Löffler
(Georg Wietschorke
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BUND Bremen)
Die Mitglieder des BUND Bremen haben bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung in einer Resolution gefordert, unverzüglich das geplante Naturschutzgebiet Weseraue auszuweisen. Die Bremer Weseraue mit der Hemelinger/Arberger Marsch sowie der Habenhausener Weseraue auf dem linken Ufer mit dem schon vorhandenen kleinen NSG Neue Weser beherbergt viele seltene Tiere und Pflanzen. Der BUND hält die Ausweisung für überfällig. Politik und Verwaltung müssen jetzt endlich handeln, so der Umweltverband.
„Mit naturnahen Weserufern, größeren Weser-Nebengewässern, Auengehölzen, Überschwemmungsgrünland und Heckenstrukturen beiderseits des Deiches ist die Weseraue strukturreich“, erläutert Joachim Seitz, Vorstandsmitglied beim BUND Bremen. „Das Potenzial des Gebietes für den Naturschutz zeigt sich unter anderem darin, dass sich hier erstmals für Bremen der Biber angesiedelt hat und seit einigen Jahren der seltene Löffler, der sonst fast nur im Küstenbereich brütet, mit drei bis vier Paaren vorkommt.“
Der BUND setzt sich schon seit etlichen Jahren für die Ausweisung eines Naturschutzgebietes in der Weseraue ein. Wichtig ist dabei auch die Einbeziehung einiger Kompensationsflächen binnendeichs, darunter ein wertvolles Heckengebiet und ein kleines Wäldchen am Rande des Gewerbegebietes Hansalinie. Von besonderer Bedeutung ist eine wirksame Zuwässerung für den Grünlandbereich der Arberger Marsch, die vereinbart, aber immer noch nicht umgesetzt ist.
„Die Unterschutzstellung der Bremer Weseraue als Naturschutzgebiet und teilweise auch als Landschaftsschutzgebiet ist bereits im Bremer Landschaftsprogramm festgehalten, dass die Bremische Bürgerschaft 2015 beschlossen hat“, betont Seitz. „Die Ausweisung ist also mehr als überfällig.“ Die Mitgliederversammlung des BUND fordert eine nunmehr zügige Umsetzung der Schutzgebiets-Ausweisung noch in dieser Legislaturperiode.