Investitionssofortprogramm 2026/2027: Kritik an geplanter CCS-Abscheidung und -Deponierung

10. Dezember 2025 | BUND Landesverband Bremen, Energiewende

BUND kritisiert geplante CO2-Abscheidung und Deponierung

Photovoltaikanlage Photovoltaikanlage  (Andreas160 / pixabay / CC0)

Der BUND Bremen begrüßt, dass in dem Investititionsprogramm 2026/2027 viele Maßnahmen mit Klimaschutzrelevanz drinstecken, kritisiert aber, dass es an echten Klimaanpassungsmaßnahmen fehlt. Hauptkritikpunkt des BUND ist das Projekt Nr. 26, das mit neun Millionen Euro die CO2-Abscheidung und Deponierung (CCS) am swb-Mittelkalorik-Kraftwerk fördert. Darüber hinaus gibt es einige recht unbestimmte Positionen, die noch mit Inhalt gefüllt werden müssen, beispielsweise Nr. 23 „Energiewende in öffentlichen Beteiligungsgesellschaften“.

"Grundsätzlich begrüßen wir es, dass jetzt viele öffentliche Immobilien auch energetisch saniert und mit Photovoltaik ausgestattet werden", kommentiert der BUND-Landesvorsitzende Klaus Prietzel das Investitionssofortprogramm 2026/27 des Senats. Viele dieser Maßnahmen hätten aber sowieso eigentlich angestanden, so dass nicht erkennbar sei, was jetzt wirklich an zusätzlichem Schub im Klimaschutz erfolgt. Es sei noch kein Konzept im Rahmen einer Klimaschutzstrategie erkennbar, sondern nur ein Flickenteppich. Und noch ganz viele Fragezeichen ergeben sich auch für die vielen geplanten Fernwärmeanschlüsse, ohne dass es eine konsistente Wärmeplanung gibt.

Ganz problematisch sieht der BUND die Förderung der CO2-Abscheidung beim swb-Mittelkalorikkraftwerk. "Wir bezweifeln stark, ob und wann diese Technik wirklich nennenswert die Klimabilanz Bremens verbessern kann", ist Prietzel skeptisch. „Grundsätzlich bremsen die milliardenschweren CCS-Planungen der Bundesregierung aber eine echte Energiewende eher aus und sollen fossilen Industrien sogar neue Geschäftsmodelle eröffnen – mit enormen Risiken für Klima und Umwelt.“

Zur Übersicht

BUND-Bestellkorb