Jetzt ist eine wichtige Zeit für habitatverbessernde Maßnahmen wie etwa das Mulchen.
(A. Schoppenhorst
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BUND Bremen)
Damit die Wiesenvögel im kommenden Frühling wieder attraktive Brut- und Nahrungshabitate im bremischen Feuchtwiesenring vorfinden, haben wir in den vergangenen Wochen zahlreiche Lebensraum verbessernde Maßnahmen umgesetzt und führen auch noch weitere durch. Dazu zählt unter anderem das Mulchen.
An den sumpfigen, zugewachsenen Kleingewässern, wo die Landwirte mit ihren Mähwerken nicht rankommen, rückt ein Traktor mit einem sogenannten Teleskopmulcher an. Damit kann er die völlig „verbinsten“ Kleingewässer „freischlegeln“, also die Gräser bodennah abschneiden und die Ufer an den langen Flutmulden nachmähen.
Im Blockland gibt es hunderte dieser winzigen Kratergewässer, entstanden durch Bombenabwürfe am Ende des Zweiten Weltkriegs, die heute wichtige Nahrungshabitate für Wiesenwatvögel bilden. "Wir machen das bereits seit über zehn Jahren in der Gebietspflege, achten hierbei aber natürlich auch auf seltene Pflanzen und Amphibien und stimmen uns dazu ebenfalls mit den Revierjägern ab", so der Hinweis von Arno Schoppenhorst, Projektleiter von ÖKOLOGIS. Erfahrungsgemäß locken die freigemähten Kleingewässer im nächsten März wieder brutbereite Limikolen an und tragen dann im Mai erheblich zum Bruterfolg bei. „Die Wiesenbrüter im Frühjahr profitieren von unseren jetzigen Maßnahmen.“, weiß auch Karin Menke für das Niedervieland. „Ich erhoffe mir dadurch fürs nächste Jahr viele Brutplätze.“
„WiKo Bremen“ steht für „Kooperativer Wiesenvogelschutz in Bremen und umliegenden niedersächsischen Grünlandgebieten.“ Das Projekt „WiKo Bremen“ wird durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) aus dem nationalen Artenhilfsprogramm (nAHP) gefördert. Der BUND Bremen führt es in Kooperation mit der Stiftung NordWest Natur (NWN) durch.