Gute Nachricht zum Jahresende: Horner Spitze gerettet

08. Dezember 2025 | BUND Landesverband Bremen, Stadtnatur

Kommentar des BUND zur heutigen Koalitionsentscheidung

Die Horner Spitze ist eine grüne Oase, die wichtig als Lebensraum für Mensch und Natur ist und der Klimaanpassung dient. Das Aktionsbündnis fordert: Die Horner Spitze darf nicht bebaut werden!  (BUND Bremen / BUND Bremen)

Die Horner Spitze wird nicht bebaut. Das Bremer Regierungsbündnis aus SPD, Bündnis 90/ Die Grünen und Die Linke hat nach langem politischen Tauziehen nun beschlossen, dass die Horner Spitze nicht bebaut wird. Martin Rode, der Geschäftsführer des BUND Landesverbandes Bremen, nimmt dazu wie folgt Stellung:

„Das ist ein großer Tag für die Demokratie und das bürgerliche Engagement. Mit dem Beschluss, die Horner Spitze nicht zu bebauen, reagiert die Bremer rot-grün-rote Koalition auf die anhaltenden Proteste aus der Bevölkerung. Vier Jahre lang hat das Aktionsbündnis „Rettet die Horner Spitze“ für den Erhalt des ökologisch bedeutsamen Areals zwischen Horn-Lehe und Schwachhausen gekämpft. Dabei sind wir bei Unterschriftenaktionen, bei Demos und Happenings, bei Leserbriefen und unseren Veranstaltungen von Tausenden von Bremerinnen und Bremern unterstützt worden. Sie alle wollten ebenfalls keine Bebauung der Horner Spitze, weil diese für Biodiversität, Stadtklima und die sozial-ökologische Bildungsarbeit des Vereins Kinder Wald und Wiese Bremen e.V. von überragender Bedeutung ist. Schließlich konnte das Aktionsbündnis sogar nachweisen, dass eine Erschließung des naturnahen Geländes viel teurer wäre, als offiziell angegeben, und dass der wirtschaftliche Nutzen völlig überzeichnet wurde.

Die Bremer Regierungskoalition hat nun eine kluge und abgewogene Entscheidung getroffen, bei der alle Belange angemessen berücksichtigt werden. Dabei sind alle Beteiligten über ihre Schatten gesprungen. 34 Hektar Freiflächen auf dem Gelände des Bremer Flughafens sollen für die Gewerbeentwicklung genutzt werden. Das ist ein schmerzhafter Verlust von bisherigem Freiraum. Im Gegenzug macht es der Verzicht auf vier Hektar Gewerbeentwicklung in der Horner Spitze zugunsten von konsequenter Innenverdichtung und Parkplatzumnutzung bei Universität und Technologiepark möglich, die Horner Spitze als multifunktional bedeutsamen Kernbereich des Grünzugs zwischen Bürgerpark und Vahr zu erhalten.

Wir halten das für einen weisen und ausgewogenen Kompromiss und bedanken uns bei den beteiligten politischen Akteuren vom Bürgermeister, über die Senatoren, bis zu den Fraktionsvorsitzenden und den Parteivorsitzenden. Der Beschluss der Koalition zeigt ihre Bereitschaft, schwierige Problemlagen zu lösen und berechtigte Bürgerproteste in politisches Handeln zu übersetzen. Wir bedanken uns bei unseren Partnern des Aktionsbündnisses, Kinder Wald und Wiese e.V., den Kleingartenvereinen Schwachhausen und Kornblume und der Bürgerinitiative „Rettet die Horner Spitze“ für das große Engagement und Durchhaltevermögen auch in schwieriger Lage. Auf dem langen und zehrenden Weg sind wir immer mehr geworden – aus gutem Grund. Gemeinwohlorientiertes Bürger*innen-Engagement lohnt sich eben doch!“

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