Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren. 

BUND Landesverband Bremen

Invasiv ohne Ende

02. April 2020 | Stadtnatur, Naturschutz

BUND-Arbeitskreis Praktischer Naturschutz entfernte Staudenknöterich am Weserufer

Die Aktiven von "Pranat" entfernten invasiven Staudenknöterich am Weserufer gegenüber vom Weserstadion.  (BUND)

Der Arbeitskreis Praktischer Naturschutz (Pranat) des BUND Bremen befreite am Samstag, 14. März, eine Fläche von 200 m² am Weserufer vom Staudenknöterich. Dabei handelt es sich um eine „invasive“ Pflanzenart, die mit ihrem dichten Wuchs nahezu alle anderen Pflanzenarten verdrängt. Die Fläche am Uferweg gegenüber vom Weserstadion wurde in Absprache mit dem Deichverband von insgesamt 15 Helferinnen und Helfer noch rechtzeitig vor der Vogelbrutsaison und vor den Kontaktbeschränkungen infolge der Corona-Krise gerodet und umgegraben.

„Am Weserufer gibt es noch viele weitere Flächen, an denen der japanische Staudenknöterich in dichten Beständen wuchert“, weiß Siegfried Eisend, Leiter des BUND-Arbeitskreises Praktischer Naturschutz. „Mit unserem ersten Einsatz ist jetzt der Startschuss zur Bekämpfung dieser Pflanzenart gefallen.“ Da der Knöterich tief verwurzelt ist, werden die Aktiven des BUND diese Fläche im Laufe des Jahres immer wieder kontrollieren. Vorerst haben sie hier zunächst eine Saatmischung einheimischer Wiesenblumen ausgesät, um die heimische Vegetation wieder anzusiedeln. „Der Staudenknöterich ist eine invasive Pflanzenart, welche unsere heimische Vegetation verdrängt“, erläutert Eisend das Engagement gegen diese Pflanze. Ursprünglich kommt diese Art aus Japan, China und Korea und wurde als Zier- und Viehfutterpflanze nach Europa gebracht. Hier breitet sich die sehr robuste Pflanze vor allem an Flüssen und auf nassen Böden schnell aus. Mittlerweile ist sie auf der schwarzen Liste der invasiven Neophyten der Schweiz gelandet und die Vermehrung sowie Anpflanzung des Knöterichs ist in mehreren Ländern Europas verboten. Auch in Bremen stellt ihre Ausbreitung zunehmend ein Problem dar und macht auch vor Naturschutzgebieten nicht halt.

Weitere Informationen über die Aktivitäten des BUND-Arbeitskreises Praktischer Naturschutz gibt es hier...

Zur Übersicht

BUND-Bestellkorb