Erfolgreiche Kooperation von Naturschutz und Landwirtschaft, Schutzgebietsmanagement in Bremen geht in die nächste Runde

31. Mai 2022 | Bavendamm, Wiesenvogelschutz, Tiere und Pflanzen, Schutzgebiete, Naturschutz, Landwirtschaft

Die Natur und Landschaft in Bremen zu pflegen und zu entwickeln ist ein gemeinsames Anliegen von Naturschützerinnen und –schützern und der bremischen Landwirtschaft. Daher unterzeichneten Dr. Maike Schaefer (Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau), Hilmer Garbade (Präsident Bremischer Landwirtschaftsverband e.V.), Ralf Hagens (Präsident der Landwirtschaftskammer Bremen) sowie Martin Rode (Geschäftsführer BUND Landesverband Bremen e.V.) am 25. Mai 2022 die Kooperationsvereinbarung zur Umsetzung des Projektes "Naturschutz und Landwirtschaft Hand in Hand für Grünland, Kiebitz & Co.: Kooperatives Schutzgebietsmanagement in Bremer NATURA 2000- und Naturschutzgebieten".

"Die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz ist in Bremen mittlerweile fest etabliert. Eine gegenseitige Wertschätzung und Vertrauen prägen die gemeinsame Arbeit für den Erhalt der Natur in Bremen. Dieses Ziel eint uns alle und ist in Zeiten der Klimakrise wichtiger denn je. In den kommenden Jahren werden wir uns intensiv mit neue Aufgaben befassen müssen: Themen wie die Biodiversitätsberatung und der Insektenschutz, Wassermanagement in Zeiten des Klimawandels, aber auch die Rettung der Bauernhöfe werden eine große Rolle spielen. Umso wichtiger ist dafür eine gute Kooperation aller Beteiligten", so Umweltsenatorin Dr. Maike Schaefer.

Als "Türöffner" für die Kooperation in Bremen erwies sich der vom BUND Bremen 2008 initiierte freiwillige Wiesenvogelschutz. Heute nehmen nahezu alle Landwirtinnen und Landwirte in den Projektgebieten daran teil, überwiegend auf Privatflächen, die ohne Einschränkungen bewirtschaftet werden können. "Gemeinsam haben wir es geschafft, Kiebitz, Brachvogel und Co. erfolgreich zu schützen. Die Bestände der bedrohten Wiesenvögel haben sich, ganz entgegen dem mitteleuropäischen Trend, innerhalb eines Jahrzehnts sehr gut erholt. Das ist deutschlandweit einmalig im Wirtschaftsgrünland. Das Erfolgsrezept ist der flexible Einsatz von Schutzmaßnahmen in enger Absprache mit landwirtschaftlichen Betrieben auf den jeweils von den Vögeln besiedelten Flächen. Viel Vertrauen ist gewachsen, sodass heute sogar das zeitlich befristete Fluten einzelner Grünlandparzellen als Nahrungsflächen für die Küken möglich ist, während drumherum die Grasernte läuft," erläutert BUND-Geschäftsführer Martin Rode.

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