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BUND Landesverband Bremen

„Nachhilfe für die Bürgerschaft in Sachen Klimaschutz“

17. Juni 2019 | Klimaschutz, Klimawandel, Nachhaltigkeit

So benannte Amely von Fridays for Future eine in der letzten Woche von der Bewegung durchgeführte Aktion, um die Bürgerschaftsabgeordneten an ihre Aufgabe zu mehr Klimaschutz im Sinne der Gesellschaft zu erinnern.

Bei der interaktiven Veranstaltung am Donnerstag in Kooperation mit der Bevollmächtigten der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit und der Jugendkirche Gröpelingen ging es um einige die drängendsten Themen unserer Zeit: Flucht, Migration und auch Klimawandel.

Die Besucher*innen der Veranstaltung erfuhren bei einem Gang durch die Ausstellung „Klimaflucht“ der Deutschen Klimastiftung die Zusammenhänge von Flucht und Klimawandel. Denn bisher ist Klimawandel kein anerkannter Fluchtgrund in der Genfer Flüchtlingskonvention, dennoch kann nach Einschätzung von Fachleuten klimabedingte Ressourcenknappheit erheblich dazu beitragen, dass immer mehr Lebensräume unbewohnbar werden, z.B. Konflikte um Ressourcen entstehen und Menschen ihre Heimat verlassen müssen.

Im weiteren Verlauf des Abends erzählten Akteure des Wandels, auf welcher Ebene und was sie bereits gegen den Klimawandel und damit auch gegen Klimaflucht tun:

Heidi Pesch, Referentin für Klimaschutz beim Senator für Bau, Umwelt und Verkehr berichtete vom Klimaschutz- und Energieprogramm (KEP), welcher eigentlich zu einer 40%-igen Reduzierung der CO2-Emissionen Bremens bis 2020 gegenüber dem Jahr 1990 führen sollte. Die Gründe für die Verfehlung wurden von Amely und Julia von Fridays for Future direkt hinterfragt. Die ihre Aufgabe der Bewegung darin sehen, die Politik mit Demonstrationen, aber auch Politiker*innen-Gesprächen zur notwendigen Kehrtwende in Sachen Klimaschutz in Bremen und Deutschland zu bewegen. Von der ganz praktischen, landwirtschaftlichen Ebene erzählte Jan Bera, der in Oldendorf mit anderen eine solidarische Landwirtschaft betreibt. Dort nutzen die Gärtner*innen sowohl möglichst wenige Produktionsmittel, die erdölbasiert sind, erhöhen die Bodenfruchtbarkeit und damit auch die Fähigkeit des Bodens größere Anteile an CO2 zu speichern. Darüber hinaus wirtschaftet die Solidarische Landwirtschaft regional und entwickelt selbst regional und an den Klimawandel angepasste Sorten (so gibt es z.B. erste Versuche mit Pfirsichen und Melonen).

Bei Apfelschorle von der BUND-Streuobstwiese und einem leckeren veganen Rollo einer KüFa (Küche für Alle) gab es einen kontroversen und interessanten Austausch darüber, ob eher die Initiative der Politik oder der Zivilgesellschaft für einen drastischen Wandel braucht, um die Klimawende voran zu bringen.

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