Naturfoto des Monats Dezember 2025

10. Dezember 2025 | BUND Landesverband Bremen

Das Thema des Arbeitskreis Naturfotografie im Dezember heißt „Pilze“. Gewonnen hat diesmal Katrin Haselbach mit ihrem Foto. Achtung Suchbild: Wo versteckt sich eine Blattlaus?

Naturfoto des Monats Dezember 2025  (Katrin Haselbach / BUND Bremen)

Pilze sind weder Tier noch Pflanze. Sie bilden gemäß wissenschaftlicher Systematik eine eigene Kategorie. Das "Reich" der Pilze ist auch insofern zutreffend, da die Vielfalt der Pilze riesig ist. Es gibt drei bis fünf Millionen Pilzarten. Dabei sind die allermeisten von ihnen bis heute nicht wissenschaftlich beschrieben. Das Bundesamt für Naturschutz geht von rund 14000 Arten allein in Deutschland aus, von denen nur etwas mehr als 5000 mit bloßem Auge zu erkennen sind – vorausgesetzt, sie haben ihre Fruchtkörper aus dem Boden oder Holz geschoben. Pilze sind nämlich nur eine kurze Zeit im Jahr als „Großpilze“ sichtbar. Das, was wir im allgemeinen Sprachgebrauch Pilze nennen, ist eigentlich nur das Fortpflanzungsorgan. Das eigentliche Lebewesen, das Pilzgeflecht oder Myzel, lebt im Verborgenen in der Erde oder im Holz.

Pilze gibt es praktisch überall und das ganze Jahr hindurch. Doch ihre Fruchtkörper bilden sich meist erst, wenn der Boden gut durchfeuchtet ist. Wer Pilze sammeln will, darf den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen – und sollte wissen, wo die Suche Erfolg verspricht.

  • Viele beliebte Pilze trifft man zum Beispiel an nährstoffarmen und im Jahresdurchschnitt trockenen, zum Beispiel sandigen Böden an. Beliebte Speisepilze wie Steinpilz und Maronenröhrling findest du vor allem in bodensauren, oft bemoosten Nadelwäldern. Parasol oder Pfifferling findest du zusätzlich auch unter Laubbäumen.
  • Naturnahe Wälder mit alten Bäumen und reichlich Totholz versprechen ebenfalls Erfolg. Sammler*innen können unter anderem den Austernseitling, die Krause Glucke, den Hallimasch und das Stockschwämmchen antreffen. Da sie ihren Wasserbedarf dem Holz entziehen, sind sie weniger von Regenfällen abhängig.

Alles, was wir in der Natur lieben und anschauen, ist mit Pilzen verwoben. Alles Leben im Boden hängt vom Wirken dieser Fadenwesen ab. 95 Prozent unserer Landpflanzen leben in Symbiose, also in gegenseitigem Nutzen und gegenseitiger Abhängigkeit mit Pilzen – auch Nahrungsmittel wie Mais und Getreide, Obst und Gemüse. Wir tun also gut daran, sorgsam mit den Pilzen umzugehen. Etwa ein Drittel unserer heimischen Pilzarten sind entweder extrem selten oder gefährdet. Fünf Prozent sind sogar vom Aussterben bedroht oder bereits ausgestorben.

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