Ein Leben ohne Klo? – Ausstellung in der Botanika eröffnet

13. Mai 2026 | BUND Landesverband Bremen, Wasserforum

Das WASSERFORUM in Bremen hat bereits im letzten Jahr zum Welttoilettentag mit der Heinrich Böll Stiftung, Ingenieure ohne Grenzen und der Zimmerei Kleine Sahara eine Komposttoiletten Ausstellung unter dem Titel ‚Ein Leben ohne Klo?‘ gebaut. Diese steht jetzt in der Botanika.

Ausstellung Ein Leben ohne Klo? In der Ausstellung "Ein Leben ohne Klo?" können Besucher:innen der Botanika mehr über das Menschenrecht auf einen Zugang zur sanitären Grundversorgung erfahren.  (L. Lüttke / BUND Bremen)

Der sichere Zugang zu einer Toilette ist ein Menschenrecht. Doch wie steht es um die sanitäre Grundversorgung lokal in Bremen und Deutschland und wie sieht es global aus?


„Menschliche Ausscheidungen bieten ein großes Potenzial im Kampf gegen die Klimakrise, Umweltzerstörung und die zunehmende Knappheit von Düngemitteln“, sagt L. Lüttke vom BUND Bremen, der Mitglied im WASSERFORUM ist. „Höchste Zeit also, sich damit zu beschäftigen, wie wir in einer klimaneutralen Zukunft wertvolle Nährstoffe aus menschlichen Fäkalien, Abwasser und Klärschlamm nutzen können.“


Im Zentrum steht als Exponat und Diskussionsanstoß eine selbst gebaute Komposttoilette. Die Außenwände sind mit wissenswerten Fakten rund um Toiletten gestaltet. Im Inneren lädt eine Kreidewand dazu ein, eigene Gedanken zum Thema aufzuschreiben. Von Bremer Schüler:innen gestaltete Toilettenutopien zeigen zudem, welche Alternativen zur gegenwärtigen Norm denkbar sind.


Gestaltet wurde die Ausstellung durch das WASSERFORUM Bremen, ein Zusammenschluss von Umwelt- und Entwicklungsorganisationen (BORDA, BUND Bremen, Verein für Mangrovenschutz, biz, bub), der Heinrich-Böll-Stiftung und den Ingenieuren ohne Grenzen. Ein besonderer Dank gilt Fabio Kröber (Zimmerei Kleine-Sahara) für die Unterstützung beim Bau des Ausstellungsstücks. Finanziell unterstützt wurde die Ausstellung von der Bremer Senatskanzlei sowie der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft.


Mehr Informationen auf der Seite der Heinrich-Böll-Stiftung.
 

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