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BUND Landesverband Bremen

Bremer Trinkwasser

Herkunft des Bremer Trinkwassers

 (BUND Bremen e.V.)

Das Trinkwasser für das Land Bremen (41 Millionen m³ pro Jahr) wird zu 100 Prozent aus Grundwasser gewonnen und hat eine gute Qualität. Doch mit den Grundwasservorkommen des Landes können nur 15 Prozent des Bedarfs gedeckt werden, die restlichen 85 Prozent stammen aus Niedersachsen.

Bremen und Bremerhaven setzen sich zu großen Teilen aus sandigen Bodenschichten zusammen, von denen einige sehr viel Wasser führen. Doch diese Vorkommen können nur zu einem geringen Teil als Trinkwasser genutzt werden. Denn ein Teil des Grundwassers wird über die Weser, die sich im tidebeeinflussten Bereich mit Nordseewasser mischt, durch Salz unbrauchbar gemacht. Die Moorgebiete des Landes Bremens verursachen außerdem in einigen Bereichen eine Absenkung des pH-Wertes im Grundwasser auf unter 5 und machen es sauer. Dadurch lösen sich Mangan und Eisen aus dem Boden und vermindern so die Qualität des Wassers.

Wasserwerk Blumenthal

In Bremen Nord werden im Wasserschutzgebiet Blumenthal jährlich 5,8 Millionen m³ Trinkwasser entnommen. Damit deckt die Stadt Bremen ca. 15 Prozent ihres Bedarfes. Bremerhaven kann immerhin 37 Prozent des Trinkwassers auf eigenem Gebiet gewinnen.

Trinkwasser aus Niedersachsen

32 Millionen m³ Wasser werden zusätzlich pro Jahr auf bremisches Gebiet transportiert. Die Entfernung zwischen Gewinnungsort und Bremen beträgt bis zu 60 km. Neben swb liefern auch niedersächsische Unternehmen Trinkwasser nach Bremen.
 

Grundwasserentnahme birgt Probleme

Die Entnahme von Grundwasser für das Land Bremen ist nicht überall ohne Folgen geblieben. Insbesondere im Landkreis Verden treten Umweltschäden aufgrund der Wasserentnahme des Wasserwerks Panzenberg im Landschaftsschutzgebiet auf. Der Grundwasserspiegel ist gesunken und die Halse, die eigentlich durch das Halsetal fließt, führt kaum noch Wasser. Aus diesem Grund sollte über Alternativen der Trinkwassergewinnung für Bremen nachgedacht werden. Es gibt auch Gebiete, wo durch die Stilllegung von Wasserwerken der Grundwasserspiegel so weit angestiegen ist, dass Keller von naheliegenden Gebäuden volllaufen, z.B. in Wulsdorf (Bremerhaven) oder in Delmenhorst. 

 

 

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