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BUND Landesverband Bremen

Der BUND Bremen fordert ein Frackingverbot! Statt auf Erdgas zu setzen und hier zu forschen ist es sinnvoller auf den Ausbau der dezentralen erneuerbaren Energieversorgung zusetzen. Fracking belastet das Grundwasser und den Boden, schadet der Natur und ist langfristig sicherlich nicht die Methode, um den Klimaschutz voranzutreiben.

Was ist Fracking?

Fracking ist eine Methode, um Erdgas zu fördern, welches in Gesteinsporen eingeschlossen ist. Diese Methode wird zur konventionellen Gasförderung eingesetzt, um die Gasausbeute zu steigern, aber vor allen Dingen zur Förderung von unkonventionellem, Erdgas. In Deutschland gibt es vorwiegend Gas welches in Schiefergestein eingeschlossen ist (Schiefergas) und sich in Tiefen von mindestens 1.000 Metern befindet.

Fracking-Verfahren 

Beim Fracking-Verfahren wird zunächst eine Bohrung vertikal in das Gestein vorgenommen, sobald sie die gasführenden Gesteinsschichten erreicht, wird sie horizontal umgeleitet. Jetzt wird das Frack-Fluid, welches aus Wasser, Quarz-Sand und Chemikalien besteht, unter hohem Druck in das Bohrloch gepumpt. Es bricht das dichte Gestein auf, so dass Risse entstehen und das Schiefergas freigesetzt wird. Das Frack-Fluid wird vor der eigentlichen Gasförderung wieder an die Oberfläche zurückgeführt. Ein Teil davon verbleibt jedoch in der Lagerstätte. Anschließend kann das nun strömende Schiefergas gemeinsam mit dem Lagerstättenwasser gefördert werden. Der Wasserbedarf ist immens. Es werden in der Regel 7.500 bis 15.000 Kubikmeter Wasser für nur eine Bohrung benötigt. Fracking birgt Gefahren für die Umwelt. Besonders schwerwiegend können die Folgen für das Grundwasser und den Boden sein, z. B. durch eine Kontaminierung mit giftigen Chemikalien aus dem Frack-Fluid. 

Fracking im Kreis Verden 

Beispielsweise wurden im Kreis Verden 2011 14 Verunreinigungen von Grundwasser mit Benzol oder Quecksilber bekannt, die auf undichte Leitungen mit Frack-Fluid und Lagerstättenwasser aus der konventionellen Gasförderung zurückzuführen waren. Diese Abwässer von der Gasförderung werden teilweise in Versenkbohrstellen „entsorgt“. Im Raum Verden wird auch Trinkwasser u. a. für Bremen gewonnen.  

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