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BUND Landesverband Bremen

Laichschnur oder Laichballen – Welcher Lurch steckt dahinter?

Laichballen  (Adege, Pixabay)

Jetzt beginnt die Laichzeit der Amphibien. Während Grasfrösche ihre Eier in Ballen ablegen, bilden die Erdkröten lange Schnüre aus, in denen sich die Eier aneinanderreihen. Sowohl Grasfrosch als auch Erdkröte kommen häufig in Gärten und Grünanlagen am Stadtrand vor. Die Bestände des Grasfroschs sinken allerdings stark. Der Erdkröte geht es dagegen noch recht gut. Jedes Frühjahr wandern beide Lurcharten von ihren Winterquartieren zu ihren Laichgewässern und müssen dabei oftmals Straßen überqueren. Das bedeutet für viele Tiere den Tod durch Überfahren oder infolge des Strömungsdrucks der Autos auf die Straße bei mehr als Tempo 30.

Unser Tipp: Kontrollieren Sie zu den Wanderzeiten bitte Ihre Kellerabgänge und Kellerschächte auf hineingefallene Amphibien und befreien Sie sie. Anfassen ist in diesem Fall erlaubt.

Nach den warmen Nächten in der ersten Märzhälfte konnten wir am Mitte des Monats die ersten Grasfrosch-Laichballen und auch die ersten laichenden Erdkröten im Park links der Weser beobachten. Aufgrund der tiefen Temperaturen in den letzten Nächten haben die Amphibien ihre Aktivitäten zurzeit wieder eingestellt, werden aber bei steigenden Wassertemperaturen wieder aktiv. Dann sind, mit etwas Glück, weitere Laichplätze der Erdkröte und deren Laichschnüre bzw. Laichplätze der Grasfrösche und ihre Laichballen an den Gewässerrändern und vielleicht sogar im Gartenteich zu sehen.

Grasfrosch und Erdkröte ernähren sich von Regenwürmern, Schnecken und sonstigem Kleingetier. Der Froschnachwuchs schlüpft als Kaulquappe aus dem Laich. Der Kaulquappe wachsen im Laufe der nächsten Wochen langsam Beine, während der Schwanz verschwindet. In warmen Regennächten im Frühsommer verlassen dann die Minilurche massenhaft die Gewässer und gehen an Land auf Jagd nach Nahrung. Denjenigen, die das Glück hatten, einen solchen Froschregen einmal mit eigenen Augen zu erleben, wird er für immer in Erinnerung bleiben.

Laichschnüre  (Adege, Pixabay)

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