Natur leidet unter Trockenheit: Unsere Wasserspar-Tipps zum Weltwassertag

19. März 2026 | Trinkwasser, Stadtnatur

BUND gibt zum Weltwassertag Tipps zum nachhaltigen Umgang mit Wasser

Durch wenige Maßnahmen können im Schnitt etwa 20 Prozent Trinkwasser eingespart werden.  (BUND Bremen / BUND Bremen)

Anlässlich des Weltwassertags und mangels ausreichender Niederschläge im Winter appelliert der BUND Bremen schon jetzt an Bürger*innen, sparsam mit der Ressource Trinkwasser umzugehen. Im Januar fielen in Bremen laut WetterKontor nur etwa 60 Prozent, im Februar aber mit 131 Prozent überdurchschnittlich viel Niederschläge; im März bisher nur 43 Prozent. Die Böden in 25 cm und 1,8 m Tiefe weisen laut Dürremonitor zurzeit einen Wassermangel auf. Insgesamt war der Winter 2025/2026 im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt trockener als normal. 

„Die zunehmende Trockenheit setzt besonders der Stadtnatur zu“, betont Katharina Fuchs, Stadtnatur-Expertin beim BUND Bremen. „Versiegelte Flächen verhindern, dass Regenwasser im Boden versickern kann, wodurch Böden austrocknen und Pflanzen unter Wassermangel leiden.“ Ein wirksamer Ansatz dagegen ist die Entsiegelung von Flächen – also das Aufbrechen von Asphalt oder Beton zugunsten durchlässiger Böden. In Kombination mit dem Schwammstadt-Prinzip kann Regenwasser so wieder gespeichert und langsam an Pflanzen und Grundwasser abgegeben werden. Fuchs: „Werden die entsiegelten Flächen zudem naturnah gestaltet, etwa mit heimischen Pflanzen, Grünstreifen oder kleinen Mulden zur Wasserspeicherung, entsteht nicht nur ein besseres Mikroklima, sondern auch neuer Lebensraum für Insekten und andere Tiere.“ So kann die Stadtnatur widerstandsfähiger gegenüber Hitze und Trockenperioden werden.

Problematisch bewertet der BUND insbesondere den übermäßigen Gebrauch von Trinkwasser im Haushalt und im Garten. „Trinkwasser ist ein Lebensmittel mit sehr hoher Qualität und sollte auch als solches wertgeschätzt werden“, betont Katja Muchow, Leitung Ressourcen- und Klimaschutz beim BUND Bremen. „So ist Trinkwasser für die Gartenbewässerung wirklich zu schade und nicht gedacht.“ Statt den Garten mit Trinkwasser zu bewässern, empfiehlt der BUND, Regentonnen aufzustellen, in denen langfristig Wasser gesammelt werden kann. Wenn das Grundwasser nicht belastet ist, könnte das Schlagen eines Grundwasserbrunnens eine Möglichkeit für die Gartenbewässerung sein. „Doch auch wer einen eigenen Brunnen besitzt, sollte das Grundwasser mit Bedacht verwenden“, mahnt Muchow. „Dass man mit dem eigenen Brunnen jederzeit und unbegrenzt den Garten wässern kann, ist nämlich ein Irrglaube.“ Denn die Grundwasserneubildungsraten in trockenen Jahren waren und sind vielerorts, besonders nahe der Oberfläche, anhaltend niedrig, und Bäumen im direkten Umfeld des Gartenbrunnens wird durch die Brunnennutzung zusätzlich dringend nötiges Wasser von unten entzogen. So können vor allem die Auswahl der Pflanzen für den Garten, das Mulchen von Beeten oder die Verwendung eines Systems zur Tröpfchenbewässerung helfen, weniger Wasser einzusetzen. Auch ein gut gewählter Zeitpunkt für die Gartenbewässerung kommt den Pflanzen zugute und trägt zum Schutz der Ressource Trinkwasser bei. Besonders effektiv ist das Gießen in den frühen Morgenstunden, da das Wasser optimal aufgenommen wird. 

Aber auch im Haushalt lässt sich Wassersparen, z.B. durch die Reduzierung des Wasserdurchflusses mit Hilfe von Durchflussbegrenzern (nicht bei drucklosen Boilern oder hydraulisch geregelten Durchlauferhitzern einsetzen) oder am Eckventil der Waschtischarmaturen. Beim Duschen helfen wassersparende Duschköpfe oder Durchflussbegrenzer, den Wasserverbrauch zu senken. Zudem trägt eine kürzere Duschdauer effektiv zur Einsparung bei.

Weitere Tipps zum Wassersparen gibt es unter www.BUND-Bremen.net

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