Das WASSERFORUM Bremen
Das WASSERFORUM erklärt
Das WASSERFORUM Bremen
Das WASSERFORUM Bremen ist ein Zusammenschluss von aktuell fünf Bremer Umwelt- und Entwicklungsorganisationen (BORDA, Bremer Informationszentrum für Entwicklung und Menschenrechte [biz], BUND, Verein für Mangrovenschutz, Bremer Umwelt Beratung). Sämtliche Mitglieder bringen ihre je eigene Expertise zu Wasser ein und gemeinsam schaffen wir Synergien und sichern Anschlussfähigkeit.
Mit unserer Bildungs- und Informationsarbeit informieren wir zu Wasserthemen, machen auf Problemlagen aufmerksam und verweisen auf mögliche Alternativen für einen nachhaltigen Umgang mit unserem „blauen Gold“. Interdisziplinäre Kooperationen und Zielgruppengerechte Angebote werden von uns explizit angestrebt, denn jede:r soll die Möglichkeit bekommen, das Element Wasser auf bevorzugte Weise zu entdecken. Wir folgen dabei den Grundsätzen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und heben zusammen die Bedeutung von Wasser für Umwelt, Gesellschaft und Globale Gerechtigkeit in unserem wasserverbundenen Bundesland hervor. Wir sehen uns insbesondere der Agenda2030 mit ihren Nachhaltigkeitszielen (SDG) verpflichtet, allen voran Ziel Nr. 6 „Sauberes Wasser und Sanitärversorgung für alle“.
Wofür setzt sich das WASSERFORUM ein?
- Trinkwasser und Sanitärversorgung - umweltschonend und global gerecht
- Wasser und Konsum - effiziente Nutzung und Verringerung des Wasserfußabdrucks
- Gewässerschutz lokal wie global - Wiederherstellung lebendiger Gewässer und Schadstoffminimierung in Grundwasser, Flüssen, Seen, Feuchtgebieten und Meeren
- Wasserbewahrung in der Klimakrise – innovative Maßnahmen für mehr Klimagerechtigkeit und eine wirkungsvolle Klimaanpassung
Die Umwelt- und Entwicklungsorganisationen vom WASSERFORUM
Die Umwelt- und Entwicklungsorganisationen im Überblick
Wasser ist Grundlage allen Lebens. Es prägt Kulturen, Religionen und Gesellschaften weltweit - und dennoch ist der Zugang zu sauberem Wasser und sanitärer Versorgung für Milliarden von Menschen keine Selbstverständlichkeit.
Obwohl Wasser unseren Planeten bedeckt, ist nur ein sehr kleiner Teil davon als Süßwasser verfügbar und für den Menschen zugänglich. Weltweit haben rund 2,2 Milliarden Menschen keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser, etwa 4,2 Milliarden Menschen leben ohne angemessene Sanitärversorgung. Diese Ungleichheit zeigt sich besonders deutlich im globalen Vergleich: Während Menschen in Deutschland durchschnittlich rund 128 Liter Wasser pro Tag verbrauchen, müssen andere mit deutlich weniger auskommen - teils mit weniger als 20 Litern pro Tag, manche sogar ohne gesicherte Versorgung.
Gleichzeitig ist Wasser auch in unserem Alltag und Konsum "unsichtbar" präsent. Die Herstellung von Alltagsprodukten wie Kleidung oder Lebensmitteln verbraucht enorme Mengen Wasser, oft in Regionen des globalen Südens. Unser Konsum im globalen Norden steht damit in direkter Verbindung zu Wasserknappheit, Umweltbelastungen und sozialen Ungleichheiten anderswo.
Der Schwerpunkt im Bereich Wasser liegt auf der globalen Wassersituation und den Zusammenhängen zwischen globalen Norden und globalen Süden. Wir machen sichtbar, wie unser Lebensstil, unser Konsum und unsere politischen Entscheidungen mit der weltweiten Verteilung und Nutzung von Wasser verknüpft sind.
Dabei ist es uns besonders wichtig, Menschen aus dem globalen Süden selbst zu Wort kommen zu lassen. Ihre Perspektiven, Erfahrungen und Lösungsansätze fließt in unsere Bildungsarbeit ein.
Gleichzeitig verstehen wir Wasser nicht nur als Krisen- oder Konfliktthema. Neben der Auseinandersetzung mit Problemen zeigen wir Alternativen, Handlungsmöglichkeiten und positive Beispiele auf. Wir möchten Mut machen, Zusammenhänge verständlich erklären und auch die schönen, verbindenden und lebensspendenden Seiten des Wassers sichtbar machen.
Im WASSERFORUM ist unser Ziel, Bewusstsein zu schaffen, globale Verantwortung zu fördern und Menschen zu ermutigen, Wasser als gemeinsames, schützenswertes Gut zu begreifen.
Hier geht es zur Webseite des biz!
Die Bremer Arbeitsgemeinschaft für Überseeforschung und Entwicklung (BORDA) ist eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation, die seit mehr als 45 Jahren von Bremen aus agiert.
BORDA setzt sich dafür ein, das Leben sozioökonomisch benachteiligter Bevölkerungsgruppen im Globalen Süden zu verbessern und gleichzeitig die Umwelt zu schützen.
Als Trägerorganisation für Sozialstrukturförderung in der kommunalen Daseinsvorsorge beim Bundesministerium für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) konzentriert sich BORDA auf Kooperationsprojekte im Wasser- und Abwassersektor in mehr als 25 Ländern im Globalen Süden. Die Projekte zielen auf den Ausbau von Grundversorgungsleistungen wie dezentraler Sanitärversorgung, Wasser- und Energieversorgung sowie Abwasseraufbereitung. Mit diesen Schwerpunkten steht BORDA für folgende Mission: Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung für alle!
Das WASSERFORUM ist für BORDA ein Vehikel um ihre Expertise zu Wasser- und Abwasserthemen nicht nur im Globalen Süden, sondern auch in die Bremer Heimat einzubringen. Mit den weiteren Mitgliedern schaffen wir Synergien für mehr Aufmerksamkeit rund um unsere wichtigste Ressource. Elementar ist dabei die Verbindung von lokaler und globaler Perspektive unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Klimakrise und weiterer Umweltfaktoren.
Mit unserer Arbeit bedienen wir insbesondere folgende SDG / Nachhaltigkeitsziele:
SDG 1 – Keine Armut
SDG 6 – Sauberes Wasser und Sanitärversorgung
SDG 7 – Bezahlbare und saubere Energie
SDG 8 – Menschenwürdige Arbeit
SDG 9 – Industrie, Innovation und Infrastruktur
SDG 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden
SDG 17 – Starke Partnerschaften
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Die Bremer Umwelt Beratung e.V. ist eine gemeinnützige Einrichtung, die seit 1990 Bürger:innen im Land Bremen zu Themen wie Umwelt, Klimaanpassung und Wohngesundheit berät. Ein besonderer Fokus liegt auf der Beratung zur Umsetzung von Schwammstadtmaßnahmen, welche durch Entsiegelung, Begrünung oder Regenwasserspeicherung, das Wasser in der Stadt halten.
Wasser ist eine zentrale Lebensgrundlage und zugleich eine unserer wertvollsten Ressourcen. Durch den Klimawandel gerät der Wasserkreislauf wie wir ihn kennen zunehmend aus dem Gleichgewicht: Starkregen, Überschwemmungen, Trockenheit und Hitze treten immer häufiger auf. Umso wichtiger ist es, Wasser zu schützen, sinnvoll zu nutzen und in unseren Städten wieder mehr Raum dafür zu schaffen.
Unsere Expert:innen beraten fachlich fundiert, kostenfrei und anbieterunabhängig – telefonisch, per E-Mail oder direkt vor Ort. Wir bieten Vorträge, Workshops und Veranstaltungen an und informieren über Fördermöglichkeiten wie das Bremer „Förderprogramm Schwammstadt“ und unterstützen bei der Antragstellung.
Gefördert wird die Bremer Umwelt Beratung von der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft und der Europäischen Union.
Hier geht es zur Webseite der Bremer Umwelt Beratung e.V.!
Der BUND Landesverband Bremen ist der größte Umweltverband Bremens und engagiert sich gemeinsam mit rund 9.000 Mitglieder:innen und Förder:innen für einen wirksamen Natur- und Umweltschutz in Bremen und Bremerhaven.
Getragen wird der BUND Bremen von seinen Aktiven, seinen Projekten und vielfältigen Aktionen. Seit über 100 Jahren setzen wir uns mit rund 40 Projekten, gemeinsam im Rahmen der Demokratie, erfolgreich für Natur- und Klimaschutz sowie für eine umweltverträgliche Stadtentwicklung in Bremen ein.
Ein Bestandteil unserer Arbeit ist die Betreuung und Pflege von Natur- und Landschaftsschutzgebieten. Darüber hinaus realisieren wir konkrete Projekte zum Natur-, Klima- und Ressourcenschutz und bieten ein breites Spektrum an Umwelt- und Klimabildungsangeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene – sowohl im schulischen als auch im außerschulischen Bereich. Mit Exkursionen, Seminaren und Vorträgen sowie durch Aktionen, Ausstellungen und digitale Formate vermitteln wir Wissen und machen Natur „begreiflich“.
Ein besonderes Anliegen ist für uns der verantwortungsvolle Umgang mit Trinkwasser. In vielen Ländern auf der Welt herrscht extreme Wasserknappheit, das ist in Deutschland nicht der Fall. Dennoch ist auch hierzulande ein sorgsamer Umgang mit der lebensnotwendigen Ressource Wasser gefragt. Hier setzt die Arbeit des BUND sowie die Rolle des BUND innerhalb des WASSERFORUM an.
Bremens Trinkwasser stammt zu 100 Prozent aus Grundwasser. Rund 18 Prozent werden in Bremen gefördert und aufbereitet, während der übrige Anteil aus niedersächsischen Brunnen stammt. Dies führt in einigen Einzugsgebieten zu Schäden in der umliegenden Natur und Infrastruktur. Bremens Wasserkonsum könnte in den kommenden Jahren durch eine wachsende Bevölkerung und klimawandelbedingten Auswirkungen steigen. Insbesondere in saisonalen Trockenperioden wird der steigende Wasserbedarf zu einem Problem und kann zu Herausforderungen führen: An heißen Tagen kann die Versorgungssicherheit zunehmend unter Druck geraten und die Spannungen zwischen verfügbarem Wasserdargebot und dem Wasserbedarf ansteigen lassen.
Um diesen Entwicklungen zu begegnen, gewinnt die Reduzierung von Verbrauchsspitzen durch gezielte Maßnahmen zur Trinkwassereinsparung an Bedeutung. Der BUND Bremen setzt hier auf praktische Umsetzung von Wassersparmaßnahmen, sowie auf Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, um für einen bewussteren Umgang mit Wasser zu sensibilisieren. Ziel ist es, die Bedeutung des Trinkwasserschutzes auch in einer vermeintlich regenreichen Stadt wie Bremen stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und gemeinsam mit den Partner:innen des WASSERFORUM Synergien zu nutzen, um lokale und globale Herausforderungen in wesentlichen Wasserthemen zu verknüpfen und Perspektiven für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser aufzuzeigen.
Der gemeinnützige Verein für Mangrovenschutz e.V. wurde 2019 in Bremen gegründet und setzt sich für den Erhalt des (sub-)tropischen Küstenökosystems Mangrovenwald ein. Der Verein ist in den Bereichen Informations- und Bildungsarbeit sowie internationale Zusammenarbeit tätig.
Mangrovenwälder gehören zu den am stärksten bedrohten Ökosystemen der Erde. Ihre fortschreitende Zerstörung hat weitreichende Folgen. Besonders betroffen sind arme Regionen in Ländern des Globalen Südens. Küstenbevölkerungen leiden unter dem Verlust ihrer Lebensgrundlage und sind einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels ausgesetzt. Zudem führt ihre Zerstörung zu der Freisetzung großer Mengen CO2. Intakte Mangroven hingegen speichern Kohlenstoff, sichern Einkommen und Nahrung, schützen Menschen und Dörfer vor Extremwetterereignissen und stärken die weltweiten Fischbestände. Ihr Erhalt und ihre Wiederherstellung sind entscheidend für Mensch und Natur.
Mit der Arbeit im WASSERFORUM soll insbesondere auf die Bedeutung von Feuchtgebieten, zu denen auch Mangroven zählen, aufmerksam gemacht werden. Als wasserreiche Lebensräume sind sie ein wichtiger Bestandteil des globalen Wasserkreislaufs. Feuchtgebiete speichern und reinigen Wasser. Sie tragen durch die Anreicherung des Grundwassers zur Verfügbarkeit von sauberem Wasser in den Regionen bei.
Hier geht es zur Webseite vom Verein für Mangrovenschutz e.V.!