Haubentaucher
(Georg Wietschorke
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BUND Bremen)
Der BUND Bremen rät als Ausgleich zu den kalorienhaltigen Feiertagen an Weihnachten zu einem ausgiebigen Spaziergang oder einer kleinen Radtour in die Natur. Gerade in der Zeit des Jahreswechsels können sich tolle Naturerlebnisse, z.B. am Werdersee ergeben. Dort können Vogelliebhaber spannende Beobachtungen machen.
„Als Ausgleich zu den geruhsamen und gemütlichen Stunden zum Weihnachtsfest, tut ein bisschen Bewegung gut“, meint Martin Rode, Geschäftsführer des BUND Bremen. „Warum also zwischen den Feiertagen nicht einen Spaziergang oder eine Radtour mit tollen Vogelbeobachtungen verbinden?“ Der BUND empfiehlt hierfür in diesem Jahr den Werdersee mitten in der Hansestadt.
„In der Winterzeit sind dort neben den üblichen Reiher- und Stockenten vor allem der Haubentaucher und der Zwergtaucher zu sehen“, erzählt Rode. Diese Wasservögel suchen tauchend auf dem Grund von Gewässern nach kleinen Wassertieren wie Insektenlarve, Krebsen oder Muscheln. Während Zwergtaucher in der Brutzeit im Frühjahr schwer zu entdecken sind, lassen sich diese kleinen flinken Vögel im Winter oft aus geringer Entfernung beobachten. „Mit etwas Glück bekommt man am Werdersee sogar Gänsesäger oder Zwergsäger zu sehen. Bei Sägern ist die Schnabelspitze auffällig nach unten gebogen. Das hilft ihnen, wenn sie tauchend auf Fischjagd gehen“, erläutert Rode. Ansonsten können besonders am Deichschart und auf dem Strandgitter verschiedene Möwenarten wie Lach-, Sturm- Silber- und gelegentlich sogar die besonders große Mantelmöwe sitzen. „In den Büschen am Rand vom Werdersee stellen sich auch gerne mal Singvögel wie Drosseln und Finken ein, die ab und an einen Sperber anlocken“, berichtet der Biologe. Um Störungen der Vögel zu vermeiden, bittet der BUND darum, beim Spaziergang die Hunde an der Leine zu führen.
Der 37-Hektar-große Werdersee und die Kleine Weser in ihrer heutigen Ausprägung sind 1981 infolge eines Weserhochwassers mit einem Deichdurchbruch entstanden und bilden jetzt zusammen ein rund fünf Kilometer langes, stehendes Gewässer. Westlich der Karl-Carstens-Brücke befindet sich an seinem Nordufer eine für die Öffentlichkeit gesperrte Vogelinsel, östlich dieser Brücke das Naturschutzgebiet Neue Weser mit einem buchtenreichen See.