Der BUND Bremen und seine Projekte

Der BUND Bremen und seine Projekte

Der BUND Bremen lebt durch seine Aktiven, seine Projekte und Aktionen. Sie zeugen von großem Ideenreichtum, eindrucksvollem Engagement und vielfältigen Themen. So setzen wir uns gemeinsam im Rahmen der Demokratie für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz erfolgreich ein.

Übersicht der BUND Bremen Projekte

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3/4plus Schulprojekte Wasser

Wofür nutzen wir jeden Tag Wasser? Wieviel Wasser ist das? Und wo kommt es eigentlich her?

Diesen und mehr Fragen gehen wir mit unseren Unterrichtsangeboten in den „3/4plus Schulprojekten Wasser“ auf den Grund. Für verschiedene Altersgruppen (Klasse 2 bis Sekundarstufe II) sind zumeist kostenfreie Veranstaltungen in- und außerhalb der Schule buchbar. 

Bei der „Wasseraktion: Wasser ist kostbar“ für Klasse 3 steht zum Beispiel das Wasser im Alltag und Möglichkeiten zum Wassersparen im Vordergrund. Beim Angebot „GPS-Tour WeserStrom“ für Jahrgang 5 bis 7 gehen Schüler:innen an Wasser-relevanten Punkten entlang der Weser auf Entdeckungstour. Bei der „Wasserexpedition Blauer Planet“ für Mittel- und Oberstufe geht es (unter anderem) um globale Aspekte von Verteilungsgerechtigkeit der Ressource Wasser.
Der Schwerpunkt der Veranstaltungen liegt immer auf dem eigenen Erleben von Phänomenen, dem selbständigen Erarbeiten von Inhalten und dem Transfer in den eigenen Alltag. Denn sicher ist: Wasser ist ein kostbares Gut und wir alle müssen mithelfen, sorgsam damit umzugehen und es zu schützen!

Schulprojekte Wasser im Rahmen von 3/4plus sind Teil von „3/4plus - Clevere Energie- und Wassernutzung an Schulen im Land Bremen“.  Ziel ist es durch technische und pädagogische Maßnahmen den Energie und Wasserverbrauch an Schulen in Bremen und Bremerhaven zu senken und ein Bewusstsein für Klima- und Ressourcenschutz bei allen Mitarbeitenden von Schulen sowie bei den Schüler:innen zu schaffen. Heute sind alle öffentlichen Schulen im Land Bremen beteiligt und mehrere Tausend Schüler:innen nehmen pro Jahr an den Unterrichtsangeboten der 3/4plus Schulprojekte Wasser teil.


Übrigens:
Der Name „3/4plus“ basiert auf dem ursprünglichen finanziellen Anreizsystem: Teilnehmende Schulen bekamen zu Anfang des Projektes 3/4plus ihrer eingesparten Energie- und Wasserverbrauchskosten zurückerstattet. Mittlerweile erfolgt die Prämienberechnung nach einem neuen Schlüssel – der Name 3/4plus ist geblieben.


Projektlaufzeit: 1.01.2026 bis 31.12.2027


Kooperationspartner*innen: In Bremen sind an 3/4plus die gemeinnützige Klimaschutzagentur energiekonsens, die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, der Senator für Kinder und Bildung sowie Immobilien Bremen beteiligt, in Bremerhaven noch Seestadt Immobilien und das Schulamt. 


Gefördert von: Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft


 

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Das Meer beginnt in Bremen: Belastungen an Land adressieren und das Meer schützen

Das Ziel des Projektes ist es, den Zustand der Weser zu verbessern und damit auch einen Beitrag zum Schutz der Meere zu leisten. Denn was in Bremen geschieht, wirkt bis in die Nordsee: Verschmutzung, Fischerei und andere Belastungen beginnen nicht erst an der Küste, sondern oft mitten im Binnenland.
 

Durch Bildungsangebote wie Schulveranstaltungen, Ausstellungen und organisierte Müllsammelaktionen werden Bürger:innen über Zusammenhänge zwischen lokalen Einträgen und marinen Ökosystemen informiert. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Verringerung von Mülleinträgen (vor allem von Einwegplastik) sowie die Förderung eines bewussten Fischkonsums.
Gemeinsam mit einem Netzwerk zivilgesellschaftlicher Organisationen im Bündnis „Exit Plastik“ werden diese Themen aktiv in die Öffentlichkeit getragen.


Ein zentraler Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit mit Kommunen: Engagierte Städte und Gemeinden werden dabei unterstützt, Plastik zu vermeiden und auf Kreislaufwirtschaft umzustellen. Gemeinsam mit dem Runden Tisch Meeresmüll entwickelte Leitfäden und Best-Practice-Beispiele werden direkt in die Kommunen eingebracht und der Austausch mit Küstenkommunen an Nord- und Ostsee gefördert. So setzen Städte konkrete Maßnahmen um und stärken den Meeresschutz vom Binnenland bis zur Küste.


Neben sichtbaren Belastungen wie Müll und Fischerei nimmt das Projekt auch eine oft übersehene Umweltbelastung in den Blick: Unterwasserlärm. In Kooperation mit Akteur:innen der Freizeitschifffahrt auf der Weser, Marinas und der Wissenschaft wird die Geräuschkulisse im Fluss untersucht. Messungen helfen eine fundierte Grundlage für mögliche Maßnahmen zur Reduzierung von Unterwasserlärm zu schaffen.


Das Projekt macht deutlich: Bewusstsein und die Verringerung von Mülleinträgen, Fischereidruck und Unterwasserlärm in der Weser tragen dazu bei, die Belastung mariner Ökosysteme zu reduzieren und langfristig gesündere Meere zu fördern.


Projektlaufzeit: 01. Juni 2026 bis 31. Mai 2028


Kooperationspartner:innen: Hochschule Bremen – Institut für Wasserschall, Sonartechnik und Signaltheorie (IWSS)


Gefördert von: Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft Bremen (SUKW)


 

Gefangen – Geschichten von beiden Seiten des Netzes

Das Projekt „Gefangen – Geschichten von beiden Seiten des Netzes“ verwandelt den städtischen Raum in einen Ort, an dem eine unerwartete Verbindung zum Meer entsteht. Mit einer Kunstinstallation zeigen wir die unsichtbare Realität der Fischerei und ihre Auswirkungen. Wir stellen die industrielle Ausbeutung des Meeres seiner zerbrechlichen Schönheit gegenüber, indem wir großformatige Fotografien und die eindrucksvolle Installation eines Grundschleppnetzes einsetzen. So regen wir einen Dialog über die Beziehung zwischen Meer und Mensch an. 

Die industrielle Fischerei, insbesondere zerstörerische Methoden wie die Grundschleppnetzfischerei, bleibt für die meisten Menschen weitgehend unsichtbar. Viele Verbraucher:innen wissen nicht, wie der Fisch auf ihren Tellern gefangen wurde und welche Auswirkungen dies auf die Meeresökosysteme hat. Dieses Projekt macht diese Themen in der Stadt sichtbar – dort wo die meisten Menschen leben und wo politische Entscheidungen über Meeresschutz, maritime Wirtschaft und Konsum getroffen werden. 

Anstatt mit dem Finger zu zeigen, beziehen wir die Fischerei in die Diskussion mit ein und demonstrieren, wie die Fischerei an vielen Orten besser betrieben werden kann und bereits betrieben wird, anstatt sie pauschal zu verurteilen. Dies fördert Dialog statt Spaltung und integriert die Perspektiven von Fischer:innen, Meeresschützer:innen und Wissenschaftler:innen, um gegenseitiges Verständnis und lösungsorientierte Diskussionen zu fördern.


Projektlaufzeit: 01. Februar 2026 bis 31. Dezember 2026


Kooperationspartner:innen: Julia Ochs, Fotografin


Gefördert von: Deutsche Postcode Lotterie, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft Bremen



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Gemeinsam Wassersparen: für Bremen und die Natur

Trinkwasser in Bremen – Warum Sparen so wichtig ist

Bremen verbraucht jährlich rund 30,6 Millionen Kubikmeter Trinkwasser, das vollständig aus Grundwasser gewonnen wird. Durch Bevölkerungswachstum und den Klimawandel wird dieser Bedarf bis 2050 voraussichtlich auf 34,4 Millionen Kubikmeter steigen – neue Wasserquellen lassen sich jedoch nicht erschließen.
Die Grundwasserentnahme schadet bereits heute der Natur: Im Halsetal bei Verden trocknen Flüsse aus, und die steigende Nitratbelastung in niedersächsischen Grundwässern macht künftig eine aufwendigere Aufbereitung notwendig. Weniger Wasserverbrauch bedeutet zudem weniger Energieverbrauch – besonders beim Warmwasser lassen sich so fossile Brennstoffe einsparen.


Der BUND Bremen setzt daher im Projekt „Trinkwassereinsparung in Bremen" auf mehrere Maßnahmen: Gebäudebegehungen in Einrichtungen mit konkreten Einspartipps, der direkte Einbau von Sparperlatoren, um den Wasserdurschfluss zu verringern und effizienten Toilettenspülungen sowie Aufklärungsarbeit für Bürger:innen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Nutzung von Regen- und Grauwasser, etwa für Toilettenspülungen oder Waschmaschinen – besonders lohnend in größeren Gebäuden wie Hotels, Turnhallen oder Wohnanlagen.


Auch das sogenannte „Virtuelle Wasser" – also Wasser, das für die Herstellung von Produkten und Lebensmitteln verbraucht wird – ist Teil der Bildungsarbeit. Denn schon durch bewusstes Kaufverhalten lässt sich weltweit Wasser schonen. 
Weiterhin beinhaltet die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit die Veranstaltungen des WASSERFORUMS Bremen. Das Bündnis legt besonderen Wert darauf, dass sowohl lokal als auch global der Umgang mit Wasser nachhaltig und damit auch den örtlichen Gegebenheiten angepasst ist.


Projektlaufzeit: 01. Januar 2026 bis 31. Dezember 2027


Kooperationspartner:innen: Verein für Mangrovenschutz e.V., Bremer Arbeitsgemeinschaft für Überseeforschung und Entwicklung (BORDA), Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz), Bremer Umwelt Beratung


Gefördert von: Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft der Freien Hansestadt Bremen


 

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Kleingewässer unter Hitzestress (KluH)

Wie geht es den Teichen, Tümpeln und Gräben in Bremen und Bremerhaven? 

Diese oft unscheinbaren Kleingewässer sind wertvolle Lebensräume – und zugleich besonders sensibel gegenüber den Folgen des Klimawandels. Längere Trockenperioden, steigende Temperaturen und veränderte Niederschlagsmuster setzen ihnen zunehmend zu. Wasserstände sinken, Gewässer trocknen aus und damit geraten auch zahlreiche Tier- und Pflanzenarten unter Druck.


Hier setzt das landesweite Projekt „Kleingewässer unter Hitzestress“ an, welches sich an alle weiterführenden Schulen in Bremen und Bremerhaven richtet. Ziel ist es, den Zustand der Kleingewässer systematisch zu erfassen und gleichzeitig junge Menschen für Natur- und Klimaschutz zu begeistern. Schüler:innen der Jahrgänge 9 bis 11 werden dabei selbst zu Forschenden: Sie untersuchen Gewässer in ihrer direkten Umgebung, führen Messungen durch und dokumentieren Veränderungen über das gesamte Jahr hinweg.
Im Fokus stehen sowohl chemisch-physikalische Faktoren wie Nährstoffgehalte, pH-Wert, Temperatur und Sauerstoff als auch die biologische Vielfalt im und am Gewässer. Ergänzt werden diese Informationen durch den Einbezug regionaler Wetter- und Klimadaten, wodurch Zusammenhänge zwischen Klimaentwicklung und Gewässerzustand sichtbar werden.

Ein zentrales Element des Projekts ist die kontinuierliche Beobachtung: Die Schüler:innen führen regelmäßig Messungen durch, dokumentieren Wasserstände und halten ihre Erkenntnisse in einem Gewässertagebuch fest. So entsteht ein differenziertes Bild der jahreszeitlichen Dynamik. Die erhobenen Daten werden in bestehende Datenbanken eingespeist und leisten einen wertvollen Beitrag zum Umweltmonitoring.

Darüber hinaus übernehmen die teilnehmenden Klassen Patenschaften für „ihr“ Gewässer. Diese Verantwortung stärkt nicht nur das Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge, sondern auch die eigene Wirksamkeit. Auf Basis ihrer Ergebnisse entwickeln die Schüler:innen konkrete Vorschläge für Schutz- und Verbesserungsmaßnahmen und bringen diese in den Dialog mit Behörden ein.
 

Das Projekt verbindet Erkenntnisgewinnung mit aktivem Engagement vor Ort. Es schafft ein nachhaltiges Bewusstsein für die Bedeutung von Kleingewässern im Klimawandel und zeigt konkrete Handlungsmöglichkeiten auf. Durch die Kombination aus Datenerhebung, Verantwortungsübernahme und Wissensvermittlung entsteht ein langfristiger Mehrwert – für die beteiligten Schüler:innen ebenso wie für den Schutz und die Entwicklung dieser sensiblen Lebensräume.

Dieses Projekt wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert. 


Projektlaufzeit: 01. April 2026 bis 31. Juni 2028


Gefördert von: Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE)


 

Klimaquartier Ellener Hof

Das Klimaquartier Ellener Hof schließt Blockdiek und das Ellener Feld und das Stadtleben Ellener Hof ein. Ziel ist es, Klimaschutz im Alltagshandeln umzusetzen. Durch vorangegangene Projekt konnten hier bereits Selbsthilfe-Werkstätten zum Thema Nähen, Elektrogeräte und Holzmöbel etabliert werden. Zudem gibt es einen großen Gemeinschaftsgarten mit angrenzendem Insektengarten. Bei regelmäßigen Kleidertauschveranstaltungen und durch den öffentlich zugänglichen Tauschschrank können gebrauchte Gegenstände weiterverwendet und so Ressourcen gespart werden. Diese Klimaschutzaktivitäten werden von Ehrenamtlichen betreut. Neue Bewohner:innen sollen für Klimaschutzaktivitäten gewonnen und das Thema nachhaltiger Konsum und Abfallvermeidung eine wichtige Rolle spielen, um Ressourcen zu schonen. Mehr Informationen gibt es auf der Seite der Kimaquartiere.


Projektlaufzeit: 01. Januar 2026 bis 31. Dezember 2027


Kooperationspartner:innen: Stadtleben Ellener Hof, Bremer Heimstiftung, Bras, Quartiersbildungszentrum und Kitas und Schulen im Quartier


Gefördert von: Das Projekt „Zukunft nachhaltig gestalten im Klimaquartier Ellener Hof“ des BUND Bremen wird von BINGO! Die Umweltlotterie und der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft Bremen gefördert.


 

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Klimaquartier Schweizer Viertel

Der BUND engagiert sich im Schweizer Viertel im Bereich Klimaschutz zusammen mit Bewohner:innen und Einrichtungen des Schweizer Viertels. Nähen, Tauschen, Teilen und Reparieren von Elektrogräten zählen zu den Angeboten ebenso gemeinsames Gärtnern, klimafreundliches Kochen, Abfall vermeiden und nachhaltige Mobilität. Alle sind eingeladen ihre Ideen und ihre Tatkraft mit einzubringen, um das eigene Quartier klimafreundlicher zu gestalten. Auf der Webseite der Klimaquartiere gibt es eine Übersicht aller Aktionen, Veranstaltungen und Terminen.


Projektlaufzeit: 01. Mai 2025 bis 29. Februar 2028


Kooperationspartner:innen: Quartiersmanagement, Martinsclub, Mehrgenerationenhaus Bremer Heimstiftung, Grundschule Ellenerbrokweg, Bras, Förderverein Schweizer Viertel, Gewoba


Gefördert von: Das Projekt Klimaquartier Schweizer Viertel des BUND Bremen wird von der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft Bremen im Rahmen des Förderprogramms „Klimaschutz im Alltag“ und aus WiN (Wohnen in Nachbarschaften) Mitteln gefördert.


 

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“Rewilding Dogger Bank” Seascape Programme

Das Projekt „Rewilding Doggerbank“ verfolgt das Ziel, eines der ökologisch bedeutendsten Meeresgebiete Europas wiederherzustellen. Die Doggerbank, eine rund  25.000 km² große Sandbank in der Nordsee, erstreckt sich über die Gewässer von Großbritannien, den Niederlanden, Deutschland und Dänemark und dient zahlreichen Arten als Laich-, Aufwuchs- und Nahrungsgebiet.

Trotz ihres Schutzstatus als Natura 2000-Gebiet ist die Doggerbank stark beeinträchtigt. Jahrzehnte intensiver Nutzung – insbesondere durch Grundschleppnetzfischerei, Rohstoffabbau, Energiegewinnung und Schifffahrt – haben zu erheblichen Verlusten an Biodiversität und zur Zerstörung wichtiger Lebensräume geführt.

Das Projekt setzt hier mit einem internationalen und integrativen Wiederherstellungsansatz an. Zentrale Maßnahmen sind der Schutz des Gebiets vor schädlichen Nutzungen durch juristische Schritte, die aktive Wiederansiedlung Schlüsselarten wie der Europäischen Pferdemuschel sowie die Förderung natürlicher Erholungsprozesse. Ziel ist es, verloren gegangene Riffstrukturen wieder aufzubauen und damit die Grundlage für die Rückkehr zahlreicher weiterer Arten zu schaffen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der gesellschaftlichen und politischen Verankerung des Meeresschutzes. Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit von Wissenschaft, Kunst, Politik und Zivilgesellschaft soll die Nordsee stärker als schützenswerter Lebensraum mit eigenem Wert wahrgenommen werden.

Das internationale Vorhaben wird von der Doggerland Foundation gemeinsam mit internationalen Partnerorganisationen umgesetzt. Der BUND ist als deutscher Partner beteiligt und ergänzt das Vorhaben zusätzlich im Rahmen des deutschen Kooperationsprojekts „Wiederherstellung des Internationalen Lebensraumes Doggerbank“ (WILD).


Projektlaufzeit: 01. August 2025 bis 2028


Kooperationspartner:innen: Stichting Doggerland (Niederlande), Blue Marine Foundation (Großbritannien), Stichting ARK (Niederlande), WWF Verdensnaturfonden (Dänemark), Stichting Partizan Publik (Niederlande)


Gefördert von: Endangered Landscapes & Seascapes Programme und weitere


 

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Sommer, Sonne, Hitzestau?! - Coole Ideen gegen den Hitzestress

Das Projekt „Sommer, Sonne, Hitzestau?!  - Coole Ideen gegen den Hitzestress“ richtet sich an Schüler:innen der Jahrgänge 5 bis 7. Diese reflektieren ihre Erfahrungen mit Hitze in der Stadt und entwickeln auf kreative Art Lösungsansätze für ihren Nahbereich. Die Ergebnisse sollen in die Öffentlichkeit getragen werden.
Klimaanpassungsmaßnahmen werden im Zuge einer sich erwärmenden Welt in der Klimakrise unumgänglich sein. Eine Stadt "grüner" und "blauer" zu machen, das heißt Vegetation (in Form von Bäumen, Grünflächen, Fassaden- und Dachbegrünung) sowie Wasser-Elemente in bestehende Stadtflächen zu integrieren. Das ist ein Weg, eine Stadt zukunftsfähig und lebenswert zu gestalten. Zudem wird durch diese Maßnahmen die urbane Biodiversität gefördert.

Im Projekt „Sommer, Sonne, Hitzestau?!" sollen an drei Schulen über je ein Schulhalbjahr Unterrichtsangebote von jeweils etwa 90 Minuten pro Woche durchgeführt werden, eingebettet in freiere Lernphasen wie zum Beispiel in Werkstätten oder den FREI DAY. Die Ausgestaltung der Angebote orientiert sich an der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Ein besonderer Fokus liegt auf der Förderung von Partizipationsfähigkeit und Selbstwirksamkeitserfahrung der Kinder und Jugendlichen.

Neben der Reflexion eigener Erfahrungen mit Hitze in der Stadt sollen die Schüler:innen Recherchen durchführen (lokal und global, eventuell auch Erkundungsgänge mit Expert:innen), gegebenenfalls Hitzephänomene dokumentieren und Lösungsansätze für einen von ihnen gewählten “Lieblingsort“ in ihrem Nahbereich in einer sich erwärmenden Welt entwickeln.
Diese Lösungsansätze setzen sie in Form von kreativen Produkten um - nach Möglichkeit als dreidimensionale Modelle (vor allem aus Upcycling-Materialien) oder auch als (Foto-)Collagen. Sofern es zeitlich möglich ist, arbeiten die Schüler:innen auch an einem Projekt zur Klimaanpassung in Bremen aktiv mit (zum Beispiel Hilfe bei Entsiegelungsarbeiten, Pflanzungen…).

Die von den Schüler:innen gestalteten Modelle sollen zum Halbjahresende in der jeweiligen Schule ausgestellt und somit das Thema der Schulöffentlichkeit vorgestellt werden. Zum Ende des Projekts sollen die Produkte aller Schulen in einer gemeinsamen Ausstellung an einem geeigneten Ort der Bremer Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Den Anfang macht seit Februar 2026 die Gesamtschule Mitte (GSM) am Standort Hemelinger Straße mit einer wöchentlichen Schüler:innen-Werkstatt „Ideen gegen des Hitzestress“.


Projektlaufzeit: 1. Januar 2026 bis 31. Dezember 2027


Gefördert von: BINGO!-Umweltlotterie


 

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Stadtnatur – Biodiverses Bremen

Der BUND Bremen möchte anknüpfend an die gerade von SUKW entwickelte Biodiversitätsstrategie mit dem Insektenschutzprogramm gezielt Biotope schaffen und so beispielhaft zeigen, was für den Insektenschutz in der Stadt getan werden kann und wie vielfältig unsere Kulturlandschaft (von Streuobstwiese, Kleingarten, Blühstreifen, Stadtbaum oder kleine Wildnis) sein kann! 

Die Vermittlung von Insektenschutz und der naturnahen Gestaltung im eigenen Garten auf öffentlichen Grünflächen, das Erleben von Wildnis und das Kennenlernen von alten Apfelsorten und ihres Biotops werden in diesem Projekt im Fokus stehen – mit dem Ziel die Biodiversität weiter zu fördern, Bremer:innen das richtige „Werkzeug“ dafür an die Hand zu geben und durch ko-kreative Prozesse lokal zu handeln und so global zusammenzuhalten.

Das Projekt widmet sich unter anderem dem Schutz und der Förderung der Insektenpopulationen durch die Umsetzung naturnaher Gestaltungsmaßnahmen. Ziel ist es, durch gezielte Maßnahmen die Vielfalt und den Lebensraum für Insekten in unserer Umgebung zu erhalten und zu verbessern und möglichst viele Menschen zum eigenen Handeln zu bewegen.


Projektlaufzeit: Januar 2025 bis Dezember 2026


Kooperationspartner:innen:  -


Gefördert von: Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft der Freien Hansestadt Bremen


 

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Studie zur Kohlenstoffspeicherkapazität mariner Sedimente in der deutschen Ostsee (KomSO)

Die deutsche Ostsee ist nicht nur ein einzigartiger Naturraum, sondern auch ein bislang wenig beachteter Verbündeter im Klimaschutz. In ihrem Meeresboden lagern große Mengen Kohlenstoff, die über lange Zeiträume gespeichert werden können. Das Projekt KomSO untersucht, wie diese natürlichen Speicher funktionieren – und wie wir sie besser schützen und nutzen können.

Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie kann die Ostsee wirksam zum Klimaschutz beitragen? Denn Eingriffe wie bodenberührende Fischerei können Sedimente aufwirbeln und gespeicherten Kohlenstoff freisetzen. Gleichzeitig eröffnet der gezielte Schutz besonders sensibler Gebiete die Chance, die Klimaschutzleistung des Meeres deutlich zu stärken.

KomSO verbindet dazu wissenschaftliche Forschung mit politischer Praxis. Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse werden gezielt in aktuelle politische Prozesse auf nationaler, europäischer und regionaler Ebene eingebracht. So können sie direkt in Entscheidungen einfließen – etwa beim Schutz von Meeresgebieten oder bei der nachhaltigen Nutzung der Ostsee. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass politische Entwicklungen frühzeitig in die Forschung zurückgespielt werden.

Ein zentraler Bestandteil ist die enge Zusammenarbeit verschiedener Partner: Wissenschaftliche Einrichtungen, das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der BUND arbeiten gemeinsam daran, Wissen zu bündeln und wirksam zu vermitteln. Der BUND übernimmt dabei eine wichtige Rolle als Brücke zwischen Forschung, Politik und Gesellschaft.

Darüber hinaus entsteht ein praxisorientierter Leitfaden, der zeigt, wie sich die Kohlenstoffspeicherung im Meeresboden verlässlich erfassen lässt. Dieser wird international abgestimmt und soll künftig als gemeinsame Grundlage dienen, um Maßnahmen vergleichbar und wirksam zu gestalten.

Mit verständlichen Informationsangeboten, Faktenchecks und Ausstellungen macht KomSO das Thema auch für die Öffentlichkeit greifbar. So trägt das Projekt dazu bei, das Bewusstsein für die Bedeutung der Ostsee im Klimaschutz zu stärken – und konkrete Lösungen für ihren Schutz voranzubringen.


Projektlaufzeit: 15.September 2024 - 14. November 2027


Kooperationspartner:innen: Alfred-Wegener-Institut (AWI) Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, Helmholtz-Zentrum Heroen GmbH, GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, Leibnitz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW), Bundesamt für Naturschutz (BfN)


Gefördert von: BfN/BMUKN im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK)


 

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Umweltbildung Landesverband Bremen

Der BUND Bremen bietet ein vielfältiges, ganzjähriges Umweltbildungsprogramm für Kinder, Jugendliche, Familien sowie pädagogische Fachkräfte an. Die Angebote finden an unterschiedlichen Lernorten in Bremen und Bremerhaven statt und verbinden Naturerfahrung, Artenkenntnis, Klimabildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).
 

Umweltbildung Bremen-Mitte
 

In Bremen-Mitte organisiert der BUND ein breites Spektrum an natur- und umweltpädagogischen Veranstaltungen. Dazu zählen thematische Naturführungen, etwa zu Fledermäusen oder Pilzen, Ferienangebote in der Natur sowie offene und feste Naturgruppen. Darüber hinaus werden Projekte für Kitas und Schulen zu verschiedenen Themen wie Insekten, Gewässer, Klimawandel oder Biodiversität durchgeführt. Ergänzend gestaltet der BUND regelmäßig Natur-AGs an verschiedenen Schulen.


Umweltbildung Bremen-Nord


Im Bremer Norden nutzt der BUND Parks, Grünflächen, Gärten und Streuobstwiesen als Lernorte für Umweltbildung. Hier finden Naturerkundungen, Ferienprogramme sowie regelmäßige Naturschutz-, Garten- und Naturgruppen statt. Kinder und Familien entdecken Lebensräume vor der eigenen Haustür und lernen ökologische Zusammenhänge praktisch kennen. Insbesondere für Kinder aus Familien mit Migrationserfahrung eignen sich unsere Naturangebote mit allen Sinnen.


Umweltbildung Bremerhaven


In Bremerhaven bietet der BUND Umweltbildungsangebote für Kinder, Jugendliche und Familien an. In öffentlichen Grünräumen und Naturräumen werden Exkursionen, Mitmachaktionen und Ferienangebote umgesetzt, die Artenkenntnis, Naturerleben und Umweltbewusstsein fördern. An Schulen betreut der BUND Natur-AGs sowie Projekte zur Förderung der Biodiversität.


BUND Kinderwildnis


Die BUND Kinderwildnis mitten in Bremen ist ein für alle offener Naturerlebnisraum. Kinder können hier spielen, bauen, forschen und Natur selbstbestimmt erleben. Ergänzt wird das Angebot durch pädagogisch begleitete Veranstaltungen, Ferienprogramme und regelmäßige Gruppenangebote.


Artenkisten


Zur Unterstützung der Umweltbildungsarbeit stellt der BUND verschiedene Artenkisten zur Ausleihe bereit. Diese enthalten Materialien, Spiele und Bestimmungshilfen zu unterschiedlichen Artengruppen und ermöglichen eine praxisnahe, niedrigschwellige Vermittlung von Artenkenntnis zu den Themen Insekten, Hummeln, Amphibien, Vögel, Pilze, Streuobstwiese, Wald und Wiese.


Projektlaufzeit: Fortlaufend.


Gefördert von: u.a. die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft und hanseWasser


 

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Wiederherstellung des Internationalen Lebensraumes Doggerbank (WILD)

Das Projekt „WILD – Wiederherstellung des internationalen Lebensraums Doggerbank“ zielt darauf ab, die Biodiversität der größten Sandbank der Nordsee langfristig zu schützen und wiederherzustellen. Die Doggerbank erstreckt sich über das Meeresgebiet von 4 Ländern: Großbritannien, die Niederlande, Deutschland und Dänemark. Die Sandbank spielt eine zentrale Rolle im Ökosystem der Nordsee und bietet zahlreichen Arten – darunter Fische, Wirbellose, Meeressäuger und Seevögel – wichtige Laich-, Aufwuchs- und Nahrungsräume.

Durch intensive menschliche Nutzung wie Fischerei, Schifffahrt, Rohstoffförderung und Offshore-Windenergie sowie durch klimabedingte Veränderungen hat sich das Ökosystem jedoch stark gewandelt. Besonders bodenlebende Arten sind vielerorts zurückgegangen, wodurch wichtige Strukturen und Funktionen des Lebensraums fehlen.

Das Projekt untersucht daher die historische Entwicklung und den aktuellen Zustand der Biodiversität auf der Doggerbank und analysiert die Auswirkungen menschlicher Eingriffe. Darauf aufbauend werden besonders schützenswerte Gebiete, Lebensräume und Schlüsselarten identifiziert. Ziel ist es, im deutschen Natura 2000-Gebiet auf der Doggerbank konkrete Maßnahmen zur Wiederherstellung der ökologischen Funktionen zu entwickeln, zu erproben und gemeinsam mit Behörden, Wissenschaft und weiteren Stakeholdern umzusetzen.

Das Vorhaben wird vom BUND-Meeresschutzbüro in Bremen in Kooperation mit wissenschaftlichen Partnern durchgeführt und leistet einen wichtigen Beitrag zum internationalen Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Nordsee. Dabei ist WILD ein wichtiges Puzzlestück in den internationalen Bemühungen die Doggerbank zu schützen. Die Ergebnisse und Maßnahmen des Projekts fließen unmittelbar in das internationale Projekt „Rewilding Doggerbank“ ein.


Projektlaufzeit: 01. April 2026 bis 31. März 2029


Kooperationspartner:innen: Alfred-Wegener-Institut (AWI), Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven, Bremen, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Abteilung für Marine Zoologie, Frankfurt, Hessen


Gefördert von: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) - Meeresnaturschutzfonds


 

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