Hier fühlt sich das Rehkitz sicher. Von der Gefahr des Mähwerks ahnt es nichts.
(Uli Vey)
In jedem Frühsommer kommen beim Mähen von Wiesen abgesetzte Kitze zu Schaden. Um dies zu verhindern hilft entweder unmittelbar vor dem Mähen engmaschig durch das hohe Gras zu gehen, oder - bei größeren Feldern wie jetzt - mittels Drohne mit Wärmebildkamera Rehkitze aufzuspüren. Der verantwortliche Biobauer Vey hatte den BUND Bremen -Nord um Mithilfe gebeten, die mittlerweile dazu eine „SOS-Kitzgruppe“ aufgestellt hat.
Es ging um etwa 10 Hektar große Wiesenflächen zwischen der Leuchtenburger Straße, über die Schlosswiesen bis zum Schönebecker Kirchweg. Vor dem Mähen wurden die Flächen morgens um 7 Uhr mit einer Drohne systematisch abgesucht. Dabei zeigten sich auf dem Bildschirm durch eine Wärmebildkamera gut sichtbar sowohl zwei noch erwärmte Liegeplätze der Tiere, als auch äsende Rehe. Gemäht wurden die Wiesen ab 8 Uhr von innen nach außen. Die Tiere konnten so und zusätzlich durch Piepton gewarnt das Feld verlassen. Mit seinem verhängnisvollen Duckreflex hatte sich an jenem Tag also kein Kitz in diesen Wiesen aufgehalten.