterplan vorgelegt und hofft, für die Umsetzung einige Millionen Euro von der Bundesregierung zu erhalten. Die Initiative ist zwar gut gemeint, springt aber zu kurz. Denn die im Masterplan zusammengefassten Maßnahmen sind nicht schädlich, wirken allenfalls langfristig und werden nur marginal zur Schadstoffverringerung beitragen. Sie sind nicht geeignet, kurzfristig die Luftqualität in Bremen und Bremerhaven zu verbessern, die nur knapp die Grenzwerte einhalten. Damit wird Bremen einerseits Opfer der fehlgesteuerten Vorgaben des Bundesverkehrsministeriums. Dieses lehnt wirklich wirkungsvolle Maßnahmen wie die Hardware-Nachrüstung für Euro 5 Dieselfahrzeuge oder die Einführung einer Blauen Plakette für nachweislich saubere Diesel ab. Der Schutz von Konzerninteressen steht beim Bundesverkehrsminister offensichtlich über dem Gesundheitsschutz der Bevölkerung. Andererseits hat auch Bremen seine Hausaufgaben zur Verbesserung der Luftqualität nicht hinreichend gemacht, z.B. durch eine zügige Umsetzung schon längst beschlossener Maßnahmen: Die Premiumrouten für den Radverkehr kommen nicht voran, Fahrradbrücken über die Weser liegen auf Eis, und beim Ausbau des Straßenbahnnetzes herrscht Stillstand. Wenn im Verkehrssektor der Schadstoffausstoß wirklich effektiv gesenkt werden soll, kommen die Verantwortlichen nicht um unbequeme Entscheidungen zugunsten von Rad und ÖPNV und zulasten des Autoverkehrs herum. Der bisher gewählte Weg ist ein Feigenblatt, um nichts wirklich ändern zu müssen.“

Weitere Infos und Tipps zum Klimaschutz gibt es hier...

Bei Rückfragen: Martin Rode, BUND Bremen, Tel.: 0421 7000221

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