Lebendiges Wasser, lebendige Zukunft

Wasser ist ein verbindendes Element, das in allen Bereichen des Landesverbandes eine wichtige Rolle spielt: Vom Meeresschutz über die Weser zu Trinkwasser und Umweltbildung. Daher werden in den kommenden Monaten unter anderem Projekte und Veranstaltungen mit Wasserschwerpunkt auf der Webseite, auf Social Media und in den Programmheften mit unserem Wasser-Claim gekennzeichnet. 

Der BUND Bremen fordert

  • Jeder Tropfen zählt! - die Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie der EU müssen auch in Deutschland umgesetzt werden!
  • Gewässer aktiv schützen! - Wir bauen Amphibienschutzzäune und setzen uns für die Renaturierung von Gewässern ein!
  • Weniger Plastik ist mehr - Die Verschmutzung von Gewässern nimmt immer mehr zu, besonders Mikroplastik stellt eine große Gefahr dar!
  • Wasser sorgsam nutzen!

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Wasser ist Leben

Wasser ist Leben

Schützen wir es gemeinsam!

Der neue BUND Slogan für das Wasser Motto: Lebendiges Wasser, lebendige Zukunft. Das Motto betont die Wasserschwerpunkte in der Arbeit des BUND Bremen.  (BUND Bremen / BUND Bremen)

Wusstest du, dass der Mensch zu mehr als 50 Prozent aus Wasser besteht? Jeden Tag trinken wir alle Wasser und nehmen es in Form von Nahrung auf. Wir sind Teil des Wasserkreislaufs, der die ganze Erde umspannt. 

Unser Trinkwasser beziehen wir aus Flüssen, Seen und dem Grundwasser. Die Gewässer sind selbst voller Leben. Sie sind besonders artenreiche Lebensräume. Fische, Insekten, Amphibien, Vögel - alle Lebewesen sind auf das kühle Nass angewiesen. Und natürlich auch alle Pflanzen. 

Der sorgsame Umgang mit unserem Wasser sollte also eine Selbstverständlichkeit sein. Doch Umweltverschmutzung, Klimakrise und eine intensive Nutzung bedrohen unsere Gewässer. Insbesondere die Belastung mit Schadstoffen wird zu einer ernsten Gefahr. Im Wasserkreislauf reichern sich immer mehr Stoffe an, die dort nicht hingehören - wie Mikroplastik, Pestizide oder Arzneimittelrückstände. 

Wasserthematik in allen Bereichen

Wasser in der Umweltbildung

Wasser in der Umweltbildung

Kinder vor der Station bei 3/4 Plus Kinder vor der Station bei 3/4 Plus  (BUND Bremen / 34Plus)

Seit 1994 gibt es zum Beispiel das 3/4plus für Bremer Schulen. Es wurde als ein Klimaschutz- und Energiesparprogramm ins Leben gerufen mit dem Ziel, die CO₂-Emissionen der teilnehmenden Einrichtungen zu minimieren, ihre Betriebskosten zu senken und ein Bewusstsein für klimafreundliches Handeln bei Lehrkräften, Hausmeister*innen und Schüler*innen zu schaffen. 1998 folgten Schulen in Bremerhaven mit einem Energiesparprogramm. Heute sind alle öffentlichen Schulen im Land Bremen beteiligt. In Bremen kooperieren die gemeinnützige Klimaschutzagentur energiekonsens, die Senatorin für Kinder und Bildung, die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft sowie Immobilien Bremen bei 3/4plus. Wir bieten zum Beispiel Unterrichtsmaterial zu Klimawandel und -schutz, Energie- und Wasserverbrauch von Klasse 2 bis 13.

  • Mehr Informationen zu dem Projekt findest du hier.
  • Weitere Informationen aus dem Bereich der Umweltbildung findest du hier.

Unser Umweltbildungsbereich ist eng mit dem Thema Wasser verbunden. Ob Flüsse, Bäche oder Teiche – Gewässer sind wertvolle Lebensräume, die wir gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen entdecken. Sie bieten nicht nur eine faszinierende Artenvielfalt, sondern auch zahlreiche Anlässe zum Staunen, Forschen und Erleben. Wasser wird so zu einem zentralen Element in unseren Bildungsangeboten.

Für uns ist die Ressource Wasser essenziell, weil sie die Grundlage allen Lebens darstellt. Ohne sauberes und ausreichend verfügbares Wasser könnten weder Tiere und Pflanzen noch wir Menschen existieren. In der Umweltbildung wird Wasser deshalb nicht nur als Naturphänomen betrachtet, sondern auch als lebensspendende und schützenswerte Ressource, die unsere Gesundheit, unsere Ernährung und unsere Lebensqualität sichert.

Gleichzeitig sehen wir deutlichen Handlungsbedarf. Der Klimawandel mit seinen längeren Trockenperioden und häufigeren Starkregenereignissen, die zunehmende Verschmutzung durch Abwässer, Chemikalien oder Müll sowie die Versiegelung von Flächen bedrohen unsere Gewässer. In unserer Umweltbildungsarbeit greifen wir diese Bedrohungen bewusst auf, um Kinder, Jugendliche und Familien zum Umdenken zu bewegen. Wir möchten ihnen zeigen, dass sie nicht ohnmächtig sind, sondern im Alltag handlungsfähig – sei es durch bewussten Konsum, den Schutz von Naturflächen oder den achtsamen Umgang mit Wasser im täglichen Leben.

In Zukunft sollte Wasser als gemeinsames Gut behandelt werden, das allen Menschen und der Natur gleichermaßen zugutekommt. Ein achtsamer und sparsamer Umgang, die Renaturierung von Gewässern und Feuchtgebieten, das Zulassen von Versickerung in Städten sowie eine umfassende Umweltbildung sind dafür entscheidend. Nur wenn wir heute verantwortungsvoll handeln, bleibt Wasser auch morgen eine lebendige Quelle für Vielfalt, Gesundheit und Lebensfreude.

Wasser in der Schutzgebietsbetreuung

Wasser in der Schutzgebietsbetreuung

In den großen Grünland-Schutzgebieten Bremens spielt Wasser eine zentrale Rolle. Flüsse, Gräben, Stillgewässer und Feuchtwiesen prägen diese wertvollen Lebensräume. Die einst ausgedehnten, natürlichen Auenlandschaften sind aus unserem Landschaftsbild weitgehend verschwunden, umso wichtiger sind heute die Bremer Schutzgebiete mit ihren vielfältigen, wassergeprägten Lebensräumen für unterschiedlichste Tier- und Pflanzenarten.

Als natürliche Überschwemmungsflächen bieten diese Gebiete nicht nur Rückzugsorte für zahlreiche, teils selten gewordene Arten, sondern speichern auch Regenwasser, geben es zeitverzögert wieder ab und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Hochwasserschutz und zur Kühlung des Umfelds.

Ein intakter Wasserhaushalt ist daher essenziell für den Naturschutz in Bremen. Regelmäßige Kontrollen der Gewässersysteme sowie gezielte Maßnahmen wie das Anstauen oder Ablassen von Wasser erfolgen in enger Zusammenarbeit mit den bremischen Deichverbänden. Diese Arbeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Gebietsbetreuung und sichert langfristig die ökologischen Funktionen der Schutzgebiete.

Wassergeprägte Landschaften und Feuchtgebiete sind jedoch weiterhin gefährdet, durch die Entwässerung von Wiesen, intensive Landwirtschaft, Bebauung und den Klimawandel. Die Gebietsbetreuer*innen sehen sich zudem zunehmend mit extremen Wetterereignissen konfrontiert: langanhaltende Hitzeperioden, aber auch Starkregen stellen sowohl den Naturschutz als auch die Landwirtschaft vor große Herausforderungen.

Umso wichtiger sind der Erhalt und der Ausbau flexibler Stausysteme, wo immer dies möglich ist. So können wir auf Extremereignisse flexibel reagieren, Lebensräume schützen und gleichzeitig die landwirtschaftliche Nutzung unterstützen.

Wasser im Meeresschutz

Wasser im Meeresschutz

Überquellender Mülleimer am Unisee So bitte nicht: BUND gibt Tipps zur Reduktion von Plastikmüll.  (BUND / BUND)

Im Meeresschutz ist Wasser elementar als Lebensraum, als Ressource, als Kohlenstoffsenke, als Sehnsuchtsort und Energiequelle. Trotzdem ist das Meer zunehmend Bedrohungen ausgesetzt durch Flächenkonkurrenz von Meeresnaturschutz, Klimaschutz und verschiedenen wirtschaftlichen Belangen, sowie Verschmutzung. 

Die Flüsse sind die Verbindungsader zwischen Meer und Land. Durch Flussvertiefungen, Wehre und Kraftwerke ist diese Verbindung nicht immer ungestört, so dass wandernde Tierarten, wie zum Beispiel der vom Aussterben bedrohte Europäische Aal, aufgehalten werden. Und auch durch dieVerschmutzung des Meeres ist sauberes Wasser als Voraussetzung für gesunde Ökosysteme gefährdet: unser Trinkwasser und Süßwasser werden zunehmend durch den Einsatz von Chemikalien und der Verwendung von Plastik mit Schadstoffen und Mikroplastik belastet. So landen die Schadstoffe nicht nur in unserem Körper, sondern gelangen durch die technisch nur begrenzt mögliche Aufbereitung des Wassers in Kläranlagen, in die Flüsse. 

Durch Littering in Kommunen und Gemeinden im Inland und direkt an der Küste gelangen Plastik und Schadstoffe ins Meer. Daher gilt es das Problem der Vermüllung und Verschmutzung des Meeres schon an Land anzupacken. Deshalb sammeln wir in unseren Meeresschutzprojekten gemeinsam mit euch Müll am Weserufer, klären in Schulen und auf Veranstaltungen über plastikfreie Alternativen auf und sind in engem Kontakt mit Kommunen, um sie bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Reduktion von Plastikmüll in ihren Kommunen zu unterstützen! 

Aalle zusammen für sauberes Salz- und Süßwasser für gesunde Ökosysteme, gesunde Menschen und ein gesundes Klima. 

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