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BUND Landesverband Bremen

Für weniger Einwegbecher in Bremen und im Meer

BUND lädt zu Veranstaltung „Coffee-to-go in Bremen – Die Zukunft liegt im Becherpfandsystem“

 Der BUND lädt Café-Betreiber*innen, Bäckereien und Gastronomie sowie Politik und Verwaltung aus Bremen am Dienstag, 26. Juni 2018 10 bis 13 Uhr herzlich zu der Veranstaltung „Coffee-to-go in Bremen - Die Zukunft liegt im Becherpfandsystem“ ein. Die Veranstaltung wird gefördert vom Senator für Umwelt, Bau und Verkehr und findet in der Handwerkskammer Bremen, Ansgaritorstr. 24 statt. Die Veranstaltung informiert über verschiedene Pfandsysteme in anderen Städten und bietet somit die Möglichkeit, die Erfahrungen und Wünsche der Gastronomie- und Handelsbetriebe zu diskutieren und frühzeitig in den Prozess einzubinden.


Veranstaltungsprogramm

Stoppt den Mülleintrag über die Weser

Der Müll in unserer Meeresumwelt ist unübersehbar. Dass die Müllmenge und der Eintrag drastisch zunehmen ist ein weltweites Problem für Generationen. Der Produktion von 250 Millionen Tonnen Plastik im Jahr steht ein unzureichendes Abfallwirtschaftssystem gegenüber. Das bedeutet, dass jeden Tag mehrere tausend Tonnen weltweit in die Meere gelangen und dort für mehrere hundert Jahre verweilen.  
Der BUND will der nahezu ungehemmten Vermüllung entgegenwirken. Dabei kommt es auf ein Umdenken jedes Einzelnen an: bei Seeleuten und Landratten. Jetzt ist Handeln gefragt: Der Müll muss nicht nicht nur aus der Umwelt wieder aufgesammelt, sondern der Eintrag von Plastik in die (Meeres-) Umwelt muss drastisch eingedämmt werden. Die BUND-Kampagne „Plastik – weniger ist Meer“ setzt an dieser Stelle an.

Ist Müll im Meer gefährlich?

Sehr sogar! Denn Müll, besonders Plastikmüll ist zu einem massiven Problem für die Tierwelt in unseren Meeren geworden. Viele Tiere verstricken sich darin oder fressen ihn und gehen daran zu Grunde. Das betrifft Seevögel, genauso wie Schildkröten und Fische. Sogar die größten Meeressäuger kommen daran zu schaden. So werden regelmäßig verendete Pottwale mit großen Kunststoffteilen im Magen gefunden. Bei uns an der Nordsee werden die meisten Strände regelmäßig gereinigt, so dass das Problem zumindest den Tourist*innen nicht so offensichtlich ist. Dennoch ist die Todesursache für jeden dritten auf Helgoland aufgefundenen Vogel auf Müll zurückzuführen.

Und was hat das mit Bremen zu tun?

Obwohl es von Bremen zur Nordsee noch gut 100 km sind, schwimmt auch Müll aus Bremen vor unserer Küste. Die Weser fungiert dabei als Förderband, das achtlos weggeworfene Bonbonpapiere, illegal entsorgten Müll, den Inhalt aus aufgeplatzten gelben Säcken oder schlecht gesicherten Müll von Baustellen und Industriebetrieben innerhalb weniger Tage in die Nordsee transportiert. Wie viel das ist kann man erahnen, wenn man sich die Weserufer beispielsweise am Lankenauer Höft oder der Weichen Kante in der Überseestadt mal genauer anschaut. Aber auch direkt in der City gelangt Müll in die Weser: gerade am Osterdeich und am Werdersee gelangen die Überreste von Picknicks und Parties schnell in Wasser. Auch Zigarettenkippen sind ein Problem für unsere Gewässer.

Informations- und Netzwerkarbeit

Bremen ist über die Weser direkt mit den Meeren verbunden. Jährlich gelangen etwa 10 Millionen Tonnen Müll über die Flüsse in die Meere. Der BUND ist in verschiedenen Bremer Stadtteilen mit seiner Informations- und Netzwerkarbeit aktiv um darauf aufmerksam zu machen. Im Hemelinger Ortsteil Hastedt entstand im Rahmen der Weltgebetstages 2017 die Idee des „Hastedter Müllsammelspaziergangs“. Alle paar Monate treffen sich die Aktiven, gehen in geselliger Runde durch Hastedt und sammeln Müll. Hier erfahren Sie, wann der nächste Müllsammelspaziergang stattfindet!

Darüber hinaus unterstützt der BUND-Bremen bereits bestehende Netzwerke (z.B. den Runden Tisch Werdersee in der Neustadt) und steht gerne auch Ihnen beratend zur Seite.

Der BUND-Bremen unterstützt Sie:

  • mit der Aufbereitung von Informationen zum Thema Müll, beispielsweise mit Infomaterialien für Stände oder Vorträge
  • mit der Verbreitung von Terminen oder Aufrufen über unsere Netzwerke
  • Organisation der Logistik (bspw. Müllsäcke, Abholung des Mülls, etc.) von Müllsammelaktionen
  • Vermittlung notwendiger Kontakte zu Behörden oder Entsorgungsbetrieben

Wenn Sie aktiv werden möchten, dann schreiben Sie eine Mail an Dorothea Seeger.  


Noch besser ist es natürlich wenn der Müll gar nicht erst entsteht. Die stärkere Nutzung von Mehrwegsystemen statt der weit verbreiteten Wegwerfverpackungen ist deswegen wünschenswert. Dies schont auch unsere Ressourcen. Für die Präsentation von alternativen Produkten haben wir im Rahmen des Projektes einen BUND-Aktionskoffer entwickelt, den wir gerne ausleihen und persönlich vorstellen.

 

 

Müllsammelaktionen direkt an der Weser

Gruppenfoto nach der Müllsammelaktion Gruppenfoto nach der Müllsammelaktion  (Florian Biener / BUND )

In den Jahren 2016 und 2017 hat „Bremen räumt auf“ das Schwerpunktthema Gewässerschutz auf die Agenda gesetzt. Unter dem Motto „Weserputzich“ wurde der Müll an den Ufern der Weser stärker in den Fokus gerückt. Eine gute Idee, denn während der Müll im Meer seit Jahren die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zieht, bleibt dieser Eintragspfad von Müll meist unbeachtet, obwohl er sozusagen direkt vor unseren Füßen liegt.
2016 sammelten bei sehr ungemütlichem Wetter, 18 Freiwillige den Müll an der Weichen Kante in der Bremer Überseestadt. Dort fanden sie innerhalb von eineinhalb Stunden 50 kg Plastikmüll und sogar Autoteile und ein Feuerlöscher wurden dabei aus der Böschung geholt. Auch 2017 wurde an der Weichen Kante und zusätzlich am Lankenauer Höft Müll gesammelt. In rund 2 Stunden sammelten 60 aktive Bremer*innen mit Unterstützung des BUND-Meeresschutzbüros 155 Säcke Müll aus unmittelbarer Umgebung der Weser. Der Müll wurde anschließend an einem Informationsstand an der Schlachte präsentiert.  

Zigarettenkippen sind giftig und beständig. Sie gehören nicht auf die Straße und in die Natur, sondern in den Mülleimer.  (Dorothea Seeger)

Auch in den kommenden Jahren geht es weiter mit Aktionen zum Gewässerschutz bei "Bremen räumt auf". Der inhaltliche Fokus soll auf besonders problematischen Müllteilen liegen. In 2018 sind dies Zigarettenkippen, da diese auf zwei Arten besonders problematisch sind: zum einen lösen sich aus einem Zigarettenfilter große Mengen giftiger Stoffe und zum anderen bestehen die Filter der Zigaretten aus Kunststoff und verbleiben in der Umwelt. Mehr dazu finden Sie hier.   

Kohltour mal anders

Bei einer vom BUND Bremen und der BUNDjugend organisierten „Alternativen Kohltour“ Anfang 2017 entlang des Werdersees wurden statt der bekannten Bremer Kohltourspielchen Müllsammelspiele und –wettbewerbe gespielt und statt Müll zu hinterlassen, wurde Müll eingesammelt. Zusätzlich zu dem obligatorischen Bollerwagen für Getränke gab es zwei weitere Bollerwagen in denen der gesammelte Müll transportiert wurde. Im Anschluss gab es ein leckeres veganes Kohlgericht im Kukoon am Buntentorsteinweg. Auch 2018 fand wieder eine Alternative Kohltour gemeinsam mit der BUNDjugend und diesmal auch mit dem Bremer Jugendring statt. Im Rahmen des "Strukturierten Dialog" tauschten sich die Teilnehmer*innen nach dem gemütlichen Kohlessen mit jungen Politiker*innen zur Vermüllung der Bremer Gewässer aus. Bei der Tour wurden ingesamt etwa 20 Müllsäcke gefüllt und auch ein Fahrrad wurde aus dem Werdersee gezogen. Außerdem wurden mehr als 1000 Zigarettenkippen gesammelt.

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