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BUND Landesverband Bremen

BUND Bremen erprobt gemeinsam mit Gastronomie Mehrweglösungen für Take-away-Essen

05. November 2019

6. November ist internationaler Tag für wiederverwendbare Verpackungen

Obstsalat im Plastikbecher, Asianudeln in der Aluschale und Suppe in Plastik und Styropor verpackt. Der Take-away-Essen ist inzwischen weit verbreitet, Tendenz steigend. Der Berg an vermeidbaren Einwegverpackungen wächst ununterbrochen. Laut der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) fielen 2017 knapp 350.000 Tonnen Abfall an Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen an. Herstellung und Transport von Verpackungen verbrauchen viel Energie und Ressourcen und verursachen Treibhausgase. All dies steht in keinem Verhältnis zur kurzen Nutzungsdauer der Verpackungen. „Der Austausch von Einwegverpackungen durch Mehrweglösungen ist für den Klimaschutz dringend nötig. Mit dem vom Bundesumweltministerium geförderten Projekt „Klimaschutz is(s)t Mehrweg“, das nun in Berlin und Bremen begonnen hat, wollen wir besonders Betriebe der Gastronomie bei der Umstellung unterstützen“, sagt Martina Bergk, Projektkoordinatorin von LIFE e.V. in Berlin.

In dem Projekt werden bis zum Jahr 2022 in über 60 Gastronomiebetrieben mit unterschiedlicher kulturell-kulinarischer Ausrichtung modellhaft Mehrweglösungen für das Außerhaus-Essen erprobt. „Ob Suppe oder ein Gericht zum Mitnehmen - im Gastgewerbe brauchen wir dringend mehr Mehrwegangebote für Take-away-Essen. Für die jeweilige Betriebsart und Kundschaft soll die richtige Lösung gefunden werden. Dafür testen wir mit Unternehmen unterschiedliche Herangehensweisen und stellen die erprobten Möglichkeiten der Umstellung von Einweg auf Mehrweg der Branche vor“, erklärt Katja Muchow, Projektkoordinatorin vom Bund für Umwelt und Naturschutz – Landesverband Bremen e.V. Getestet werden sollen sowohl der Einsatz individueller Mehrweggefäße der Kundschaft, wie Schüsseln oder Dosen, als auch ein Poolsystem mit Mehrweggefäßen im Pfandsystem.

Im geplanten bundesweiten Akteursnetzwerk mit Multiplikator*innen aus Unternehmensverbänden und Einkaufcentern, Umweltorganisationen und Vertreter*innen von Kommunen sollen die Ideen und Erfahrungen zu den praktikablen Mehrweglösungen diskutiert und verbreitet werden. Ergänzend sind Aktionstage der Netzwerkmitglieder geplant, um Informationen zu Mehrweg an Verbraucher*innen und Betriebe zu verbreiten. Das ECOLOG-Institut für sozial-ökologische Forschung und Bildung wird eine umfassende Studie erstellen, die Datenlücken zu Umwelt- und Klimaauswirkungen und zum Nutzungsverhalten im Take-away-Bereich schließen soll und dem Projekt sowie potentiellen Nachahmer*innen wichtige Informationen liefert.

 

Hintergrund

Das Projekt „Klimaschutz is(s)t Mehrweg“ wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Ziel ist es, verschiedene Mehrweglösungen für den Take-away-Konsum zu testen und für die Nachahmung vorzubereiten. Damit sollen Einwegverpackungen und damit zusammenhängende Treibhausgasausstoß gesenkt und das Klima geschützt werden. Bundesweite Aktionstage sowie eine Studie sollen verstärkt über Mehrweg informieren. Das Projekt läuft drei Jahre und endet im Juli 2022.

 

Das Projekt wird in Zusammenarbeit von LIFE Bildung Umwelt Chancengleichheit e.V. (Berlin), Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) – Landesverband Bremen e.V. und dem ECOLOG-Institut für sozial-ökologische Forschung und Bildung gGmbH (Hannover) umgesetzt.

 

Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) e.V. - Landesverband Bremen www.bund-bremen.net

ECOLOG-Institut für sozial-ökologische Forschung und Bildung gGmbH www.ecolog-institut.de

LIFE Bildung Umwelt Chancengleichheit e.V. www.life-online.de

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