Ergebnis der Müllsammelaktion zum Meeresschutz am Werdersee auf der Julius-Höhe
(Isabelle Maus
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BUND)
Im Rahmen der Bremer Aufräumtage lädt die Kanuabteilung von TURA Bremen e.V. gemeinsam mit dem BUND Bremen und dem BUND-Meeresschutzbüro, dem Landesskanuverband Bremen e.V., dem Verein Wassersport Lesum e.V., der ADFC-Stadtteilgruppe Bremen-Nord, dem Förderverein Knoops Park e.V. und weiteren Bremer Vereinen zu einer Müllsammelaktion am Samstag, 21. Februar 2026, 10 bis 13 Uhr in Bremen Nord ein. Die Aktion findet vor dem offiziellen Aktionszeitraum der Bremer Aufräumtage statt, also vor der Brutzeit, um Natur und Tiere zu schützen. Es wird an mindestens vier Stellen gesammelt. Sammelmaterialien stellt Die Bremer Stadtreinigung über TURA Kanusport zur Verfügung.
„Unsere Flüsse sind nicht nur wichtig für Pflanzen und Tiere, sondern beeinflussen auch unsere Lebensqualität in Bremen“, sagt Organisator Stefan Villena-Kirschner von der Kanuabteilung von TURA Bremen e.V. „Deswegen wollen wir gemeinsam anpacken, um Lesum und Weser vor Verschmutzung zu schützen. Müllfreie, gesunde Flüsse bedeuten auch gesunde Meere: Meeresschutz beginnt auch in Bremen.“
Plastikmüll ist mittlerweile in allen Winkeln der Weltmeere zu finden. Allein aus der Weser gelangen jährlich etwa bis zu 6,3 Tonnen Makroplastik-Teile in die Nordsee Die Mündung der Weser ist ein Sammelbecken für Mikro- und Nanoplastik. „Plastik ist nicht biologisch abbaubar, es verschwindet nicht“, betont Hanna-Lena Oer vom BUND-Meeresschutzbüro. Einige Kunststoffteile schwimmen oder liegen darum schon jahrzehntelang im Meer. In Bächen und Flüssen, an Küsten und im Meer wird Plastik zur tödlichen Bedrohung: Viele Meerestiere verheddern sich in Plastiktüten, Ballonschnüren oder alten Fischernetzen, andere verwechseln die Plastikteile mit Nahrung und ersticken daran oder verhungern trotz vollem Magen. Zudem ist Plastik extrem klimaschädlich. Bei Verwitterung von Plastik im Wasser unter UV-Einstrahlung kann Methangas freigesetzt werden, das den Treibhausgaseffekt verstärkt. „Ein Großteil des Mülls gelangt über Flüsse ins Meer“, so Oer. „Besonders aus Städten und Industriegebieten im Inland treiben Abfälle oft Hunderte von Kilometern, bis sie schließlich im Meer landen.“ Einmal dort, ist es schwierig bis unmöglich, den Müll zurück zu holen. Darum ist es so wichtig, den sich an den Flussufern verfangenden Müll einzusammeln.
Die Treffpunkte für die Müllsammelaktion am 21. Februar, sind wie folgt:
- 10 Uhr: Lesum TURA bis Burger Brücke. Treffpunkt TURA Kanusport, Am Lesumhafen 24/26, 28717 Bremen Lesum: https://maps.app.goo.gl/rBdQ9duGZmJhaTJU7
- 10 Uhr: Knoops Park. Treffpunkt Alter Torfhafen St. Magnus: https://maps.app.goo.gl/xRENPu4B4qnVesHJA
- 10.30 Uhr: Schönebecker Sand und Vordeichfläche Werderland/Weser-Nebenarm. Treffpunkt Parkplatz an der Lesumbroker Landstraße: https://maps.app.goo.gl/Jj9TSxXrHq6SZDki6
Alle, die Lust haben, sind herzlich eingeladen mitzuwirken. Die Veranstalter*innen bitten darum, festes Schuhwerk oder Gummistiefel und wetterfeste Kleidung mitzubringen. Die Aktiven des BUND werden am Schönebecker Sand und auf der Vordeich-Fläche Werderland Müll sammeln, die vom BUND Bremen mit Pflegemaßnahmen betreut werden. Nach der Aktion ab 14 Uhr gibt es einen gemeinsamen Abschluss auf dem Gelände von TURA Bremen e.V. in Bremen-Lesum. Weitere Infos gibt es unter https://turakanusport.de/termin/muellsammelaktion-lesum/ und www.BUND-Bremen.net.
Bei Rückfragen:
Hanna-Lena Oer, BUND-Meeresschutzbüro, eMail: hanna-lena.oer(at)bund.net, Tel.: 0421-7900231