Verzögerung beim Bau von Radverkehrsbrücken und der Premiumroute D15 sind nicht hinnehmbar

17. Januar 2024 | Mobilität

Bremen - Die Finanzierungsbedingten Verzögerungen beim Bau von Fuss- und Radverkehrsbrücken sind inakzeptabel und senden falsche Signale für eine nötige Verkehrswende. Auch wenn die Wartung der bestehenden Brückeninfrastruktur zweifellos wichtig ist, darf dies nicht auf Kosten anderer für die Verkehrswende essentieller Projekte geschehen.

„Die Fuss- und Radverkehrsbrücken sind entscheidend für die Förderung umweltfreundlicher Mobilität, Verkürzung von Wegzeiten zwischen den Stadtteilen beidseits der Weser und Schaffung sicherer Wege für Fußgängerinnen und Radfahrerinnen“, betont Paul Stillger Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Mobilität beim BUND Bremen. „Die Brücken sowie die ebenfalls zurückgestellte Premiumroute D15 von Mahndorf nach Farge sind ein entscheidender Baustein für die Verkehrswende in Bremen. Die angekündigte Priorisierung von Infrastruktur im Bestand zeigt einmal mehr das jahrelanges Sparen an Verkehrsinfrastruktur nun zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur und damit die gesamte Verkehrswende gefährdet“, so Stillger.

Auch wenn die Instandsetzung der existierenden Weserbrücken auch dazu dient, die engere Taktung im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu ermöglichen, ist ihre Priorisierung ein Verfall in alte Muster die dem motorisierten Verkehr einen höheren Stellenwert zuschreiben als dem Rad- und Fußverkehr. Die engere Taktung im ÖPNV ist dringend nötig, darf aber nicht zu Lasten des restlichen Umweltverbundes gehen.

Der BUND Bremen appelliert an alle beteiligten Akteure die Finanzierung der Brücken, sowie der Premiumroute sicherzustellen, die personellen und organisatorischen Voraussetzungen dafür endlich zu schaffen und somit die Verkehrswende nicht noch weiter zu verzögern.

 

Weitere Infos zum Thema Verkehr und Mobilität gibt es unter www.BUND-Bremen.net.

Bei Rückfragen: Paul Stillger, paul.stillger(at)bund-bremen.net, Tel. 0421-7900223

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