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BUND Landesverband Bremen

Der Marienkäfer

Foto von einer Marienkäfer Begattung Marienkäfer Begattung  (Georg Wietschorke)

Marienkäfer können furchtbar stinken, wenn sie sich bedroht fühlen. Jeder, der einen mal zwischen den Fingern gehalten hat, kennt das. Denn der kleine Käfer sondert bei Gefahr eine klebrige, gelbe Abwehr-Flüssigkeit ab. Sie riecht nicht nur penetrant, sondern schmeckt auch bitter. Wer ihn also einmal im Schnabel hatte, wird zukünftig liebend gern darauf verzichten.

In Deutschland gibt es rund 70 verschiedene Marienkäfer-Arten. Sie können neben rot auch schwarz oder gelb sein, und auch die Zahl ihrer Punkte variiert. Unsere häufigsten heimischen „Glückskäfer“ haben zwei oder sieben Flecken. Alle Arten verfügen über einen enormen Appetit auf Blattläuse. Ein erwachsener Käfer verspeist täglich rund 100 dieser Pflanzensauger. Genauso gefräßig sind ihre Larven, von denen jede einzelne in den drei Wochen bis zur Verpuppung nahezu 600 Blattläuse frisst. Sie werden deshalb auch „Blattlauslöwen“ genannt. Die Nachkommen eines einzigen Weibchens können so während des Sommers an die Hunderttausend Läuse vertilgen. Damit ist der Marienkäfer für die Gärtner ein Verbündeter in der Schädlingsbekämpfung.

Marienkäfer sind zum Teil stark gefährdet, vor allem diejenigen Arten, die auf bestimmte Lebensräume wie Moore und Heiden spezialisiert sind. Neben Lebensraum-Vernichtung machen ihnen auch Pestizide zu schaffen. Denn Marienkäfer reagieren viel empfindlicher auf Gift wie zum Beispiel Blattläuse und sind durch den hohen Verzehr ihrer vergifteten Beute höheren Dosen ausgesetzt. Eine weitere Gefahr ist zudem der asiatische Marienkäfer, der sich - ursprünglich zur Schädlingsbekämpfung eingeführt - mittlerweile bundesweit ausgebreitet hat und sehr konkurrenzstark ist. Er hat das Potential, die heimischen Arten zu verdrängen.

Wer unseren Marienkäfer helfen möchte, verzichtet auf Insektizide im Garten. Denn zum einen werden Blattläuse dagegen schnell resistent, zum anderen schaden sie vielmehr Insekten wie dem Marienkäfer. Ein naturnaher, reich strukturierter Garten mit Versteckmöglichkeiten wie Steinhaufen, Mauernischen und Laubhaufen ist ein idealer Lebensraum für ihn.

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