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BUND Landesverband Bremen

Hummeln - fleißige Bestäuberinnen im bunten Pelz

Hummel  (Georg Wietschorke)

Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen im Frühling krabbeln sie aus ihren Winterquartieren. Anders als bei der Honigbiene, wo immer auch einige Arbeiterinnen den Winter überleben, sterben bei den Hummeln außer der bereits begatteten Jungkönigin alle anderen Tiere im Herbst ab. Im zeitigen Frühjahr handelt es sich deshalb mit Sicherheit um Hummelköniginnen, die auf der Suche nach Blütennahrung und einem Nistplatz sind, an dem sie ein neues Hummelvolk gründen können. Sie nutzen dazu Erdhöhlen, alte Mausegänge, hohle Baumstämme oder auch einen Vogelkasten, den besonders die Baumhummel gerne nutzt. Hummeln gehören zu den Wildbienen, sind aber sozial und bilden je nach Art unterschiedlich große Völker von 50 bis 600 Tieren.

 

Jetzt im Frühling sind die Hummeln besonders auf Pollen und Nektar angewiesen - natürlich um sich nach der Winterruhe selbst zu stärken, aber insbesondere, um die ersten Larven, die aus den Eiern geschlüpft sind, mit Nahrung zu versorgen und ein Hummelvolk aufzubauen. Dies gelingt nur, wenn es genügend Frühjahrsblüher gibt. Gute Nahrung bieten Gehölze wie Weiden, Kornelkirschen, Schlehen und Obstbäume. Zu den früh blühenden, Nektar und Pollen spendenden Stauden zählen Lungenkraut, Schlüsselblumen oder Blaukissen. Auch Zwiebelblumen wie Scilla, Tulpen und Osterglocken sind wichtig, denn sie können besonders frühzeitig im Jahr Nahrung bieten.

 

Viele Hummelarten sind bedroht. Sieben Hummelarten wie die Erdhummel, Steinhummel oder Ackerhummel sind noch vergleichsweise häufig. Dagegen sind die übrigen 13 Hummelarten, die in Bremen und Niedersachen vorkommen, gefährdet, vom Aussterben bedroht oder bereits verschwunden. Ihnen fehlen auf dem Lande sowohl das Nahrungsangebot als auch die Nistmöglichkeiten. Aber auch Gifte und Parasiten machen ihnen zu schaffen. Deshalb: Helfen Sie mit, machen Ihren Garten etwas wilder und natürlicher und sorgen Sie für ein ganzjähriges nektarspendendes Blütenangebot.

Erdhummel  (Pixabay)

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