BUND Landesverband Bremen

Arbeitskreis Insektengarten

Aktive arbeiten am Sandarium. Hier können nun Wildbienen ihre Eier ablegen. Rund 75 % der Wildbienen brüten im Boden.  (Marianne Erben)

Den Arbeitskreis Insektengarten gibt es wie den Insektenschaugarten selbst seit Mitte 2021. Die Mitglieder kümmern sich um die Pflege des Gartens (regelmäßig Beikräuter entfernen, gießen, Rosen und Sträucher schneiden, Müll sammeln, Reparaturarbeiten) und bieten Führungen für Kindergruppen, Schulklassen und Interessierte an. Damit möchten die Aktiven Menschen aufklären, wie ein insektenfreundlicher Garten aussehen kann, und motivieren, ihre Gärten ähnlich zu gestalten. Im Arbeitskreis sind Menschen jeden Alters und aus den unterschiedlichsten Berufsfeldern. Neuzugänge sind herlich willkommen! Es ist kein Vorwissen notwendig, Hauptsache, Sie bringen Interesse und Motivation mit!

Warum sind Wildblumen und Insekten so wichtig?

Wildblumen sind die Nahrungsquelle für viele Insekten, darunter auch seltene Wildbienenarten. Insekten wiederum erfüllen viele Aufgaben in unseren Ökosystemen: Sie lockern zum Beispiel das Erdreich auf, machen den Boden fruchtbar, fressen tote Biomasse vom Waldboden und spielen so wichtige Rollen in Energie- und Stoffkreisläufen. Bienen, Wespen und Schmetterlinge tragen auch einen großen Teil zu unserer Ernährungssicherheit bei, denn: 90% aller Wildblumen und 75% der Nutzpflanzen werden von Insekten bestäubt. Außerdem dienen Insekten als Futter für Vögel und andere Kleintiere!

Was ist denn nun das Problem?

Seit 1990 ist der Bestand an Fluginsekten um 75% gesunken. Das bestätigte 2017 eine Studie des Entomologischen Vereins Krefeld. Hauptgründe dafür sind unter anderem die intensive Landwirtschaft mit dem Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden, der Verlust von Lebensräumen infolge von Siedlungs-, Gewerbe- und Straßenbau, der Klimawandel und andere. Dabei ist Artenvielfalt sehr wichtig, zum Beispiel für die Stabilität von Ökosystemen. Weniger diverse Ökosysteme sind anfälliger für Störungen oder Veränderungen von außen. Gerade mit Blick auf den Klimawandel wird Insektenvielfalt umso wichtiger, um uns zum Beispiel vor Ernteausfällen zu schützen. Trotzdem wird immer mehr wertvoller Lebensraum verbaut, sodass keine flächendeckende Nahrung mehr für sie vorhanden ist. Auch in privaten Gärten findet man leider oft eher gepflegte Rasen und exotische Pflanzen, die für die heimischen Insekten keine Lebensgrundlage darstellen.

 

Der Insektenschaugarten in den Kinderschuhen.  (BUND / H. Schumacher)

 

Hier kommt der Insektengarten ins Spiel:

Dieser soll als Schaugarten fungieren, in dem in vielen kleinen Bereichen Beispiele aufgezeigt werden, wie man Bienen, Wespen, Schmetterlinge und andere Insekten fördern kann. Vorbeischauen lohnt sich; Vielleicht finden Sie ja auch Anregungen für Ihren eigenen Garten!

Interesse geweckt?

Wenn Sie Zeit und Lust haben, den Arbeitskreis Insektengarten zu unterstützen, melden Sie sich gerne bei Marianne Erben unter: ma.erben(at)t-online.de

Wir freuen uns auf Sie!

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