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BUND Landesverband Bremen

Gute Initiative für den Bremer Nahverkehr - BUND begrüßt Vorstoß der Grünen-Bürgerschaftsfraktion

15. Mai 2018 | Mobilität

Die Ticketpreise des öffentlichen Nahverkehrs in unserem Bundesland sind zu hoch, als dass sie einen echten Anreiz zum Umsteigen in Straßenbahn und Linienbus bieten. „Ein Jahresticket zum Preis von 365 Euro nach Wiener Vorbild würde sicher dagegen auch hier viele motivieren, das Auto zugunsten von Bus und Bahn stehen zu lassen“, so BUND Geschäftsführer Martin Rode.

Viele gute Ansätze und auch neue Ideen sind nach Ansicht des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Bremen) in dem neuen Positionspapier von Bündnis90/DIE GRÜNEN für den öffentlichen Personennahverkehr  in Bremen und Bremerhaven zu finden. Integraler Bestandteil einer Mobilitätswende müsse aber auch eine konsequente und mengenreduzierende Parkraumbewirtschaftung sein, so der BUND.

Die Ticketpreise des öffentlichen Nahverkehrs in unserem Bundesland sind zu hoch, als dass sie einen echten Anreiz zum Umsteigen in Straßenbahn und Linienbus bieten. „Ein Jahresticket zum Preis von 365 Euro nach Wiener Vorbild würde sicher dagegen auch hier viele motivieren, das Auto zugunsten von Bus und Bahn stehen zu lassen“, so BUND Geschäftsführer Martin Rode. „Und wenn die Busse dann auch noch elektrisch fahren, wäre das richtig gut für Klima und Luftreinhaltung in der Stadt.“ Solche Maßnahmen sind allerdings auch entscheidend, damit  ein ÖPNV-Anteil von 20%am Verkehrsaufkommen in den Bereich des Möglichen rückt. Das Ziel, den gesamten öffentlichen Nahverkehr bis 2030 zu elektrifizieren, findet großen Zuspruch bei den Umweltschützern des BUND. Unabdingbar ist auch die geforderte finanzielle Umsteuerung im Verkehrssystem, denn über Jahrzehnte wurde die Stadt in erster Linie zugunsten des Autos geplant und die anderen umweltfreundlicheren Verkehrsmittel stiefmütterlich behandelt. Wer aber den ÖPNV fördern und die Pendlerprobleme reduzieren will, muss das bestehende System konsequent weiterentwickeln und  ins Umland ausbauen. „Zum notwendigen Straßenbahnausbau gehört, die Linie 1 und 8 über Huchting nach Weyhe/Leeste. Dies zu tun, ist ebenso richtig wie längst überfällig. Und wir brauchen neue Verbindungen in die Überseestadt, nach Woltmershausen, nach Oslebshausen und Osterholz,“ so BUND-Vertreter Rode.

„Erstrebenswert ist sicher auch die geforderte autofreie und emissionslose Innenstadt, ein Modell, das viele Städte bereits erfolgreich vormachen (Oslo, Paris, Madrid), übrigens mit positiven Effekten für die Einwohner, den Tourismus und auch den Handel“, so BUND Verkehrsreferent Georg Wietschorke.  Dazu passe es aber nicht, die Parkhäuser im Zentrum zu schließen und dafür am Rand neue zu bauen, schon gar nicht, solange die vorhandenen Parkhäuser nur zu 60% ausgelastet seien. Ohne den rund 80prozentigen Flächenanteil des automobilen Verkehrs am knappen  öffentlichen Straßenraum zu beschränken, wird eine umfassende Stärkung der anderen Verkehrsträger kaum gelingen. Deshalb sieht der BUND eine konsequente und flächendeckende Parkraumbewirtschaftung und Bewohnerparken als zentralen Baustein für eine Mobilitätswende in Bremen, die zudem zusätzliche Mittel für eine lebensfreundlichere Stadt bieten würde.

Rückfragen:
Martin Rode, Tel 0421 79 00 221

Georg Wietschorke, tel. 0421 79 00 222

  

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