Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren. 

BUND Landesverband Bremen

Schutz vor Klimafolgen nur mit mehr Grün in der Stadt

01. August 2014 | Klimaschutz

Bremen steht vor der großen Herausforderung, die Folgen des Klimawandels bewältigen zu müssen. Das werde nur gelingen, wenn Bremen mehr für eine gute Grünversorgung gerade in „unterversorgten“ und damit für den Klimawandel besonders anfälligen Stadtteilen tut, betont das neue Bündnis „Grünes Bremen“ anlässlich der Veranstaltung „Zukunft Stadt und Grün“. „Wir brauchen eine breite Allianz zur Sicherung unserer Lebensqualität in Zeiten des Klimawandels“, so lautet ein zentrales Fazit der Veranstaltung „Zukunft Stadt und Grün“, die das Bündnis gemeinsam mit dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau und der Stiftung „Grüne Stadt“ in der Botanika organisiert hatte.

Bremen steht vor der großen Herausforderung, die Folgen des Klimawandels bewältigen zu müssen. Das werde nur gelingen, wenn Bremen mehr für eine gute Grünversorgung gerade in „unterversorgten“ und damit für den Klimawandel besonders anfälligen Stadtteilen tut, betont das neue Bündnis „Grünes Bremen“ anlässlich der Veranstaltung „Zukunft Stadt und Grün“. „Wir brauchen eine breite Allianz zur Sicherung unserer Lebensqualität in Zeiten des Klimawandels“, so lautet ein zentrales Fazit der Veranstaltung „Zukunft Stadt und Grün“, die das Bündnis gemeinsam mit dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau und der Stiftung „Grüne Stadt“ in der Botanika organisiert hatte.

Weitere Kürzungen für die Pflege und Entwicklung des Grüns in Bremen seien unverantwortlich und nicht hinnehmbar, so Ulf Jacob, Sprecher des Bündnisses „Grünes Bremen“. Stattdessen sei die Grünausstattung dort zu sichern und zu stärken, wo es besonders nötig ist: In den unterversorgten und sehr dicht bebauten Stadtteilen wie Mitte, Findorff, Walle oder in der Neustadt. Denn die Experten sind sich sicher: Künftig werden in Bremen mehr extreme Starkregen auftreten, aber auch mit zunehmenden Trocken- und Hitzeperioden im Sommer ist zu rechnen - mit jeweils erheblichen Folgen für die Gesundheit, für Verkehr, Wirtschaft und Gebäude und auch für die Umwelt in der Stadt. Urbanes Grün – also Parks, Bäume, Wiesen und Freiflächen -  sind als natürliche „Klimaanlage“ der Schlüssel zur Lösung vieler Klimaprobleme. Nur mit einer guten Grünversorgung kann Bremen die Lebensqualität in der Stadt langfristig sichern. Erhalt und Weiterentwicklung von städtischem Grün ist daher als zentrales Ziel auch in Zeiten „klammer Kassen“ unverzichtbar.

Ein breites, branchenübergreifendes Bündnis aus über 20 Verbänden, Stiftungen und Unternehmen setzt sich bundesweit für „mehr Lebensqualität durch Grün in der Stadt“ ein. Eine gemeinsame Charta „Zukunft Stadt und Grün“ benennt in acht Wirkungs- und Handlungsfeldern die Beiträge von urbanem Grün für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Mit Vorträgen und einer Podiumsdiskussion wurde die „Charta und ihre Auswirkungen und eine Übertragbarkeit auf die Hansestadt am 25. Juli in Bremen erstmals vorgestellt. Auf dem Podium diskutieren Heiner Baumgarten, langjähriger Präsident der Gartenamtsleiterkonferenz (GALK) und Chef des Gartenbauamtes in Hamburg, Dr. Maike Schaefer, umweltpolitische Sprecherin der Bürgerschaftsfraktion der „Grünen“, Arno Gottschalk, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Ulf Jacob, Sprecher des neuen Bündnisses "Grünes Bremen", Dr. Georg Grunwald, Geschäftsführer Umweltbetrieb Bremen und  Rainer Kavermann vom Bundesverband Garten-Landschafts- und Sportplatzbau (BGL).

Heiner Baumgarten beklagte die permanente Reorganisation von Grünflächenämtern mit dem Ergebnis, dass immer mehr Wissen, Kompetenz und Daten verloren gehen. Statt einer weiteren Aufsplitterung sei eine Bündelung der Zuständigkeiten für Grün notwendig, so Baumgarten. Übertragen auf Bremen müsse dem zuständigen Umweltbetrieb in Bremen mehr eigenverantwortliche Steuerung und strategische Freiräume für Planung, Entwicklung und Pflege des Stadtgrüns zugestanden werden, so das Bündnis „Grünes Bremen“. Grün- und Freiräume klima- und sozialgerecht weiterzuentwickeln, das sind trotz finanzieller Engpässe Kernthemen jeder zukunftsfähigen Stadt und Stadtentwicklung. Grün in der Stadt fördert die Gesundheit die Artenvielfalt, reduziert die Feinstaubbelastung, mildert die Folgen des Klimawandels und übernimmt wichtige soziale Funktionen. Eine gute Grünentwicklung ist daher auch ein soziales, kulturelles und standortpolitisches Projekt der Stadt.

Weitere Informationen unter www.grünes-bremen.de

Die Initiatoren des Bündnisses für ein grünes Bremen sind - Architektenkammer der Freien Hansestadt Bremen - Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) Niedersachsen + Bremen e.V. - Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Bremen e.V. - Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur, LV Bremen / Nds. e.V. - Verband Garten -, Landschafts- und Sportplatzbau Niedersachsen-Bremen e.V. sowie die folgenden Einzelpersonen: Tim Großmann, Parkdirektor Bürgerpark Bremen Prof. Thomas Heinrich, Hochschule Osnabrück, Landschaftsarchitektur, Landschaftsbau, Sportplatzbau, Bremen Ulf Jacob, Dipl.-Ing. agr. Gartenbauwissenschaft, Bremen Manuel Peppler, Geschäftsführer F.C. Peppler GmbH Dr. Klaus Rautmann, 1. Vorsitzender DGGL LV Bremen / Niedersachen-Nord e.V. Dr. Hartwig Schepker, Wissenschaftlicher Leiter Botanischer Garten und Rhododendron-Park Bremen Prof. Verone Stillger, HS Osnabrück, Landschaftsplg. /Regionalentwicklung, Bremen

 

Zur Übersicht

BUND-Bestellkorb