Das Naturfoto des Monats November: Passend zum Motto "Welle" ist eine sich brechende Welle in einem aufgeschäumten Meer zu sehen.
(Ursula Arnold-Cramer
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BUND Bremen)
Im Vordergrund sind eine Jungmöwe und eine Lachmöwe (Chroicocephalus ridibundus) im Winterkleid zu sehen. Lachmöwen sind eine der häufiger anzutreffenden Möwenarten in Bremen. Sowohl an der Küste als auch im Binnenland sind sie sogar entlang der Weser zu beobachten. Erkennbar an dem dunklen Kopf während der Brutsaison und den roten Beinen. Im sogenannten „Schlichtkleid“, also außerhalb der Brutzeit, hat sie lediglich einen schwarzen Ohrfleck, wie auf dem Foto zu sehen ist.
Lachmöwen brüten in großen (und lauten) Kolonien. Ihre Nester bauen sie am Boden und in Gewässernähe und fühlen sich eigentlich überall wohl, obwohl sie Binnengewässer bevorzugen. Sie sind bei uns ganzjährig zu Hause aber in den Wintermonaten gesellen sich gerne Vögel aus nördlicheren Brutgebieten zum Überwintern dazu.
Von den Zugvögeln sind etwa zwei Drittel Langstreckenzieher und ein Drittel Kurzstreckenzieher. Kurzstreckenzieher sind beispielsweise Kranich, Kiebitz oder Star. Sie fliegen in Schwärmen und richten sich nach dem Wetter - ist der Winter mild, ziehen sie später los und kehren früher zurück. Zu den sogenannten Langstreckenziehern gehören Kuckuck, Nachtigall oder Storch. Sie fliegen eher alleine, nachts und ziehen meist schon im Spätsommer und Frühherbst auf ihre längere Reise. Teiche und Gewässer bieten vielen Wasservögeln einen Ort zum Ausruhen und Rasten und locken so viele verschiedene Vogelarten als Rastplatz auf ihrem Vogelzug an.
Anlässlich des Ausbruchs der Geflügelpest, auch als Vogelgrippe bekannt, ist es wichtig, Wasservögel nicht zu füttern. Die Ansammlung von Vögeln an den Futterplätzen begünstigt die Übertragung von Krankheiten von Vogel zu Vogel. Darüber hinaus schadet die Fütterung sowohl den Tieren selbst als auch den Gewässern. Beim Fund von einem oder mehreren toten Wildvögel an einer Stelle sollte der Fund schnellstmöglich beim örtlichen Veterinäramt gemeldet werden. Auf keinen Fall sollten die Vögel berührt werden.
Mehr Infos hierzu unter www.bund-bremen.net