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BUND Landesverband Bremen

Weißstörche in Bremen im Aufwind

Weißstorch  (Georg Wietschorke)

Auf den Wiesen und Weiden um Bremen können regelmäßig Weißstörche bei der Nahrungssuche beobachtet werden. In extensiv genutztem und auch überschwemmtem Grünland und an Gewässern ist er bei der Nahrungssuche besonders erfolgreich.

Bereits im Laufe des Februars sind die ersten Störche aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt und haben ihre alten Neststandorte, auch Horst genannt, besetzt. Die Vögel bleiben ihren Horsten über viele Jahre treu.

Niedervieland – das Bremer Storchenparadies

In diesem Jahr sind in den Randbereichen der Grünlandgebiete (Niedervieland und Brokhuchting) insgesamt acht Storchenhorste besetzt. Weitere Nester befinden sich in der niedersächsischen Ochtumniederung auf den hohen Strommasten. Dort sind sie vom Ochtumdeich im Niedervieland sehr gut zu sehen. Die Storchenhorste sind auf dem Flyer zum Schutzgebiet Niedervieland zu finden. Um den großen Segelflieger etwas mehr ins Visier zu nehmen, bietet sich eine Radtour entlang der „Weißstorch Route“ um das Niedervieland herum an.

Einen Downloadlink vom Infoflyer finden Sie hier.

Zurzeit sieht man die Störche auf ihren langen roten Beinen durch die Wiesen laufen und nach Nahrung suchen. Das können Frösche, Mäuse und auch Insekten oder Regenwürmer sein. Einer der Partner sitzt auf den Eiern im Nest und ist oftmals kaum zu sehen. Nach einer Brutzeit von 30 bis 32 Tagen schlüpfen dann die jungen Störche, die anfangs nur 80 Gramm wiegen und aufgrund des großen Nestes in den ersten Wochen kaum zu sehen sind. Ab Mai / Juni sind dann die Jungstörche in den Nestern zu beobachten, bis diese, nach insgesamt ca. acht Wochen, das Nest verlassen und selber im Grünland nach Nahrung suchen.

Nachdem im 20. Jahrhundert die Bestände des Weißstorches stark zurückgegangen waren, gab es auch im Land Bremen 1991 nur noch ein Brutpaar. Die Gründe für den Rückgang dieser schönen großen Vögel lag in der Intensivierung der Landwirtschaft und den Lebensraumverlusten durch Grünlandumbrüchen und Trockenlegungen von Flussauen. Die Nahrungstiere (Insekten) verschwanden durch den Einsatz von Pestiziden, und in den Winterquartieren der Störche in Afrika gab es zudem in den 1980er Jahren Dürreperioden, die sich auch auf die Störche auswirkten. Seit den 1990er Jahren erholen sich die Bestände des Weißstorches aber wieder, auch in Bremen. Aktuell ist der Bestand wieder auf rund zwölf Paare angestiegen.

Weißstörche auf Horst  (Birgit Olbrich)

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