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BUND Landesverband Bremen

Tagpfauenauge im Zeichen des Klimawandels

Foto eines Tagpfauenauges Tagpfauenauge  (Georg Wietschorke)

Was früher nur in den wärmsten Regionen Deutschlands oder in sehr langen Sommern vorkam, ist inzwischen zur Regel geworden: Das Tagpfauenauge bildet wegen der wärmeren Tem­peraturen zusätzlich eine zweite Generation im Herbst aus. Hier wirkt sich bereits der Klimawandel aus.

Tagpfauenaugen überwintern als ausgewachsene Schmetterlinge und sind daher auch im Winter auf Dachböden, in Garagen oder Kellern zu finden. Schon ab März stärken sie sich an warmen Tagen mit dem Nektar von Weidenkätzchen, Löwenzahn, Seidelbast oder Huflattich. Ein Grund für die weite Verbreitung des „Schmetterling des Jahres 2009“ ist seine Futterpflanze, die ebenfalls weit verbreitete Brennnessel. Die Weibchen legen im April und Mai etwa 50 bis 100 Eiern an die Blattunterseite der neuen Triebe. Nach vier Wochen als Raupe verwandeln sie sich in eine grünliche oder bräunliche Stürzpuppe. Ab Juli schlüpft die erste Generation und saugt meist den Nektar violett blühender Pflanzen, vor allem Disteln. Die großen Augenflecken, die dem Pfauenauge seinen Namen geben, nutzt der Schmetterling als Schutz gegen Fressfeinde. Bei Gefahr klappt er die Flügel ruckartig auseinander und zeigt seine Flügeloberseiten. Dem Fressfeind gaukelt der Falter so vor, ein großes Tier blicke ihn an.

In Gärten lassen sich Tagpfauenauge, aber auch Kleiner Fuchs, Admiral und Distelfalter mit dem Sommerflieder Buddleja anlocken, der deshalb auch Schmetterlingsstrauch genannt wird. Der Schmetterling besucht aber gerne auch Wasserdost. Diese Staude sollte in keinem Naturgarten fehlen. Wer den Faltern zusätzlich Brennnesseln als Möglichkeit zur Fortpflanzung anbieten möchte, sollte bedenken, dass diese an vollsonnigen Plätzen stehen müssen. Wichtig ist es auch, die Brennesseln frühestens erst ab Mitte Juli zu mähen. Denn den Schmetterlingen muss das Futter lange genug zur Verfügung stehen,  damit sie sich noch verpuppen können. 

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