Kleingewässer unter Hitzestress

Wie geht es den Teichen, Tümpeln und Gräben in Bremen und Bremerhaven? Diese oft unscheinbaren Kleingewässer sind wertvolle Lebensräume – und zugleich besonders sensibel gegenüber den Folgen des Klimawandels. Hier setzt das landesweite Projekt an, welches sich an alle weiterführenden Schulen in Bremen und Bremerhaven richtet. Ziel ist es, den Zustand der Kleingewässer systematisch zu erfassen und gleichzeitig junge Menschen für Natur- und Klimaschutz zu begeistern.

Das Projekt "KluH"

Die Gewässer von morgen

Klimaveränderungen in Bremen und Bremerhaven laut Klimareport. Klimaveränderungen in Bremen und Bremerhaven laut Klimareport. Vergleich der vieljährigen Mittelwerte Klima-Referenzperiode 1961 – 1990 und der aktuellen 30-jährigen Klimanormalperiode 1991 – 2020. Dargestellt sind die Niederschlagsmenge, Sonnendauer und Temperatur von Bremen und Bremerhaven.  ((DWD (2024): Klimareport Bremen und Bremerhaven; 1. Auflage, Deutscher Wetterdienst, Deutschland, 72 Seiten / DWD)

In den kommenden Jahren werden uns häufigere und längere Trocken- und Hitzeperioden, steigende Temperaturen und veränderte Niederschlagsmuster erwarten. Diese Veränderungen beeinflussen nicht nur den Menschen, sondern auch die Natur und unsere Kleingewässer. Die Gewässer erwärmen sich, Wasserstände sinken und manche fallen zeitweise oder dauerhaft trocken. Dadurch geraten auch zahlreiche Tier- und Pflanzenarten zunehmend unter Druck.

In dem Projekt „Kleingewässer unter Hitzestress“ werden Schüler*innen der Jahrgänge 9 bis 11 selbst zu Froschenden: Sie untersuchen Gewässer in ihrer direkten Umgebung, führen Messungen durch und dokumentieren Veränderungen über das gesamte Jahr hinweg.


Im Fokus stehen sowohl chemisch-physikalische Faktoren wie Nährstoffgehalte, pH-Wert, Temperatur und Sauerstoff als auch die biologische Vielfalt im und am Gewässer. Ergänzt werden diese Informationen durch den Einbezug regionaler Wetter- und Klimadaten, wodurch Zusammenhänge zwischen Klimaentwicklung und Gewässerzustand sichtbar werden.

Ein zentrales Element des Projekts ist die kontinuierliche Beobachtung

Regelmäßige Gewässeruntersuchungen sind fester Bestandteil im Projekt. Regelmäßige Gewässeruntersuchungen sind fester Bestandteil im Projekt.  (BUND Bremen / BUND Bremen)

Die Schüler:innen führen regelmäßig Messungen durch, dokumentieren Wasserstände und halten ihre Erkenntnisse in einem Gewässertagebuch fest. So entsteht ein differenziertes Bild der jahreszeitlichen Dynamik. Die erhobenen Daten werden in bestehende Datenbanken eingespeist und leisten einen wertvollen Beitrag zum Umweltmonitoring.

Darüber hinaus übernehmen die teilnehmenden Klassen Patenschaften für „ihr“ Gewässer. Diese Verantwortung stärkt nicht nur das Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge, sondern auch die eigene Wirksamkeit. Auf Basis ihrer Ergebnisse entwickeln die Schüler:innen konkrete Vorschläge für Schutz- und Verbesserungsmaßnahmen und bringen diese in den Dialog mit Behörden ein.
 

 

Das Projekt verbindet Erkenntnisgewinnung mit aktivem Engagement vor Ort.

Wichtiges Instrument im "Kluh": Der Analysekoffer. Wichtiges Instrument im "Kluh": Der Analysekoffer.  (BUND Bremen / BUND Bremen)

Es schafft ein nachhaltiges Bewusstsein für die Bedeutung von Kleingewässern im Klimawandel und zeigt konkrete Handlungsmöglichkeiten auf. Durch die Kombination aus Datenerhebung, Verantwortungsübernahme und Wissensvermittlung entsteht ein langfristiger Mehrwert – für die beteiligten Schüler:innen ebenso wie für den Schutz und die Entwicklung dieser sensiblen Lebensräume.

 

Förderhinweise

Logo von EFRE

EFRE Logo Dieses Projekt wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.  (Efre / Efre)
LOGO SUKW Dieses Projekt wird durch die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft finanziert.  (Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft / SUKW)

Logo von BAB

BAB Logo Dieses Projekt wird durch die Bremer Aufbaubank finanziert.  (BAB. Die Förderbank / BAB)

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