Sommer, Sonne, Hitzestau?!

Coole Ideen gegen Hitzestress

Über das Projekt

Das Projekt

Modellbau zur Klimaanpassung Modellbau zur Klimaanpassung: Beim Projekt haben Schüler:innen aus Upcyclingmaterialien Modelle von Orten in der Stadt gebaut und gezeigt, wie diese besser an Hitze angepasst werden können.  (Helen Oelgeklaus / BUND Bremen)

Im Projekt „Sommer, Sonne, Hitzestau?!" werden an drei Schulen über je ein Schulhalbjahr Unterrichtsangebote von jeweils etwa 90 Minuten pro Woche durchgeführt. Zielgruppe sind Schüler*innen der Jahrgänge 5 bis 7. Die Ausgestaltung der Angebote orientiert sich an der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Ein besonderer Fokus liegt auf der Förderung von Partizipation und Selbstwirksamkeit der Kinder und Jugendlichen.
Den Anfang hat von Februar bis Juli 2026 die Gesamtschule Mitte (GSM) am Standort Hemelinger Straße mit einer wöchentlichen, jahrgangsübergreifenden Werkstatt „Ideen gegen den Hitzestress“ gemacht:


Eingestiegen sind wir in das Thema über eigene Hitzeerfahrungen und den Umgang damit: Was kennzeichnet Orte, an denen wir uns bei Hitze am liebsten aufhalten? Darauf folgte die Beschäftigung mit dem Treibhauseffekt und dem Klimagas CO2 mit dem Fokus auf die Klimawandelfolgen Hitze und Trockenheit, besonders in Städten. Es wurden kleine Experimente und Temperaturmessungen durchgeführt, ergänzende Informationen lieferten Texte und Filme. Die Schüler:innen haben alleine oder in Partnerarbeit nach besonders ausgefallenen Projekten zur Klimaanpassung auf der ganzen Welt recherchiert und diese kurz präsentiert. 
Als ein Konzept, Städte auch in künftigen heißen und trockenen Zeiten lebenswert zu gestalten, haben wir die „Schwammstadt“ kennen gelernt und für ein Hochbeet im Schulgarten ein wassersparendes Bewässerungssystem (Ollas) gebaut.

Ansprechperson

Portrait von Helen Oelgeklaus. Foto von Birgit Wingrat.

Helen Oelgeklaus


E-Mail schreiben Tel.: 0421 79 00 250

Exkursion beim Projekt Sommer, Sonne, Hitzestau?! Kennenlernen von Bremer Projekten zur Klimaanpassung bei "Sommer, Sonne, Hitzestau?!" mit Helen Oelgeklaus.  (Lars Darge / BUND Bremen)

Im Rahmen von zwei Exkursionen haben wir Bremer Projekte zur Klimaanpassung kennengelernt: Wir waren beim Stadtgartenprojekt „Ab geht die Lucie“ in der Neustadt, wo bereits ein Teil der Fläche entsiegelt wurde und demnächst noch ein „PikoPark“ entstehen soll, sowie in der Klimazone Findorff auf dem „Klimaboulevard“. An beiden Orten haben uns Expert:innen an ihrem Fachwissen teilhaben lassen und wir haben auch kleinere praktische Arbeiten vor Ort übernommen.
In den letzten Wochen des Halbjahres haben wir aus Upcyclingmaterialien (Pappe und Karton) Modelle von Orten in der Stadt gebaut und daran gezeigt, wie diese besser an hohe Temperaturen angepasst werden können. Dabei sind z.B. eine Straßenbahnhaltestelle mit mehr Bäumen, Büschen und auch kleinen Teichen entstanden, eine Fläche vor dem Weserstadion, auf der statt Parkplätzen ein „Spaßplatz“ (ebenfalls mit viel Pflanzen und Wasserelementen) sein sollte, ein Haus, das die Kühlungsfunktion von Termitenhügeln abgeschaut hat, sowie ein Fußballplatz mit begrünten Dächern über den Tribünen und Nebelduschen für die Spieler:innen. Diese Modelle sind im kommenden Halbjahr in der Gesamtschule Mitte in einer kleinen Ausstellung zu sehen und werden im Herbst auf einem großen UNESCO-Schulfest vorgestellt.


Ab August 2026 nimmt die Oberschule an der Helgolander Straße im Rahmen des „FreiDays“ im 7. Jahrgang teil. Zum Ende des Projekts sollen die Produkte aller Schulen in einer gemeinsamen Ausstellung an einem geeigneten Ort der Bremer Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
 

Hintergrund

Selbstgebaut: Ein wassersparendes Bewässerungssystem Selbstgebaut: Ein wassersparendes Bewässerungssystem die "Ollas"  (Helen Oelgeklaus / BUND Bremen)

Die Sommer in Bremen werden heißer, die Anzahl der Tage mit einer Mindesttemperatur von 25°C nehmen deutlich zu (DWD Klimareport 2024, 22f) – was bis vor 10 Jahren noch ein Szenario des nahenden Klimawandels war, ist heute erlebbare Realität. Dieses Phänomen macht sich insbesondere in Städten bemerkbar: Dort ist 
viel Fläche bebaut und versiegelt, so dass das Wasser nicht in den Boden und zu den Pflanzen gelangt und es gibt (zu) wenig Grünflächen und Schneisen für kühlenden Wind. Dies führt zu einer stärkeren Erwärmung von Städten im Vergleich zum unbebauten Umland (urbaner Wärmeinseleffekt). Stadtbewohner*innen sind daher hohen Temperaturen oft besonders stark ausgesetzt (Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft 2024, Hitzeaktionsplan Bremen. Bremerhaven, 17). Besonders von den Auswirkungen der immer höheren Temperaturen betroffen sind bestimmte Bevölkerungsgruppen. Dazu gehören alte Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, jedoch auch Kinder und Jugendliche. 
Klimaanpassungsmaßnahmen werden daher in einer sich erwärmenden Welt unumgänglich sein. Dafür müssen unsere Städte "grüner" und "blauer" werden, das bedeutet, mehr Vegetation (in Form von Bäumen, Grünflächen, Fassaden- und Dachbegrünung) sowie Wasser-Elemente in bestehende Stadtflächen zu integrieren. Ein wichtiges Stichwort ist hier der Umbau unserer Städte zu „Schwammstädten“. Auf diese Art können wir unsere Städte zukunftsfähig und lebenswert gestalten. Zudem wird durch diese Maßnahmen die urbane Biodiversität gefördert.

Der Erfolg der Ollas in Bildern

Der Erfolg der Ollas im Hochbeet Der Erfolg der "Ollas" im Hochbeet ist deutlich sichtbar.  (Helen Oelgeklaus / BUND Bremen)

Förderung

Angaben zur Förderung


Das Projekt wird gefördert durch die Senatorin für Umwelt,  Klima und Wissenschaft der Freien Hansestadt Bremen sowie durch BINGO! Die Umweltlotterie.

Logos zur Förderung

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