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BUND Landesverband Bremen

Endlich Urteil für saubere Luft und Gesundheit

27. Februar 2018 | Mobilität, Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Klimaschutz

Die Politik muss endlich die Samthandschuhe ausziehen, mit denen sie die Autoindustrie selbst drei Jahre nach Beginn des Dieselskandals immer noch anfaßt.

Das heutige Urteil des Bundesverwaltungsgerichts begrüßt der BUND als wichtiges Signal für saubere Luft und die Gesundheit der Menschen. Wichtiger und sinnvoller als Fahrverbote sind jedoch saubere Diesel. Das ist mit einer Hardware-Nachrüstung möglich und muss von den Herstellern bezahlt werden, denn die haben in der Vergangenheit ca. 9 Millionen Dieselkäufer*innen betrogen. Noch immer werden täglich über 3.000 Diesel verkauft, die im Fahrbetrieb die Grenzwerte nicht einhalten. Ein Skandal ersten Ranges.

Bremen ist aktuell nicht akut betroffen, weil die Grenzwerte für Stickstoffdioxid im letzten Jahr - erstmals seit Jahren - knapp eingehalten wurden. Es ist aber unklar, ob dies auf die Fahrzeugflotte oder auf Wetterphänomene (sog. „rain-out“ von Schadstoffen aus der Atmosphäre) beruht. Es kann also sein, dass es im nächsten Jahr schon wieder ganz anders aussieht. Autokäufer*innen rät der BUND beim Kauf auf die Schadstoffnorm zu achten und nur Fahrzeuge zu kaufen, die Euro 6 d temp erfüllen, die auch im Fahrbetrieb sauber sind. Vor allem aber sollte jede und jeder, vor allem auf kurzen Strecken vermehrt auf Fahrrad und ÖPNV umsteigen. Mit jeder Fahrt ohne Auto wird ein wirkungsvoller Beitrag gegen drohende Fahrverbote und für saubere Luft geleistet.

Der Umweltsenator sollte weiterhin auf Bundesebene Druck für die Einführung einer blauen Plakette kämpfen. Nur damit lassen sich im schlimmsten Fall Fahrverbote überhaupt kontrollieren. 

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