Das heute vorgestellte Handlungskonzept des Senats für Schutz und Pflanzung von Bäumen sowie ein besseres Stadtklima kommentiert Martin Rode, Geschäftsführer vom BUND Bremen wie folgt:
„Dass der Senat jetzt ein Handlungskonzept für den Baumschutz vorgelegt hat, war überfällig. Sowohl Klima- und Artenkrise machen den Schutz unserer Stadtbäume und die Neupflanzung von Jungbäumen dringend erforderlich. Doch wie oft müssen Bäume immer noch infolge von Bauvorhaben gefällt werden? Die vielen Wanderbaustellen zur Glasfaserverlegung in unseren Straßen und Gehwegen erfolgen fast immer in offener Grube ohne Rücksicht auf das Wurzelwerk benachbarter Bäume. Bei diesen Gefahrenherden muss Bremen dringend noch besser werden. Außerdem dürfen insbesondere alte Bäume dem Bau von Siedlungen, Gewerbe und Straßen nicht mehr zum Opfer fallen. Denn selbst die vielen neuen und jungen Bäume können den Wert der Altbäume keinesfalls ersetzen. Es dauert Jahrzehnte, bis ein Jungbaum die ökologische Funktion eines Altbaumes übernehmen kann. Dies muss der Senat in seiner Stadtentwicklungs- und Baupolitik unbedingt berücksichtigen!“