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BUND Landesverband Bremen

Blütenmeere am Waldboden: Scharbockskraut und Buschwindröschen

Scharbockskraut  (Martin Rode)

In diesem Jahr blüht das Scharbockskraut in Bremen nicht wie gewöhnlich erst Ende März, sondern fast zwei Wochen früher. Wer durch den Wald geht, erkennt es jetzt an den leuchtend gelben Blüten, die den Waldboden überziehen. Die sind zwar klein, aber nicht zu übersehen. Nicht nur im Wald, auch in Böschungen, am Wegesrand und generell an halbschattigen Standorten gedeiht dieses Wildkraut. Das Scharbockskraut ist - wie so viele erste Frühlingskräuter - ein Zeichen dafür, dass sich am Wegesrand langsam, aber unaufhaltsam wieder etwas tut. Und seine hübschen gelben Blüten haben ein so sattes Gelb, dass es einfach gute Laune macht. Solange das Scharbockskraut nicht blüht, sind die Blätter essbar. Aber eben nur dann (Ganz wichtig!). Sie schmecken leicht säuerlich scharf und können in Salaten mit Wildkräutern oder in Wildkräuter-Suppen verwendet werden. Sie passen auch prima in einen Quark aus Wildkräutern. Sehr lecker schmecken Scharbockskraut-Blätter auch als Zugabe zu lauwarmem Kartoffelsalat. Oder natürlich in einem Smoothie.

 

Im Frühling sind neben den gelben Sternblüten des Scharbockskrauts auch die weißen Blütenteppiche der Buschwindröschen vielerorts zu finden. Bei Sonnenschein sind die weißen Blütenblätter sternförmig ausgebreitet. Nachts und auch bei Regenwetter schließen sich die Blüten. Buschwindröschen finden Sie in fast jedem Park, so im Bürgerpark, Knoops Park oder auf der Großen Dunge. Diese Frühjahrsblüher nutzen die kurze Zeit nach dem Winter, wenn es wieder milder wird und das Sonnenlicht noch bis zum Waldboden vordringen kann. Sie gedeihen vor allem im März und April. Nektar hat das Buschwindröschen nicht zu bieten, doch Bienen, Schwebfliegen und Käfer besuchen die Blüten regelmäßig, um sich mit Pollen zu versorgen. Ameisen verteilen die entstehenden Samennüsschen im Wald. Wenn die Bäume ihr Laub austreiben endet ihre Vegetationszeit. Die oberirdische Pflanze verwelkt und zieht sich bis zum nächsten Frühjahr in den Boden zurück. Das Buschwindröschen wächst auf nährstoffreichen Böden und gedeiht auch im Garten. Wenn sie laubabwerfende Gehölze im Garten haben z. B. eine Hainbuchenhecke oder Haselsträucher bietet es sich an, das Buschwindröschen als Bodendecker zu pflanzen. Dabei sollte im Herbst das Laub als Nährstoffspeicher liegen bleiben. Buschwindröschen sind giftig, also nicht probieren!

Buschwindröschen  (Georg Wietschorke)

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