Aufenthaltsqualität statt Parkplätze

 (BUND Bremen)

Das BUND Projekt "Aufenthaltsqualität statt Parkplätze" gefördert von der Deutschen Postcode Lotterie zeigt auf wie viel Raum parkende Autos im öffentlichen Raum einnehmen und wie man diesen alternativ nutzen kann, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern.

Hierfür werden im Rahmen des Projektes zwei Parklets im öffentlichen Parkraum aufgestellt. Eines im Schweizer Viertel in Bremen Osterholz einem Quartier  mit vielen Einkaufsmöglichkeiten. Das andere Parklet befindet sich in einer Wohnstraße im Stadtteil Peterswerder. Die unterschiedlichen Aufstellorte wurden gewählt um darzustellen, dass Parkraum sowohl in Wohngebieten, als auch in Einkaufsstraßen umgenutzt werden kann, um Bewohner:innen mehr Aufenthaltsqualität zu bieten. Somit können die beiden Parklets genutzt werden, um Nachbarn zu treffen, kurz zu verweilen, ein Buch zu lesen oder etwas zu essen. Gleichzeitig bieten die Parklets einen kleinen Straßenbaum der ein wenig Schatten spendet und zur Begrünung der Straße beiträgt. In den Pflanzkästen können von den Anwohner:innen Kräuter geerntet werden. Das Parklet bietet außerdem 2-4 Sitzplätze und einen kleinen Tisch.

Die beiden Parklets wurde nach dem Vorbild der "Wanderbaumallee" gebaut. Es handelt sich hierbei rechtlich um Handkarren, die, da sie auf zwei Rädern stehen, laut Straßenverkehrsordnung als Fahrzeuge legal und unbegrenzt auf legalen Parkplätzen abgestellt werden können. Solche Wanderbaummodule sind bereits in anderen Bremer Stadtteilen im Einsatz. 

Neues Parklet in der östlichen Vorstadt

Parklet in der Braunschweiger Straße  (Sarah Schomaker)

Bremen, 16. Oktober 2024. Der BUND Bremen hat jetzt mit Unterstützung der Deutschen Postcode Lotterie in der Braunschweiger Straße ein neues Parklet-Modul vom Typ „Wanderbaum“ aufgestellt. Das Parklet steht vor einem Haus, dessen Bewohner sich nun am Carsharing beteiligt und auf ein eigenes Auto verzichtet. Das Projekt zielt darauf ab aufzuzeigen, wie Parkflächen auch anders genutzt werden können. Gleichzeitig wird so die Aufenthaltsqualität in der Straße verbessert und den Bürger:innen ein einladender Raum zum Verweilen geboten. Denn die Braunschweiger Straße ist derzeit massiv und beidseitig aufgesetzt zugeparkt. Das Parklet bietet Sitzgelegenheiten, einen Straßenbaum und weitere Begrünung, um eine grüne Oase im urbanen Raum zu schaffen. Es soll nicht nur als Ort der Entspannung dienen, sondern auch die Nachbarschaft stärken und die Interaktion zwischen den Anwohner:innen fördern.

BUND-Aktive, Anwohner*innen und Mitarbeiter von der Gröpelinger Recycling Initiative freuen sich über die neue Sitzmöglichkeit in der Braunschweiger Straße.  (Sarah Schomaker)

„Mit dem Parklet ‚Wanderbaum‘ möchten wir einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität in der östlichen Vorstadt leisten“, erklärt Paul Stillger, wissenschaftlicher Mitarbeiter für Mobilität vom BUND Bremen. „Es ist wichtig, dass wir Räume schaffen, in denen sich die Menschen wohlfühlen und miteinander ins Gespräch kommen. Wir freuen uns nun auf eine positive Resonanz und darauf, das Miteinander noch ein Stück lebenswerter zu gestalten.“

Die Installation des Parklets wird gefördert von der Post Code Lotterie. Das Parklet hat die Holzwerkstatt der Gröpelinger Recycling Initiative (https://gri-bremen.de/) nach dem Vorbild der Wanderbaumallee Module gebaut.

Das Projekt wird gefördert von der Deutschen Postcode Lotterie

Ihre Ansprechperson

Foto von Katja Muchow von vorne. Foto von Birgit Wingrat.

Katja Muchow


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