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BUND Landesverband Bremen

Kommentar von BUND-Geschäftsführer Martin Rode zu WK-Artikel „Wirtschaft kritisiert Verkehrspolitik“ vom 27.06.2018

27. Juni 2018 | Klimaschutz, Mobilität, Stadtnatur

Um Bremen kommt es immer häufiger zu Staus, in deren Folge sich zuweilen Autolawinen durch die Stadt wälzen. Kritisiert wird das Baustellenmanagement des Verkehrsressorts verbunden mit dem Vorwurf, Radfahrer seien die begünstigten Verkehrsteilnehmer.

 

Dazu Martin Rode:

„Immer mehr Baustellen sind das Ergebnis jahrelanger Vernachlässigung der notwendigen Instandhaltung des Straßennetzes mit allen seinen Teilen. Dazu zählen nicht nur Autofahrbahnen und Brücken, sondern mindestens in gleichem Umfang Fuß- und Radwege. Der riesige Sanierungsbedarf an Autobahnen und Hauptverkehrsstraßen hat aber auch ganz viel damit zu tun, dass das Verkehrsaufkommen stetig weiter anschwillt. Dabei sind die Kapazitätsgrenzen der wichtigsten Fernstraßen, aber auch die Belastungsgrenzen von Städten wie Bremen und Bremerhaven längst erreicht. Echte Antworten auf diese Probleme sind gefragt. Und die können nur eine radikale Umsteuerung in der Verkehrspolitik sein. Jeder zusätzliche Kilometer mit dem Fahrrad oder der Straßenbahn entlastet die Straßen und die Menschen, die an diesen Straßen leben. Also zumeist diejenigen Bevölkerungsgruppen, die sich einen überdimensionierten SUV genauso wenig leisten können, wie ein Haus in der Umgebung, um dann während des Arbeitstages mit dem fahrenden oder parkenden Auto die innerstädtischen Straßen zu verstopfen. Verkehrspolitik mit Lösungsorientierung heißt also massiver Ausbau der Infrastruktur für Rad und öffentlichen Nahverkehr und zwar im Wesentlichen zulasten des 80%igen Straßenraumanteils für das Auto. Ebenso dringlich ist ein radikales Umsteuern beim Güterverkehr. Der Fernverkehr gehört auf die Schiene. Aber ohne Transportvermeidung kann es nicht gehen. Das prognostizierte Wachstum im LKW-Transport, gerade auch bei Schwertransporten wird sonst zum Kollaps des Verkehrssystems führen. Aktuell erleben wir Vorboten darauf. Denn viel zu lange wird eine radikale Verkehrswende schon verschleppt.“

 

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