Das fertige Sandarium mit Brombeersträuchern, damit Katzen es nicht als Klo benutzen, und - nach getaner Arbeit - mit glücklichen Aktiven.
(BUND Bremen
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BUND Bremen)
Im Rahmen des Kooperationsprojekts „Bunte Adele“ des Vereins für Innere Mission und des BUND Arbeitskreises Bremen-Nord haben jetzt freiwillige Helferinnen und Helfer auf dem Gelände des Adelenstifts in Bremen-Lesum den Lebensraum für Insekten verbessert. Rund 10 Aktive pflanzten am vergangenen Samstag heimische Stauden und Sträucher, schnitten Brombeeren zurück und legten ein Sandarium an. Außerdem hängten sie in den vorhandenen Obstbäumen Nistkästen für Vögel auf.
Bereits im vergangenen Oktober hatten die Aktiven dort einzelne Flächen gefräst und eine Regiosaat mit ein- und mehrjährigen Blühpflanzen ausgebracht (s.u.). Nun pflanzten sie dort auch noch Stauden wie Königskerze, Malve, Kugeldistel und Färberkamille sowie an anderer Stelle Sträucher wie Schlehe, Holunder und Weißdorn. An einem besonders sonnenbeschienenen Ort legten die Naturschützer*innen ein so genanntes Sandarium an. Hierzu hoben sie auf ca. vier m2 Fläche den Boden bis zu 40 cm Tiefe aus und verfüllten das so entstandene Loch mit Lehmsand, den die Firma Helge Schnirring, Gartenbau Schwanewede eigens dafür angeliefert hatte. Der Lehmsand hat die richtige Konsistenz, damit Wildbienen darin ihre Niströhren anlegen können und diese nicht zu schnell zerfallen. Denn 75 Prozent der Wildbienenarten nisten im Boden. „Jetzt heißt es erst einmal abwarten, was in diesem Jahr auf der Fläche anwächst und wie sich die Insektenwelt entwickelt. Für Herbst planen wir aber schon weitere Pflegeeinsätze“, sagt BUND-Projektleiter Thorsten Möller. Er hofft auf weitere helfende Hände: „Wer sich am Gelingen des Projektes beteiligen möchte, kann sich beim BUND Arbeitskreis Bremen-Nord oder direkt bei mir melden. Das Projekt ist eine tolle Chance, etwas gegen das Insektensterben zu tun. Also packen wir es an!“ Andrea Wessel, Leiterin des Adenstifts, freut sich riesig über die Entwicklung auf dem Gelände. „Von Anfang an wollten wir die Fläche naturnäher gestalten und unseren Beitrag zum Naturschutz leisten. Dass dies nun dank freiwilliger Helferinnen und Helfer umgesetzt wird, ist fantastisch und genau das, was wir uns gewünscht haben“, begeistert sie sich.